Faktenprüfung
Redaktioneller Kodex & Faktenprüfung
Grundsätze der publizistischen und datenjournalistischen Arbeit für die Meteozentrale Data Agency (inklusive meteoleitstelle.de und warnpoint.de).
Als Betreiber und meteorologischer Daten-Dienstleister verpflichten wir uns zur Einhaltung der strengen journalistischen Standards des Deutschen Presserats. Unser oberstes Ziel ist die wahrhaftige, sorgfältige und verantwortungsbewusste Information der Öffentlichkeit sowie unserer B2B-Publisher-Partner über meteorologische Ereignisse.
Wetterdaten sind sicherheitsrelevant (YMYL – “Your Money or Your Life”). Daher unterliegt unsere Arbeit den höchsten Anforderungen an Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (E-E-A-T).
1. Wissenschaftliche Sorgfalt und Quellenprüfung
Die korrekte Darstellung von Wetterdaten und -prognosen ist der Kern unserer Arbeit.
- Transparente Quellen: Unsere Analysen basieren auf offiziellen, zertifizierten Rohdaten (u.a. Deutscher Wetterdienst DWD, Open-Meteo, ECMWF, ICON-D2 Modell). Diese Quellen werden in unseren Publikationen und Grafiken stets offen ausgewiesen.
- Das Zwei-Modell-Prinzip: Bevor eine akute Unwetterwarnung als “Agentur-Lead” veröffentlicht wird, muss sie durch mindestens zwei unabhängige Datenmodelle gestützt oder durch eine synoptische Prüfung verifiziert werden.
- Kommunikation von Unsicherheit: Meteorologie ist Wahrscheinlichkeitsrechnung. Wir kommunizieren Unsicherheiten in Vorhersagen transparent (z.B. durch die Darstellung von Ensemble-Korridoren oder Wahrscheinlichkeiten in Prozent) und deklarieren einzelne, extreme Modellläufe eindeutig als solche.
2. Transparenz bei Automatisierung und KI (AICON Engine)
Wir setzen modernste Technologien ein, um große Datenmengen in Echtzeit auszuwerten.
- Datenverarbeitung vs. Redaktion: Unsere proprietäre AICON Engine dient der Aggregation, Filterung und Visualisierung von Wettermodellen und Radardaten. Sie veredelt Rohdaten zu lesbaren Karten.
- Human-in-the-Loop: Redaktionelle Warn-Leads, Einordnungen von extremen Wetterlagen und Risiko-Analysen unterliegen stets der Endkontrolle und Verantwortung der Redaktion (Angelo D’Alterio).
- KI in der Textgenerierung: Werden Texte partiell durch Large Language Models (LLMs) vorstrukturiert, basieren diese ausschließlich auf unseren eigenen, verifizierten System-Rohdaten (RAG-Prinzip). Eine Halluzination von Wetterdaten wird durch strikte System-Prompts ausgeschlossen.
3. Sachlichkeit statt Sensationalismus (Achtung der Menschenwürde)
Wir lehnen Clickbait und Panikmache strikt ab.
- Reißerische Sprache vermeiden: Statt Begriffen wie „Monster-Sturm“ oder „Wetter-Apokalypse“ nutzen wir faktenbasierte, sachliche Formulierungen (z.B. „Orkanböen mit erheblichem Schadenspotenzial“).
- Fokus auf Sicherheit: Bei Unwetterereignissen liegt der Fokus unserer Berichterstattung auf präzisen Warnparametern und Schutzmaßnahmen, nicht auf der Zurschaustellung von Opfern oder Schäden. Schockierende Bilder von Betroffenen werden nicht publiziert.
4. Unabhängigkeit und Trennung von Werbung
Unsere meteorologischen Analysen sind unabhängig von wirtschaftlichen Interessen Dritter.
- Klare Trennung: Werbung, gesponserte Inhalte oder Affiliate-Links (z.B. für Outdoor-Ausrüstung) werden optisch und textlich strikt von redaktionellen Wetteranalysen getrennt und eindeutig als “Anzeige” oder “Werbung” gekennzeichnet.
- Keine Gefälligkeitsberichte: Wir nehmen keine Vergünstigungen an, die darauf abzielen, bestimmte Produkte in unseren Wetterberichten positiv hervorzuheben.
5. Richtigstellung und Fehlerkultur
Meteorologische Vorhersagen unterliegen einer natürlichen Fehlerquote. Sollte sich eine Prognose im Nachhinein als signifikant falsch herausstellen oder eine Warnung fälschlicherweise automatisiert ausgegeben worden sein, korrigieren wir dies aktiv. Wir erklären transparent, warum die ursprüngliche Einschätzung nicht zutraf (z.B. „Die Gewitterzelle ist südlicher abgezogen als von den Modellen berechnet“).
6. Persönlichkeitsrechte und externe Melder
Bei der Nutzung von privaten Wetterstationen, Crowdsourcing-Daten oder Augenzeugenberichten (z.B. Fotos von Storm-Chasern über Social Media) wahren wir das Urheberrecht und die Persönlichkeitsrechte.
- Es werden keine persönlichen Daten von Meldern ohne deren ausdrückliche Zustimmung publiziert.
- Der Quellenschutz für Informanten aus dem Bereich der Extremwetterbeobachtung wird strikt gewahrt.
Haben Sie Fragen zu unseren Daten, Modellen oder haben Sie einen inhaltlichen Fehler entdeckt? Kontaktieren Sie unsere Redaktion jederzeit unter angelo.dalterio@meteozentrale