Ein kräftiger Tiefdruckkomplex mit Kern über den Britischen Inseln organisiert am heutigen Montag, 15. September, eine lebhafte Südwestströmung nach Deutschland. Damit mischt das Tief feuchte, windige Luft an Nord- und Ostseeküste unter, während sich ab der Wochenmitte von Frankreich her der Einfluss eines Hochs andeutet, das zum späten Wochenverlauf wieder deutlich freundlichere und wärmere Bedingungen fördert. Der astronomische Herbst startet übrigens am 22. September um 20:19 Uhr, dann überquert die Sonne den Himmelsäquator nach Süden.
Herbstbeginn? Ja, am Kalender. Aber die Atmosphäre gönnt uns noch eine Verlängerung des Sommergefühls. Heute sind im bayerischen Alpenvorland, teils auch in Sachsen und Brandenburg, 25 bis 27 Grad drin – punktuell fühlt es sich nahezu hochsommerlich an. Gleichzeitig rappelt der Wind: Entlang der Nordseeküste von Niedersachsen bis Schleswig-Holstein bringen Schauerlinien und eingelagerte Gewitter, schwere Böen und hohe Wellen, lokal mit stürmischen Spitzen. Wer dort unterwegs ist – ob am Strand, auf den Inseln oder auf der Fähre – plant bitte mit Respekt vor Wind und See. Die Kombination aus lebhafter Strömung, Schauerstaffeln und durchfeuchteten Böden erhöht kurzfristig die Astbruchgefahr in Alleen und Parks.

So wird das Wetter in den nächsten Tagen
Das Tief westlich von Irland lenkt warme bis mäßig warme Meeresluft nach Deutschland. Nordseeküste: häufig Schauer, kurze Gewitter, schwere Böen; See teils grob. Hamburg & Umgebung: wechselhaft mit sonnigen Fenstern, einzelne kräftige Schauer. Rhein-Main bis Donau-Raum: längere trockene Phasen, freundlich und warm, örtlich um 27 °C. In Mecklenburg-Vorpommern: Schauerneigung, frischer bis starker Südwestwind. (Wind- und Gewitterfokus an der Küste: aktuelle Küstenberichte und Modelle bestätigen die Lage.)

Am Dienstag: Die Strömung dreht vorübergehend auf West: etwas kühlere, wechselhafte Meeresluft setzt sich durch. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ziehen weitere Schauer durch, in Baden-Württemberg und Bayern öfter trocken und freundlich. Der Wind bleibt spürbar, in freien Lagen mit frischen bis starken Böen. Gefühl: herbstlicher – aber (noch) kein graues Dauerszenario.
Ab Donnerstag spürbar wärmer mit Spätsommerfeeling.
Ein Regenband greift auf den Nordwesten Deutschlands über, dabei in Schleswig-Holstein und Niedersachsen häufig nass, im Tagesverlauf ostwärts abklingend. Im Südosten (etwa Oberbayern bis Niederbayern) längere Lichtblicke, nur vereinzelt Schauer. Temperaturen meist moderat – nicht kalt, aber deutlich weniger sommerlich als heute.
Ausblick ab Donnerstag: Das angekündigte Hoch schiebt seinen Keil nach Deutschland. Die Luft trocknet ab, die Sonnenscheindauer steigt, die Temperaturen ziehen bis Freitag/Samstag Richtung 28 bis lokal 30 °C an – ideale Rahmenbedingungen für späte Biergarten-Pläne oder einen Besuch auf der Theresienwiese.
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