Heftige Hitzewelle in Deutschland: Temperaturen bis 38 °C, erste Hitzewarnungen und zunehmende Gewittergefahr. Alles Wichtige zur aktuellen Wetterlage und worauf Sie jetzt achten sollten. Deutschland steht vor einer der markantesten Hitzewellen dieses Sommers. Schon in den kommenden Tagen klettern die Temperaturen in manchen Regionen auf bis zu 38 °C.
Verantwortlich dafür ist das Hochdruckgebiet Julia, das derzeit wie ein Wärmeschild über Mitteleuropa liegt. Doch nicht nur die Sonne sorgt für Aufsehen: Der ehemalige Hurrikan Dexter mischt mit und lenkt zusätzliche heiße Luftmassen nach Norden – ein explosiver Mix, der zum Ende der Woche vermehrt Gewitter im Gepäck haben könnte.
„Wir haben es mit einer klassischen, aber durchaus intensiven Sommerlage zu tun – Hitze und Gewitterpotenzial liegen in den kommenden Tagen nah beieinander“, erklärt Meteorologe Nico Bauer vom Deutschen Wetterdienst (DWD).
Das stabile Hochdruckgebiet Julia sorgt aktuell für wolkenarme Himmel und viel Sonnenschein. Die Folge: Die Luft erwärmt sich tagsüber rasant, und die Nächte bringen nur wenig Abkühlung. Aus südlichen Regionen – insbesondere Spanien und Nordafrika – wird heiße Luft nach Deutschland gelenkt, was den Temperaturanstieg zusätzlich verstärkt.

Parallel dazu zieht Dexter, einst ein tropischer Wirbelsturm, als sogenannter Ex-Hurrikan Richtung Europa. Er hat seine tropische Kraft verloren, schiebt aber heiße Luftmassen vor sich her und verändert ab Wochenmitte die Wetterdynamik.
Temperaturverlauf
- Dienstag: Sonnig, im Südwesten bis 35 °C, Nordosten moderater mit 25–31 °C. Erste Hitzewarnungen für die Südwesthälfte.
- Mittwoch: Höhepunkt der Hitzewelle – am Oberrhein bis zu 38 °C. Auch im Westen und Süden verbreitet über 35 °C.
- Donnerstag: Hitze greift auf Ost- und Mitteldeutschland über, Temperaturen meist über 35 °C. Erste Wärmegewitter möglich, vor allem im Bergland.
- Freitag: Abkühlung im Westen durch Nordwestwind, im Südosten weiter heiß und schwül mit steigender Unwettergefahr.
Gewittergefahr steigt zum Wochenende
Mit der zunehmenden Schwüle steigt auch das Risiko für kräftige Gewitter. Am Donnerstag sind erste lokale Entwicklungen vor allem über den Mittelgebirgen möglich. Am Freitag wird es im Südosten brisant: Hier könnten sich kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen entladen.
Nico Bauer warnt: „Die Kombination aus extremer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit liefert der Atmosphäre reichlich Energie. Wenn diese entladen wird, kann es schnell heftig werden – sowohl mit Regenmengen als auch mit Sturmböen.“
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