podcast

Markanter Wetterumschwung ab Wochenmitte: Polarluft und ergiebige Schneefälle erwartet

Ab Mittwoch (25. März) beendet eine ausgeprägte Kaltfront das bisherige Frühlingswetter in weiten Teilen Deutschlands. Ein signifikanter Temperaturrückgang und teils ergiebige Niederschläge prägen die zweite Wochenhälfte. Insbesondere im süddeutschen Raum sowie in den südlichen und östlichen Mittelgebirgen werden markante Schneefälle bis in tiefere Lagen prognostiziert. Eine Rückkehr zu stabilen Frühlingswerten ist bis zu den Osterfeiertagen laut aktueller Modellberechnungen unwahrscheinlich.

Die aktuellen Prognosen zeigen eine deutliche Umstellung der Großwetterlage. Welche meteorologischen Prozesse führen zu diesem Kaltlufteinbruch? Hören Sie unseren aktuellen Podcast an.

Die Wetterlage über Europa im Detail. Warum der Winter wiederkommt

Ein blockierendes Hochdruckgebiet über dem Atlantik weitet sich im Laufe der neuen Woche in Richtung Skandinavien aus. Durch diese Konstellation dreht die großräumige Strömung über Mitteleuropa auf Nordwest bis Nord, wodurch hochreichende Polarluft nach Deutschland geführt wird.

Ab Mittwoch (25. März) beendet eine ausgeprägte Kaltfront das bisherige Frühlingswetter in weiten Teilen Deutschlands. Ein signifikanter Temperaturrückgang und teils ergiebige Niederschläge prägen die zweite Wochenhälfte. Insbesondere im süddeutschen Raum sowie in den südlichen und östlichen Mittelgebirgen werden markante Schneefälle bis in tiefere Lagen prognostiziert. Eine Rückkehr zu stabilen Frühlingswerten ist bis zu den Osterfeiertagen laut aktueller Modellberechnungen unwahrscheinlich.
DAs ECMWF zeigt deutliche Anzeichen für neuen Schnee ab dem 25.März.

Im Zuge dieses Vorstoßes kann sich über Norditalien ein Genua-Tief bilden. Sollte dieses Tief eine 5b-ähnliche Zugbahn in Richtung Polen einschlagen, gleitet feucht-milde Mittelmeerluft auf die herangeführte Kaltluft auf. Dies führt zu intensiven und langanhaltenden Stauniederschlägen, primär an den Alpen und im ostdeutschen Bergland.

Regionale Prognosen: Hier gibt es Neuschnee bis in tiefe Lagen

Nord- und Westdeutschland

Nach dem Frontdurchgang am Mittwoch stellt sich im Nordwesten kühles Rückseitenwetter ein. Bei Höchstwerten zwischen 6 und 10 Grad ziehen wiederholt Schauer durch, die an den Küsten von starken bis stürmischen Windböen begleitet werden. In Rheinland-Pfalz sinkt die Schneefallgrenze spürbar ab: In den höheren Lagen der Eifel (um Prüm und Daun) sowie im Hunsrück (Raum Hermeskeil) muss ab Donnerstag mit teils kräftigen Graupel- und Schneeschauern sowie lokaler Glätte gerechnet werden.

Mitteleuropäische Übergangszone (Hessen & Franken)

Während zu Wochenbeginn in Wärmeinseln wie dem Maintal um Frankfurt oder an der Bergstraße nochmals bis zu 15 Grad erreicht werden, fallen die Werte ab der Wochenmitte in den einstelligen Bereich. Mit Eintreffen der Kaltluft geht der Niederschlag in den Hochlagen des Taunus (Großer Feldberg), des Vogelsbergs und der Rhön (Wasserkuppe) in Schnee über.

Ab Mittwoch (25. März) beendet eine ausgeprägte Kaltfront das bisherige Frühlingswetter in weiten Teilen Deutschlands. Ein signifikanter Temperaturrückgang und teils ergiebige Niederschläge prägen die zweite Wochenhälfte. Insbesondere im süddeutschen Raum sowie in den südlichen und östlichen Mittelgebirgen werden markante Schneefälle bis in tiefere Lagen prognostiziert. Eine Rückkehr zu stabilen Frühlingswerten ist bis zu den Osterfeiertagen laut aktueller Modellberechnungen unwahrscheinlich.
Auch in der hessischen Rhön kommt der Winter zurück. Hier als Beispiel Tann in der Rhön

Ähnlich stellt sich die Lage in Oberfranken dar: Im Fichtelgebirge und im Frankenwald dominiert ab Donnerstag winterliches Wetter mit Schneeschauern und potenziellen Schneeverwehungen auf exponierten Kämmen.

