Schlagzeilen

Gefrierender Regen und Glatteis: Vorsicht vor allem im Bergland und Richtung Westerwald

🌀 Isobaren & Strömung

Achtung: Aus Südwesten ziehen Niederschläge auf. Besonders in den höheren Lagen kann es gefrierenden Regen mit Glatteis geben, lokal sind Unwetter möglich. Im Laufe des Tages breiten sich die Niederschläge nordostwärts aus. Während es in den Tieflagen im Südwesten milder wird und kaum noch Glätte zu erwarten ist, besteht in anderen Regionen weiterhin die Gefahr von gefrierendem Regen mit Glatteisbildung. Richtung Westerwald kann es auch in Schnee übergehen, in höheren Lagen sind 1-3 cm Neuschnee möglich. In der Nacht zum Mittwoch ziehen die Niederschläge nordwärts ab, im Westerwald kann es aber noch etwas schneien oder gefrierenden Regen geben.

Stand: 03.02.2026 05:10 Uhr. Deutschland liegt am Rand eines Hochs über Skandinavien, wodurch arktische Polarluft in den Norden und Osten gelangt. Im Westen und Südwesten sorgt ein Kurzwellentrog für wechselhaftes Wetter und mildere Luft. Dieser Trog zieht über die Pyrenäen zu den Westalpen und bringt Niederschläge, die in der Nacht zum Dienstag im Südwesten einsetzen und sich im Laufe des Tages weiter ausbreiten. In höheren Luftschichten erwärmt sich die Luft, während in Bodennähe Kaltluft einsickert. Dadurch fallen die Niederschläge zunächst als gefrierender Regen. Die größten Risiken bestehen vom nördlichen Oberschwaben über die Ostalb bis hin zu den windgeschützten Tallagen der westlichen Mittelgebirge. Am Dienstag verlagert sich der Trog weiter nach Westen. Die Niederschläge greifen auf den Westen und Nordwesten über. Westlich des Rheins entspannt sich die Lage, während weiter östlich gefrierender Regen erwartet wird. Im Spessart, dem zentralen Mittelgebirgsraum, dem Westerwald und dem Rothaargebirge kann es schneien, lokal bis zu 5 cm. In der Nacht zum Mittwoch zieht der Trog in den Norden.

Heute ist mit Niederschlägen zu rechnen, die vor allem im Bergland und im Norden Hessens als Schnee fallen können. Es besteht verbreitet Glatteisgefahr. In der Nacht zum Mittwoch ziehen die Niederschläge nach Norden ab, es bleibt aber weiterhin kalt.

Hintergründe einfach erklärt

Gefrierender Regen

Gefrierender Regen entsteht, wenn Regen durch eine Schicht kalter Luft in Bodennähe fällt, deren Temperatur unter dem Gefrierpunkt liegt. Die Regentropfen unterkühlen, gefrieren aber erst beim Auftreffen auf dem kalten Boden oder Gegenständen schlagartig. Es bildet sich eine gefährliche Eisschicht.

Synoptische Lage

Die aktuelle Wetterlage ist durch das Zusammenspiel eines Hochdruckgebietes über Skandinavien und eines Tiefdruckgebietes über dem Atlantik geprägt. Diese Konstellation führt zu einer Luftmassengrenze über Deutschland, an der milde und kalte Luft aufeinandertreffen und Niederschläge entstehen.

🚦 Warn-Überblick

Region Zeitraum Status Hauptpunkt Trend
NRW Heute Warnung Gefrierender Regen, Glatteis, teils Schnee
Hessen Heute Warnung Glatteisgefahr, besonders im Bergland
RLP/Saarland Heute Warnung Glatteis durch gefrierenden Regen
Nordbayern Heute Warnung Glatteis, Schnee, stürmische Böen
Einordnung auf Basis Warnlage + Modelltrend, Stand: 05:12 Uhr.

HESSEN_REGEN
HESSEN_SCHNEE
HESSEN_WIND
HESSEN_SATELLIT

So wird das Wetter bei uns

Nordrhein-Westfalen

Heute ist mit Glätte durch überfrierende Nässe zu rechnen. Am Morgen zieht von Südwesten Niederschlag auf, der vor allem im Bergland als gefrierender Regen mit Glatteisbildung fallen kann. Im weiteren Tagesverlauf breiten sich die Niederschläge nordostwärts aus, wobei es in den westlichen Tieflagen milder wird und kaum noch Glättegefahr besteht. Richtung Nordosten und in höheren Lagen ist weiterhin mit gefrierendem Regen und Glatteis zu rechnen, im Bergland auch mit Schnee. Im Sauer- und Siegerland sowie in Richtung Weserbergland sind 1-5, lokal bis 8 cm Neuschnee möglich. In der Nacht zum Mittwoch besteht vor allem im Norden, Osten und im Bergland weiterhin Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen (lokal Unwetter möglich). Teilweise fallen noch 1-3 cm Neuschnee. Im Laufe der zweiten Nachthälfte ziehen die Niederschläge nordwärts ab. In Kammlagen sind teils steife bis stürmische Böen bis 65 km/h möglich.

