Ab Mittwoch (25. März) beendet eine ausgeprägte Kaltfront das bisherige Frühlingswetter in weiten Teilen Deutschlands. Ein signifikanter Temperaturrückgang und teils ergiebige Niederschläge prägen die zweite Wochenhälfte. Insbesondere im süddeutschen Raum sowie in den südlichen und östlichen Mittelgebirgen werden markante Schneefälle bis in tiefere Lagen prognostiziert. Eine Rückkehr zu stabilen Frühlingswerten ist bis zu den Osterfeiertagen laut aktueller Modellberechnungen unwahrscheinlich.
Die Wetterlage über Europa im Detail. Warum der Winter wiederkommt
Ein blockierendes Hochdruckgebiet über dem Atlantik weitet sich im Laufe der neuen Woche in Richtung Skandinavien aus. Durch diese Konstellation dreht die großräumige Strömung über Mitteleuropa auf Nordwest bis Nord, wodurch hochreichende Polarluft nach Deutschland geführt wird.

Im Zuge dieses Vorstoßes kann sich über Norditalien ein Genua-Tief bilden. Sollte dieses Tief eine 5b-ähnliche Zugbahn in Richtung Polen einschlagen, gleitet feucht-milde Mittelmeerluft auf die herangeführte Kaltluft auf. Dies führt zu intensiven und langanhaltenden Stauniederschlägen, primär an den Alpen und im ostdeutschen Bergland.
Regionale Prognosen: Hier gibt es Neuschnee bis in tiefe Lagen
Nord- und Westdeutschland
Nach dem Frontdurchgang am Mittwoch stellt sich im Nordwesten kühles Rückseitenwetter ein. Bei Höchstwerten zwischen 6 und 10 Grad ziehen wiederholt Schauer durch, die an den Küsten von starken bis stürmischen Windböen begleitet werden. In Rheinland-Pfalz sinkt die Schneefallgrenze spürbar ab: In den höheren Lagen der Eifel (um Prüm und Daun) sowie im Hunsrück (Raum Hermeskeil) muss ab Donnerstag mit teils kräftigen Graupel- und Schneeschauern sowie lokaler Glätte gerechnet werden.
Mitteleuropäische Übergangszone (Hessen & Franken)
Während zu Wochenbeginn in Wärmeinseln wie dem Maintal um Frankfurt oder an der Bergstraße nochmals bis zu 15 Grad erreicht werden, fallen die Werte ab der Wochenmitte in den einstelligen Bereich. Mit Eintreffen der Kaltluft geht der Niederschlag in den Hochlagen des Taunus (Großer Feldberg), des Vogelsbergs und der Rhön (Wasserkuppe) in Schnee über.

Ähnlich stellt sich die Lage in Oberfranken dar: Im Fichtelgebirge und im Frankenwald dominiert ab Donnerstag winterliches Wetter mit Schneeschauern und potenziellen Schneeverwehungen auf exponierten Kämmen.
Süden und Südosten (Alpenraum & Bayerischer Wald)
Besonders markant fällt der Wetterwechsel im Südosten aus. Ab der Nacht zum Donnerstag setzen im Bayerischen Wald (um den Großen Arber) sowie an den gesamten Alpen ergiebige Dauerniederschläge ein, die rasch in Schnee übergehen.

Die aktuellen meteorologischen Modelle deuten auf erhebliche Schneesummen oberhalb von 800 Metern hin. Je nach genauer Zugbahn des Tiefdrucksystems können sich die intensiven Schneefälle auch bis weit in das Alpenvorland und das südliche Flachland Bayerns ausdehnen.

Fazit mit Ausblick
Die eingefahrene, unbeständige und kühle Nordwest- bis Nordlage verfestigt sich voraussichtlich bis zum übernächsten Wochenende. Nach Auswertung der Langfristmodelle herrscht in der Troposphäre weiterhin eine Temperaturanomalie im negativen Bereich vor. Signifikante Frühlingswärme ist für Deutschland im Vorfeld des Osterfestes derzeit nicht in Sicht.
Keine Unwetterwarnung mehr verpassen!
Unterstützen Sie unsere unabhängige Redaktion: Fügen Sie die Meteozentrale mit nur einem Klick als bevorzugte Nachrichtenquelle in Ihrer Google-Suche hinzu. So erhalten Sie unsere Warnungen bei kritischen Wetterlagen garantiert immer sofort als Erstes.
⭐ Bei Google als bevorzugt markieren