Süden und Südosten (Alpenraum & Bayerischer Wald)

Besonders markant fällt der Wetterwechsel im Südosten aus. Ab der Nacht zum Donnerstag setzen im Bayerischen Wald (um den Großen Arber) sowie an den gesamten Alpen ergiebige Dauerniederschläge ein, die rasch in Schnee übergehen.

Ab Mittwoch (25. März) beendet eine ausgeprägte Kaltfront das bisherige Frühlingswetter in weiten Teilen Deutschlands. Ein signifikanter Temperaturrückgang und teils ergiebige Niederschläge prägen die zweite Wochenhälfte. Insbesondere im süddeutschen Raum sowie in den südlichen und östlichen Mittelgebirgen werden markante Schneefälle bis in tiefere Lagen prognostiziert. Eine Rückkehr zu stabilen Frühlingswerten ist bis zu den Osterfeiertagen laut aktueller Modellberechnungen unwahrscheinlich.
Die 14 Tage Prognose zeigt das Drama. Schnee und Wind zeigen die Modelle aktuell, dabei sind vor allem am Alpenrand Schneeverwehungen möglich.

Die aktuellen meteorologischen Modelle deuten auf erhebliche Schneesummen oberhalb von 800 Metern hin. Je nach genauer Zugbahn des Tiefdrucksystems können sich die intensiven Schneefälle auch bis weit in das Alpenvorland und das südliche Flachland Bayerns ausdehnen.

Ab Mittwoch (25. März) beendet eine ausgeprägte Kaltfront das bisherige Frühlingswetter in weiten Teilen Deutschlands. Ein signifikanter Temperaturrückgang und teils ergiebige Niederschläge prägen die zweite Wochenhälfte. Insbesondere im süddeutschen Raum sowie in den südlichen und östlichen Mittelgebirgen werden markante Schneefälle bis in tiefere Lagen prognostiziert. Eine Rückkehr zu stabilen Frühlingswerten ist bis zu den Osterfeiertagen laut aktueller Modellberechnungen unwahrscheinlich.
Das ECMWF zeigt vor allem am Alpenrand erhebliche Neuschneemengen

Fazit mit Ausblick

Die eingefahrene, unbeständige und kühle Nordwest- bis Nordlage verfestigt sich voraussichtlich bis zum übernächsten Wochenende. Nach Auswertung der Langfristmodelle herrscht in der Troposphäre weiterhin eine Temperaturanomalie im negativen Bereich vor. Signifikante Frühlingswärme ist für Deutschland im Vorfeld des Osterfestes derzeit nicht in Sicht.

Keine Unwetterwarnung mehr verpassen!

Unterstützen Sie unsere unabhängige Redaktion: Fügen Sie die Meteozentrale mit nur einem Klick als bevorzugte Nachrichtenquelle in Ihrer Google-Suche hinzu. So erhalten Sie unsere Warnungen bei kritischen Wetterlagen garantiert immer sofort als Erstes.

Bei Google als bevorzugt markieren

Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 professionell komplexe Wetterphänomene. Sein meteorologischer Schwerpunkt liegt auf der Synoptik und der Erstellung präziser Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH, wo er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 als Chef-Meteorologe die fachliche Leitung innehatte. In dieser Zeit kooperierte er unter anderem mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann, um präzise Unwetterwarnungen für die Schweiz und Deutschland bereitzustellen (dokumentiert im Wikipedia-Eintrag von Kachelmann). Im Anschluss begleitete er maßgeblich den Aufbau der Meteoleitstelle Hessen, wo er bis heute seine Expertise bei der Auswertung lokaler Wettermodelle und der Herausgabe von verlässlichen Unwetterwarnungen einbringt. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig auf seinen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
- Anzeige -
- Anzeige / Empfehlungen -
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"