Hessen

Anfangs ist örtlich mit Glätte durch überfrierende Nässe zu rechnen. Am späten Morgen zieht im Südwesten Niederschlag auf, der als gefrierender Regen mit Glatteisbildung fallen kann. Im weiteren Tagesverlauf breiten sich die Niederschläge nordostwärts aus, wobei es in den südwestlichen Tieflagen milder wird und kaum noch Glättegefahr besteht. Ansonsten ist mit gefrierendem Regen und Glatteis zu rechnen, vor allem im Bergland und im Norden von Hessen, wo es eher schneit. Es sind 1-5, lokal bis 8 cm Neuschnee möglich. In der Nacht zum Mittwoch halten die Niederschläge im Norden an und klingen erst in der zweiten Nachthälfte ab. Hier fallen teils nochmal 1-3 cm Neuschnee, teils kann der Schnee auch wieder in gefrierenden Regen mit Glatteis übergehen. In Kammlagen des Berglands sind einzelne steife bis stürmische Böen möglich.

Rheinland-Pfalz & Saarland

Aus Südwesten ziehen Niederschläge auf. Dabei ist außer in tiefen Lagen im Südwesten teils gefrierender Regen mit Glatteis (lokal UNWETTER möglich). Im weiteren Tagesverlauf breiten sich die Niederschläge nordostwärts aus, dabei in südwestlichen Tieflagen Milderung und meist keine Glätte mehr, ansonsten teils gefrierender Regen mit Glatteisbildung, vor allem Richtung Westerwald teils auch Übergang in Schnee, in höheren Lagen 1-3 cm Neuschnee. In der Nacht zum Mittwoch nordwärts abziehende Niederschläge, am längsten noch etwas Schnee oder gefrierender Regen Richtung Westerwald. In Kammlagen des Berglands sind steife bis stürmische Böen möglich.

Nordbayern

Bis zum Vormittag ist gebietsweise mit Glätte durch gefrierende Feuchte oder Nässe zu rechnen. Im westlichen Franken besteht zudem Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Ab dem Nachmittag bis in die Nacht zum Mittwoch ist im nördlichen Franken gebietsweise Glätte durch Schnee und/oder Glatteis durch gefrierenden Regen möglich. Am Nachmittag und Abend sind an der Rhön und im Frankenwald 1-5 cm Neuschnee möglich. Bis zum Abend sind in den Kammlagen der nördlichen und östlichen Mittelgebirge stürmische Böen möglich.

Worauf Sie achten müssen

Nachts vor allem im Bergland Frost. In Hochlagen heute windig. Von Südwesten aufkommender Regen, gebietsweise gefrierender Regen mit Glatteisgefahr (lokal UNWETTER möglich), im Tagesverlauf vor allem im Nordosten teils in Schnee übergehend.

Temperaturen und Aussichten

Die Temperaturen liegen heute zwischen 0 und 5 Grad, im Bergland teils auch darunter. In der Nacht zum Mittwoch sinken die Temperaturen verbreitet unter den Gefrierpunkt.

Tagestiefstwerte

Min Temp

Tageshöchstwerte

Max Temp

☔ Aktuelle Wettercodes

Ort Tag Nacht Wind Einordnung
Frankfurt (Main) 3°C -1°C Leicht früh glatt
Winterberg (Bergland) -1°C -3°C Böen Dauerfrost
Köln (Rheinland) 4°C 0°C Leicht nasskalt
Kassel (Nordhessen) 1°C -4°C Mäßig Glätte
Würzburg (Mainfranken) 2°C -2°C Leicht früh glatt
Ortswerte sind Orientierung, lokale Abweichungen v.a. im Bergland möglich.

Biowetter & Wohlbefinden

Die Wetterlage kann bei einigen Menschen zu Kreislaufbeschwerden führen. Auch die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr kann durch die Glätte beeinträchtigt sein. Achten Sie auf eine angepasste Fahrweise und vermeiden Sie unnötige Belastungen.

💡 Fazit:

Die aktuelle Wetterlage bringt winterliche Verhältnisse mit Glatteisgefahr und Schneefall. Besonders im Bergland und in Nordbayern ist Vorsicht geboten. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und passen Sie Ihr Verhalten den Wetterbedingungen an.

Häufige Fragen

Wie entsteht Glatteis?

Glatteis entsteht durch gefrierenden Regen oder überfrierende Nässe. Dabei gefriert Regen auf dem kalten Boden oder Nässe gefriert bei sinkenden Temperaturen.

Wo ist die Glatteisgefahr am größten?

Die Glatteisgefahr ist besonders in den höheren Lagen der Mittelgebirge und in Nordbayern groß. Auch in den Morgenstunden kann es verbreitet zu Glätte kommen.

Was kann ich tun, um mich vor Glatteis zu schützen?

Vermeiden Sie unnötige Autofahrten und passen Sie Ihre Fahrweise den Bedingungen an. Tragen Sie festes Schuhwerk und streuen Sie gefährdete Bereiche.

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Peter Richter

Peter M. Richter ist freier Fachjournalist und verfügt über mehr als 25 Jahre Expertise in den Bereichen Lokalnachrichten, Meteorologie und Synoptik. Seit 2021 verstärkt er als profilierter Redakteur die Fachredaktion der Meteozentrale. Hier ist er darauf spezialisiert, komplexe Wetterumschwünge zu analysieren und hochpräzise, datenbasierte Unwetterwarnungen für die Öffentlichkeit und Medienpartner aufzubereiten. Seine Mission ist die strikte Verbindung von fundiertem journalistischen Handwerk mit tiefem meteorologischen Know-how. Mit seinen klaren Vorhersagen sorgt Peter M. Richter dafür, dass Leser und Entscheidungsträger rechtzeitig informiert werden, um die Sicherheit bei extremen Naturgewalten zu gewährleisten. More »
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