Der Riesenbärenklau, auch bekannt als Herculesstaude oder wissenschaftlich Heracleum mantegazzianum, ist eine imposante Pflanze, die bis zu vier Meter hoch wachsen kann. Auf den ersten Blick sieht sie vielleicht harmlos aus – grüne Stängel, große Blätter und prachtvolle weiße Blüten. Doch Vorsicht: Diese Pflanze birgt eine ernsthafte Gefahr für Menschen. Der Pflanzensaft kann bei Hautkontakt und Sonneneinstrahlung schwere Verbrennungen verursachen, die nicht nur schmerzhaft sind, sondern auch langfristige Hautschäden hinterlassen können.
Warum ist der Riesenbärenklau so gefährlich?
Der Saft des Riesenbärenklaus enthält phototoxische Substanzen, sogenannte Furanocumarine. Diese Stoffe reagieren mit ultraviolettem Licht und führen zu einer sogenannten phototoxischen Reaktion. Das bedeutet: Kommt der Pflanzensaft auf die Haut und wird diese anschließend dem Sonnenlicht ausgesetzt, entstehen schmerzhafte Verbrennungen, Blasen und dauerhafte Verfärbungen.
Menschen, die mit der Pflanze in Berührung kommen, sollten daher sofort handeln: Die betroffene Hautstelle muss gründlich mit Seife und Wasser gewaschen werden. Danach sollte direkte Sonnenbestrahlung vermieden und möglichst schnell ein Arzt aufgesucht werden.
Vorkommen und Verbreitung des Riesenbärenklaus
Der Riesenbärenklau stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, hat sich aber mittlerweile in vielen Teilen Europas und Nordamerikas stark ausgebreitet. Die Pflanze bevorzugt feuchte Standorte wie Flussufer, Wegränder und Brachflächen. Besonders problematisch ist, dass sie sich sehr schnell ausbreitet: Eine einzelne Pflanze kann bis zu 6000 Samen produzieren, die bis zu 20 Jahre keimfähig bleiben.

Die Samen sind zudem schwimmfähig und können so über Gewässer große Distanzen zurücklegen, was die Ausbreitung zusätzlich fördert. Da der Riesenbärenklau heimische Pflanzen verdrängt und die Biodiversität gefährdet, gilt er als invasive Art und wird von Naturschutzbehörden bekämpft.
Warum ist der Riesenbärenklau auch im Garten problematisch?
Immer öfter taucht der Riesenbärenklau nicht nur in der freien Natur auf, sondern auch in privaten Gärten. Viele Gartenbesitzer unterschätzen die Gefahr, da die Pflanze auf den ersten Blick attraktiv wirkt.

Doch hier lauert eine große Falle: Häufig wird versucht, den Bärenklau mit dem Rasenmäher zu schneiden. Das ist aber genau der falsche Weg! Denn durch das Mähen werden die Pflanzenteile verletzt, und der giftige Saft tritt aus. Außerdem treibt die Pflanze nach dem Mähen oft noch stärker aus und kann so den Garten regelrecht überwuchern.
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