Deutschland präsentiert sich an diesem Wochenende im Griff einer markanten Wetterdreiteilung. Während ein blockierendes Hoch “Daniel” über Skandinavien und Nordwestrussland kalte Kontinentalluft nach Osten lenkt, dringen Tiefausläufer vom Nordatlantik in den Westen vor und bringen mildere, feuchte Luft. Die daraus resultierende südöstliche Strömung führt zu einem komplexen Zusammenspiel von Frost, Glatteis und Nebel, das besondere Vorsicht erfordert.
Diese blockierende Wetterlage, bei der eine Antizyklone (Hochdruckgebiet) den Zug von Tiefdruckgebieten behindert, sorgt für eine stabile, aber auch gefährliche Situation. Die Fronten der Tiefdruckgebiete lösen sich über Deutschland tendenziell auf, was die Vorhersage der Niederschlagsphasen und -mengen erschwert.
[ml_map url=”https://meteozentrale.de/wp-content/uploads/2026/02/ecmwf_pressure_latest.png” caption=”Analyse: Isobaren & Druckgebilde Europa (ECMWF)”]
Luftdruckverteilung in Europa: Hoch “Daniel” blockiert den Weg für Tiefdruckgebiete.
[ml_dashboard verkehr=”ROT|Im Nordwesten und Osten besteht Glatteisgefahr. Im Süden Nebel.” wind=”GELB|An den Küsten sind starke, teils stürmische Böen möglich.” natur=”ROT|Glatteis im Nordwesten, Frost im Osten, Nebel im Süden.”]
Synoptische Übersicht
Die Großwetterlage (GWL) SEa bestimmt das Wettergeschehen. Hoch “Daniel” mit einem Kerndruck von knapp über 1037 hPa dominiert das Geschehen in Nordosteuropa. An der Nordwestspitze von Irland liegt Tief “Patricia I”, dessen Okklusion (Zusammenschluss von Kalt- und Warmfront) dichte Bewölkung und gebietsweise Niederschläge in den Westen und Nordwesten gebracht hat.
Die Strömung ist über Deutschland südöstlich ausgerichtet. Im Nordosten wird kalte Kontinentalluft mit einer Temperatur in 850 hPa (ca. 1500m Höhe) von -3 bis -10 Grad herangeführt. Nach Westen hin wird diese Strömung untergraben, wodurch mildere Luft mit einer Temperatur in 850 hPa knapp unter oder knapp über dem Gefrierpunkt einfließt.
Die Niederschläge fallen in unterschiedlichen Phasen: Im Westen als Regen, im Übergangsbereich zum Osten als Schnee oder gefrierender Regen. Besonders im Bereich zwischen Emsland und Weserbergland besteht die Gefahr von gefrierendem Regen, der zu Glatteis führen kann.
Warnlage und Detailprognose
Die Karte der signifikanten Wetterlagen zeigt im Nordwesten Glatteis, im Osten Frost und im Süden Nebel.
* Nordrhein-Westfalen (NRW): Bis zum Vormittag und in der Nacht zum Montag im Nordosten gefrierender Regen mit Glatteisbildung möglich. Zudem im Osten anfangs und in der Nacht zum Montag leichter Frost und Glätte. Im Münsterland bis zum Sauerland gebietsweise leichter Frost.
* Hessen: Bis zum Vormittag örtlich gefrierender Regen mit Glatteisbildung möglich. Zudem anfangs gebietsweise und in der Nacht zum Montag verbreitet leichter Frost und Glätte. Vereinzelt Nebel. NEWS-QUELLE [Hessenschau]: Die mögliche Bombe in Darmstadt führte zu einer 15-stündigen Sperrung.
* Rheinland-Pfalz (RLP): Bis zum Vormittag und in der Nacht zum Montag gebietsweise Frost und Glätte, vor allem im Bergland. Gebietsweise Nebelbildung, tagsüber zögerlich auflösend.
* Bayern: Anfangs gebietsweise Glätte und Nebel. Tagsüber meist trüb, lokal geringer Regen oder Schnee. Nur an den Alpen Sonne.
“Januarfrost und Winterkälte sind des Bauern beste Beihilfe.”
Ausblick auf die Nacht
In der Nacht zum Sonntag ist weiterhin mit Glätte, Nebel und Frost zu rechnen. Im Nordwesten dauern die leichten gefrierenden Niederschläge an, wodurch die Glatteisgefahr bestehen bleibt. Im Rest der Republik bildet sich dichter Hochnebel oder Bodennebel, besonders im Süden. Im äußersten Nordosten sind klare Momente möglich. Im Westen kann es vereinzelt regnen, im Bergland von NRW/Nordhessen ist lokal gefrierender Niederschlag nicht ausgeschlossen.
* Montag: Stark bewölkt oder wolkig, vor allem im Westen und Süden zeitweise Regen. Im Osten zwischen -1 und 5 Grad, westlich des Rheins bis 7 Grad.
* Dienstag: Wechselnd bewölkt. Ausgangs der Nacht aufziehender Regen, gebietsweise gefrierend mit Glatteisgefahr. Abkühlung auf 1 bis -6 Grad.
* Mittwoch: Unbeständig mit Niederschlägen.
Deutschland erlebt ein Wochenende der Gegensätze mit Glatteisgefahr im Nordwesten, Frost im Osten und Nebel im Süden, wobei die blockierende Wetterlage für anhaltende Herausforderungen sorgt.
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