Der Winter zeigt sich von seiner harschen Seite: Tief „Elli“ sorgt in weiten Teilen Deutschlands für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Während die Deutsche Bahn im Norden den Fernverkehr komplett einstellen musste, kämpft Großbritannien mit den Folgen von Sturm „Goretti“. Doch aus Hessen gibt es erste vorsichtige Entwarnungen.
Der Wintereinbruch stellt Reisende und Pendler heute auf eine harte Geduldsprobe. Schnee, Eisglätte und Sturmböen haben die Verkehrsinfrastruktur in Norddeutschland und Großbritannien empfindlich getroffen. Die Situation bleibt dynamisch, und auch wenn sich mancherorts die Lage entspannt, ist an ein normales Vorankommen vielerorts noch nicht zu denken.
Stillstand auf der Schiene im Norden
Wer heute im Norden Deutschlands mit der Bahn reisen wollte, strandete vielerorts am Bahnhof. Die Deutsche Bahn sah sich gezwungen, den Fernverkehr in Norddeutschland bis auf Weiteres komplett einzustellen. Die Witterungsbedingungen lassen einen sicheren Betrieb derzeit nicht zu.

Die Einschränkungen beschränken sich jedoch nicht nur auf den Norden. Laut aktuellen Mitteilungen der Bahn müssen sich Reisende auch in Ostdeutschland im tagesverlauf auf witterungsbedingte Ausfälle und Verspätungen einstellen. Einen Lichtblick gibt es lediglich für die Hauptstadtregion: Für Berlin und Brandenburg konnte bereits Entwarnung gegeben werden – hier läuft der Verkehr weitgehend stabil.
Aufatmen auf Hessens Autobahnen
Ein anderes Bild zeigt sich auf den Straßen in Hessen. Nachdem am frühen Morgen querstehende und festgefahrene Lastwagen für ein Verkehrschaos auf den Autobahnen A4, A5 und A7 in Osthessen gesorgt hatten, kehrt nun langsam wieder Normalität ein.
Wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Fulda bestätigte, lösen sich die Staus auf. Die Einsatzkräfte konnten die blockierten Fahrzeuge befreien, sodass die A4 und A5 zwischen den wichtigen Verkehrsknotenpunkten Kirchheimer und Hattenbacher Dreieck wieder frei befahrbar sind. Auch auf der A7 zwischen Homberg und Bad Hersfeld rollt der Verkehr wieder, wenn auch vorerst nur einspurig. Die Polizei spricht von einer langsamen, aber stetigen Entspannung der Lage.
„Goretti“ sorgt für Dunkelheit und Flugausfälle in Großbritannien
Ein Blick über den Ärmelkanal zeigt, dass das Wetterphänomen – dort unter dem Namen „Goretti“ bekannt – auch in Großbritannien massive Schäden anrichtet. Die Auswirkungen sind im Alltag drastisch spürbar:
- Stromausfälle: Nach Angaben des Netzbetreibers National Grid sitzen am Vormittag mehr als 55.000 Haushalte im Dunkeln. Besonders betroffen sind der Südwesten Englands und die westlichen Midlands.
- Öffentliches Leben: Zahlreiche Schulen blieben geschlossen, und umgestürzte Bäume sowie beschädigte Leitungen machen viele Straßen unpassierbar. In Cornwall appellierten die Behörden an die Bürger, auf alle nicht notwendigen Reisen zu verzichten.
- Luftverkehr: Am Drehkreuz London-Heathrow kam es zu massiven Streichungen. Laut der Nachrichtenagentur PA wurden mindestens 69 Starts und Landungen annulliert, wobei vor allem Kurzstrecken der British Airways betroffen sind. Rund 9.000 Passagiere müssen umplanen – darunter auch Reisende mit Zielen in Deutschland, wie die Anzeigetafeln des Flughafens bestätigen.
Fazit und Ausblick
Während sich die Lage auf den hessischen Straßen beruhigt, bleibt die Situation im Bahnverkehr im Norden und im Flugverkehr von und nach Großbritannien angespannt. Reisenden wird dringend empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die digitalen Auskunftsmedien der Deutschen Bahn und der Fluggesellschaften über den aktuellen Status ihrer Verbindung zu informieren. Es ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen von „Elli“ und „Goretti“ den Verkehr noch den restlichen Tag über beeinträchtigen werden.
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