Deutschland liegt derzeit überwiegend unter Hochdruckeinfluss, was in weiten Landesteilen für anhaltenden Sonnenschein und trockene Bedingungen sorgt. Gleichzeitig führt ein skandinavisches Tiefdruckgebiet eine schwache Kaltfront heran, die lokal in den Mittelgebirgen für dynamische Wetterentwicklungen verantwortlich ist. Besonders im Hinblick auf die Temperaturen und die Niederschlagsverteilung ergeben sich dadurch signifikante regionale Kontraste.
Wo ist mit Niederschlägen oder Gewittern zu rechnen? Die Hauptniederschlagsaktivität beschränkt sich auf die östlichen Landesteile. Wenn die Ausläufer der schwachen Kaltfront die Mittelgebirge erreichen, wird die Luftmasse zum Aufsteigen gezwungen. Dies kann am Nachmittag insbesondere im Oberpfälzer Wald und im Fichtelgebirge zu lokalen Regenschauern oder kurzen Gewittern führen.
Wie entwickeln sich die Sonnenscheindauer und die Bewölkung in den übrigen Regionen? Abseits der betroffenen Mittelgebirge dominieren hohe Sonnenscheinanteile. Während im Osten vereinzelt Schleier- und Quellwolken auftreten, verzeichnen der Westen und der Süden Deutschlands nahezu wolkenlose Bedingungen. Dort wird die maximale Ausbeute von 13 bis 15 Sonnenstunden erreicht.
Welche Temperaturkontraste treten zwischen Nord- und Süddeutschland auf? Durch den Einfluss der Kaltfront sinken die Temperaturen im Norden leicht ab; in Schleswig-Holstein und im nördlichen Niedersachsen werden Höchstwerte von 21 bis 23 Grad erwartet. Im Süden setzt sich die thermische Erwärmung hingegen fort. Entlang der Mosel, der Saar sowie am Rhein und Oberrhein steigen die Temperaturen auf bis zu 34 Grad an.
Welche Strahlungsrisiken ergeben sich durch die wolkenlose Wetterlage? Die UV-B-Belastung ist aktuell hoch. In den sonnenscheinreichen Regionen im Westen und Süden ist die Expositionsgrenze für Hautschäden rasch erreicht, sodass ohne ausreichenden UV-Schutz bereits nach 20 bis 30 Minuten ein Sonnenbrand eintreten kann.
Wie wirkt sich die Witterung auf die Waldbrandgefahr aus? Die anhaltende Trockenheit führt zu einer steigenden Gefahr von Vegetationsbränden. Dieser Trend betrifft vorrangig weite Teile Bayerns sowie die östlichen Bundesländer, wo die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen weiter ansteigen wird.
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