Deutschland steht vor einem markanten Wetterwechsel zum Start in den Mai. Zunächst sorgt ein weitreichendes Hochdruckgebiet namens „Winfried“ bundesweit für extrem trockene Luft und ungewöhnlich hohe Temperaturen bis zu 27 Grad Celsius. Durch die anhaltende Trockenheit mit einer relativen Luftfeuchte von gebietsweise unter 20 Prozent steigt die Waldbrandgefahr gravierend an. Ab dem 3. Mai deuten meteorologische Modelle jedoch auf eine Umstellung hin, die teils ergiebigen Niederschlag und einen signifikanten Temperaturrückgang mit sich bringen kann.
Eine markante Wetterumstellung und dessen Folgen
Ein stabiles Hochdruckgebiet, das sich von den Britischen Inseln in Richtung Mitteleuropa verlagert, bestimmt aktuell das Wettergeschehen. Diese synoptische Konstellation führt eine extrem trockene Luftmasse heran. Dabei gelangt mit einer östlichen Strömung vor allem in die Regionen entlang des Rheins und in weite Teile Baden-Württembergs warme Frühlingsluft. Bis zum Wochenende dominiert somit störungsfreies Wetter. Im Vorfeld einer erwarteten Front intensiviert sich die Zufuhr warmer Luftmassen, bevor ab dem 3. Mai tiefdruckgeprägte Einflüsse das Hochdruckwetter zunehmend verdrängen.


Die derzeitige Kombination aus hoher Sonneneinstrahlung, sehr niedriger relativer Luftfeuchte und austrocknenden Ostwinden verschärft die Dürresituation in den oberen Bodenschichten massiv. Dies führt unweigerlich zu einer kritischen Waldbrandlage. Die ab dem 3. Mai berechneten Niederschlagssignale sind für die Vegetation dringend erforderlich, weisen jedoch noch Unsicherheiten in ihrer räumlichen Verteilung auf. Während einige Modelle ergiebige Regensummen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter simulieren, könnten andere Gebiete vorerst niederschlagsfrei bleiben.

Extreme Trockenheit und kritische Waldbrandgefahr
In den kommenden Tagen dominiert landesweit strahlender Sonnenschein. Besonders am Donnerstag und Freitag fällt die relative Luftfeuchte im Rhein-Main-Ballungsraum auf unter 20 Prozent. Der Deutsche Wetterdienst warnt flächendeckend vor einer sehr hohen Waldbrandgefahr der Stufe 4. In Teilen Baden-Württembergs und der Oberrheinebene wird punktuell sogar die höchste Warnstufe 5 erreicht. Auch in Küstenbereichen von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein steigt der Index auf die Stufen 3 bis 4.
Frühsommerliche Höchstwerte zum Maibeginn
Nach lokalem Bodenfrost in den Nächten steigen die Temperaturen tagsüber rasant an. Am 1. Mai werden verbreitet über 20 Grad gemessen. Am Samstag intensiviert sich die Erwärmung: In Berlin und Brandenburg klettert das Thermometer auf 26 Grad, während im Breisgau sowie rund um Karlsruhe Spitzenwerte von bis zu 27 Grad erwartet werden. Lediglich im direkten Ostseeumfeld bleibt es mit 13 bis 19 Grad frischer.

Wetterumstellung und Starkregenpotenzial ab dem 3. Mai
Ab Sonntag, dem 3. Mai, zeichnet sich eine Zweiteilung des Wetters ab. Vom Alpenraum und den westlichen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz her ziehen Wolkenfelder auf, die teils ergiebigen Regen und lokale Gewitter bringen. Meteorologische Berechnungen deuten besonders für Gebiete westlich der Elbe sowie für das Allgäu auf erhebliche Niederschlagssummen hin, die lokal 60 bis 100 Liter auf den Quadratmeter erreichen können. Mit dem Regen fallen die Temperaturen markant ab: In den Niederschlagsgebieten werden lediglich 5 bis 13 Grad erreicht, während es in von der Sonne begünstigten Abschnitten noch bis zu 23 Grad warm bleibt.

Fazit und die Fakte der Änderungen
Die erste Maiwoche bringt nach einer extrem trockenen und frühsommerlich warmen Phase eine spürbare Wetterumstellung. Zwar lindern die prognostizierten Niederschläge ab dem 3. Mai die akute Waldbrandgefahr und die oberflächliche Bodentrockenheit, sie bergen jedoch regional das Potenzial für ergiebigen Regen. Die Temperaturen pendeln sich in der Folge auf einem moderateren, wechselhaften Frühlingsniveau ein.
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