Faktencheck

Wetter-Experten sprechen von einer gewaltigen Frostkeule.

Der Winter, der bis jetzt nicht kam: Eine ironische Betrachtung der deutschen Wetterlage

Aktuell schlägt das Wetter über Deutschland Wellen von… Langeweile. Ja, Sie haben richtig gelesen: Langeweile. Während wir uns in unserer gemütlichen Stube an den letzten Resten des Winters festhalten, flüstern die selbst ernannten Wetterexperten vom nahenden Weltuntergang – oder zumindest von einer gewaltigen Frostkeule, die uns direkt in eine neue Eiszeit katapultieren soll.

Internetforen und Social Media platzen aus allen Nähten mit diesen prophetischen Warnungen, die bei manch einem Bürger regelrechte Panikattacken auslösen. Man könnte meinen, wir stehen kurz davor, von einem sibirischen Hoch überrannt zu werden, das so kalt ist, dass selbst die Mammuts in ihren Gräbern frösteln würden.

Der Winter, der nie kam, ist der neue Fernseher ohne Fernbedienung – unnötig und langweilig! Trotz düsterer Warnungen über Frostkeulen, die sogar Mammuts frösteln lassen würden, bleibt Deutschland schneefrei. Während sich die Wetter-Experten wie auf die letzte Tube Sonnencreme stürzen, müssen wir wohl bald die kurzen Hosen auspacken, weil der Winter ein arrogantes „Ich bleib mal weg“ spielt. Ironisch, aber wahr!
Das ECMWF sieht in der Tat einen Zustrom von kalten Luftmassen aus Russland, welche sich bis zum 17. Februar nach Deutschland verirren können. Sicher ist dies jedoch bisher nicht. Zumal sich die Frost-Temperaturen mit -5 bis -8 Grad im Rahmen halten werden.

Doch halt! Bevor Sie sich in den nächsten Wintermantel vergraben und beginnen, Vorräte für die bevorstehende Eiszeit anzulegen, schauen wir uns die andere Seite der Medaille an. Diese sogenannte „Frostkeule“ könnte sich nämlich als das meteorologische Äquivalent zu einem fluffigen Schaumlager entpuppen.

Der Winter, der nie kam, ist der neue Fernseher ohne Fernbedienung – unnötig und langweilig! Trotz düsterer Warnungen über Frostkeulen, die sogar Mammuts frösteln lassen würden, bleibt Deutschland schneefrei. Während sich die Wetter-Experten wie auf die letzte Tube Sonnencreme stürzen, müssen wir wohl bald die kurzen Hosen auspacken, weil der Winter ein arrogantes „Ich bleib mal weg“ spielt. Ironisch, aber wahr!
Das US Modell GFS sieht aktuell einen milden Verlauf über Deutschland, welche die frostigen Temperaturen auf Distanz halten werden. Die Frostkeule wird zum Schaumschläger.

Der größte Wetter-Experte, der sich mit einem Eifer in die Materie stürzt, als ob es um die letzte Tube Sonnencreme auf dem Planeten geht, spricht von einem russischen Hoch. Nun ja, dieses Hoch ist in der Tat extrem kalt – aber, und das ist das entscheidende „aber“, es ist in Sibirien kalt! Wo es immer kalt ist. Das ist so überraschend wie die Tatsache, dass der Papst katholisch ist.

Der Winter, der nie kam, ist der neue Fernseher ohne Fernbedienung – unnötig und langweilig! Trotz düsterer Warnungen über Frostkeulen, die sogar Mammuts frösteln lassen würden, bleibt Deutschland schneefrei. Während sich die Wetter-Experten wie auf die letzte Tube Sonnencreme stürzen, müssen wir wohl bald die kurzen Hosen auspacken, weil der Winter ein arrogantes „Ich bleib mal weg“ spielt. Ironisch, aber wahr!
Die aktuelle Neuschnee-Prognose zeigt keinerlei aktivitäten von Frua Holle in Deutschland. Dies bedeutet, das zumindest bis zum 18. Februar mit trockenem Wetter zu rechnen ist.

Die Realität ist, dass wir in Deutschland bestenfalls die Spitze dieses eisigen Berges zu spüren bekommen. Und wenn man dem GFS-Wettermodell Glauben schenken darf – und das tun nur diejenigen, die auch Lottozahlen für seriös halten – dann wird uns zeitnah eher milde Luft umwehen. Also, keine Schneestürme, keine eisigen Temperaturen, sondern vielleicht ein Hauch von Frühling, bevor der Winter überhaupt richtig begonnen hat.

Eines ist fast sicher: Es wird in diesem „katastrophalen“ Winter weder Schnee noch Regen geben. Das Einzige, was uns an den Winter erinnert, ist der leichte Frost in der Nacht, der gerade genug ist, um den Morgenparkplatz der Autos ein wenig dekorativer zu machen, aber nicht genug, um wirklich von Winter zu sprechen.

So bleibt uns nur die Ironie eines Winters ohne Winter, ein Wetter, das so unspektakulär ist, dass es selbst die Nachrichten kaum wert ist. Vielleicht ist es ja an der Zeit, dass wir uns weniger auf die frostigen Prognosen verlassen und mehr auf die Realität, die uns zeigt, dass manchmal der größte Sturm der ist, den wir uns selbst ausmalen.

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Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 professionell komplexe Wetterphänomene. Sein meteorologischer Schwerpunkt liegt auf der Synoptik und der Erstellung präziser Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH, wo er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 als Chef-Meteorologe die fachliche Leitung innehatte. In dieser Zeit kooperierte er unter anderem mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann, um präzise Unwetterwarnungen für die Schweiz und Deutschland bereitzustellen (dokumentiert im Wikipedia-Eintrag von Kachelmann). Im Anschluss begleitete er maßgeblich den Aufbau der Meteoleitstelle Hessen, wo er bis heute seine Expertise bei der Auswertung lokaler Wettermodelle und der Herausgabe von verlässlichen Unwetterwarnungen einbringt. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig auf seinen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
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