Schlagzeilen

Arktische Polarluft bringt Winterrückfall, Sturmböen und Neuschnee nach Deutschland

Ein massiver Kaltlufteinbruch beendet die vorzeitige Frühlingsphase in Deutschland. In den kommenden Tagen dominiert arktische Polarluft das Wettergeschehen im gesamten Bundesgebiet. Dabei sinken die Temperaturen auf Tageshöchstwerte zwischen 5 und 10 Grad Celsius, während in den Nächten verbreitet Frost bis -3 Grad Celsius auftritt. Neben stürmischen Böen bis in den Orkanbereich auf den Berggipfeln erwarten Meteorologen signifikante Neuschneemengen, insbesondere in den Mittelgebirgen und den Alpen.

Großwetterlage: Nichts ist mehr so, wie vorher. Das sind die Gründe

Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet über Skandinavien lenkt derzeit arktische Kaltluft direkt nach Mitteleuropa. Ein blockierendes Hochdruckgebiet über dem Atlantik verhindert gleichzeitig das Nachrücken milderer Luftmassen aus Westen. Durch diese synoptische Konstellation entsteht eine kräftige nordwestliche bis nördliche Strömung. Infolgedessen kommt es zu einer markanten Labilisierung der Atmosphäre, die tiefreichende Konvektion und flächendeckendes Schauerwetter mit sich bringt.

Ein massiver Kaltlufteinbruch beendet die vorzeitige Frühlingsphase in Deutschland. In den kommenden Tagen dominiert arktische Polarluft das Wettergeschehen im gesamten Bundesgebiet. Dabei sinken die Temperaturen auf Tageshöchstwerte zwischen 5 und 10 Grad Celsius, während in den Nächten verbreitet Frost bis -3 Grad Celsius auftritt. Neben stürmischen Böen bis in den Orkanbereich auf den Berggipfeln erwarten Meteorologen signifikante Neuschneemengen, insbesondere in den Mittelgebirgen und den Alpen.
Ein Tief über Skandinavien sorgt aktuell für nasskaltes Wetter mit Schnee in den Höhenlagen.

Der rasche Luftmassenwechsel führt zu einer hohen potenziellen Labilität in der Troposphäre. Die Kombination aus höhenkalter Luft und orografischer Hebung an den Gebirgen intensiviert die Niederschläge erheblich, was besonders im Alpenraum zu einer kritischen Lawinensituation der Stufen 4 bis 5 führt. Der Vegetationsvorsprung, dokumentiert durch eine bereits deutlich überdurchschnittliche Grünlandtemperatursumme von teils über 400 Grad in tieferen Lagen, macht die nun aufkommenden Nachtfröste äußerst riskant für die Landwirtschaft.

Wind und Sturmböen in diesen Regionen

An den Küsten der Nord- und Ostsee, unter anderem auf Borkum und Helgoland, treten schwere Sturmböen auf. Auf den exponierten Gipfeln der Mittelgebirge werden Orkanböen verzeichnet. Messstationen registrierten auf dem Brocken im Harz Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde und auf dem Belchen im Schwarzwald 117 Kilometer pro Stunde. Auch in tieferen Lagen Süddeutschlands und im Alpenvorland wurden bereits Windgeschwindigkeiten von 86 Kilometern pro Stunde gemessen.

Die Schneefallgrenze sinkt auf 200 bis 400 Meter

Die Schneefallgrenze sinkt in den Nachtstunden im Nordwesten auf 200 bis 400 Meter, im Osten liegt sie bei etwa 400 Metern. Tagsüber entwickeln sich bei Höchstwerten von 5 bis 10 Grad Celsius, im Bergland lediglich 0 bis 4 Grad Celsius, wiederholte Schauer, die von Graupel und kurzen Gewittern begleitet werden. Besonders in den Morgen- und Abendstunden muss flächendeckend mit Glätte durch Schnee und überfrierende Nässe gerechnet werden.

Ein massiver Kaltlufteinbruch beendet die vorzeitige Frühlingsphase in Deutschland. In den kommenden Tagen dominiert arktische Polarluft das Wettergeschehen im gesamten Bundesgebiet. Dabei sinken die Temperaturen auf Tageshöchstwerte zwischen 5 und 10 Grad Celsius, während in den Nächten verbreitet Frost bis -3 Grad Celsius auftritt. Neben stürmischen Böen bis in den Orkanbereich auf den Berggipfeln erwarten Meteorologen signifikante Neuschneemengen, insbesondere in den Mittelgebirgen und den Alpen.
In den Mittelgebirgen ist in den nächsten 48 Stunden mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen.

In den Lagen der Eifel, des Rothaargebirges, des Sauerlandes sowie im Harz berechnen die Modelle Neuschneemengen zwischen 10 und 30 Zentimetern. Für den Schwarzwald prognostizieren die Daten 20 bis 80 Zentimeter Schnee. Eine extreme Stausituation trifft den Alpenrand und die Hochlagen der Alpen ab 2000 Metern: Hier werden extrem hohe Niederschlagssummen erwartet, die örtlich als bis zu 150 Zentimeter Neuschnee fallen.

Ein massiver Kaltlufteinbruch beendet die vorzeitige Frühlingsphase in Deutschland. In den kommenden Tagen dominiert arktische Polarluft das Wettergeschehen im gesamten Bundesgebiet. Dabei sinken die Temperaturen auf Tageshöchstwerte zwischen 5 und 10 Grad Celsius, während in den Nächten verbreitet Frost bis -3 Grad Celsius auftritt. Neben stürmischen Böen bis in den Orkanbereich auf den Berggipfeln erwarten Meteorologen signifikante Neuschneemengen, insbesondere in den Mittelgebirgen und den Alpen.
Das 14 Tage Wetter für Schwangau. Andere Orte über das klicken auf die Grafik.

Fazit und Lageeinschätzung:

In den Lagen der Eifel, des Rothaargebirges, des Sauerlandes sowie im Harz berechnen die Modelle Neuschneemengen zwischen 10 und 30 Zentimetern. Für den Schwarzwald prognostizieren die Daten 20 bis 80 Zentimeter Schnee. Eine extreme Stausituation trifft den Alpenrand und die Hochlagen der Alpen ab 2000 Metern: Hier werden extrem hohe Niederschlagssummen erwartet, die örtlich als bis zu 150 Zentimeter Neuschnee fallen.

Keine Unwetterwarnung mehr verpassen!

Unterstützen Sie unsere unabhängige Redaktion: Fügen Sie die Meteozentrale mit nur einem Klick als bevorzugte Nachrichtenquelle in Ihrer Google-Suche hinzu. So erhalten Sie unsere Warnungen bei kritischen Wetterlagen garantiert immer sofort als Erstes.

Bei Google als bevorzugt markieren

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 professionell komplexe Wetterphänomene. Sein meteorologischer Schwerpunkt liegt auf der Synoptik und der Erstellung präziser Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH, wo er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 als Chef-Meteorologe die fachliche Leitung innehatte. In dieser Zeit kooperierte er unter anderem mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann, um präzise Unwetterwarnungen für die Schweiz und Deutschland bereitzustellen (dokumentiert im Wikipedia-Eintrag von Kachelmann). Im Anschluss begleitete er maßgeblich den Aufbau der Meteoleitstelle Hessen, wo er bis heute seine Expertise bei der Auswertung lokaler Wettermodelle und der Herausgabe von verlässlichen Unwetterwarnungen einbringt. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig auf seinen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
- Anzeige -
- Anzeige / Empfehlungen -
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"