Panorama

Droht in der Eifel neues Hochwasser? DWD warnt vor Dauerregen in der Region.

Der Deutsche Wetterdienst hat eine aktuelle Warnung vor unwetterartigen Niederschlägen unter anderem im Bereich der Eifel aktiviert. Im Juli 2021 wurde die Eifel von verheerenden Hochwasserereignissen heimgesucht, die auf extreme Niederschläge zurückzuführen waren.

Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits im Vorfeld vor Unwettern gewarnt, doch die Intensität und Schnelligkeit des Anstiegs der Wasserstände überraschten viele. Am 14. und 15. Juli fielen in einigen Regionen der Eifel innerhalb weniger Stunden so viele Niederschläge, wie normalerweise in einem ganzen Monat. Dies führte zu überfluteten Straßen, zerstörten Brücken und evakuierten Gemeinden. Insbesondere die Orte Ahrweiler und Bad Neuenahr waren stark betroffen, wo das Wasser ganze Häuser mitriss und große Sachschäden verursachte. In diesem Fall kann man jedoch zum jetzigen Zeitpunkt Entwarnung geben, so viel Wasser wie im Jahr 2021 wird definitiv nicht vom Himmel fallen. Dennoch kann es lokal zu Überflutungen kommen.

DWD MSc-Meteorologe Thore Hansen erläutert die bevorstehende Unwettersituation durch zum Teil ergiebige Regenfälle und Sturm (Stand: Mittwoch, 09.10.2024, 11:30 Uhr).

Aktuelle Wetterwarnung des DWD für die Region Eifel

Die Warmfront eines Sturmtiefs, das sich von der Biskaya her nähert, greift heute auf Rheinland-Pfalz und das Saarland über und bringt milde, aber auch sehr feuchte Luft mit sich. In der Nacht zum Donnerstag zieht das Tief rasch nordostwärts durch.

Der Deutsche Wetterdienst hat eine aktuelle Warnung vor unwetterartigen Niederschlägen unter anderem im Bereich der Eifel aktiviert. Im Juli 2021 wurde die Eifel von verheerenden Hochwasserereignissen heimgesucht, die auf extreme Niederschläge zurückzuführen waren.
Es tritt ergiebiger Dauerregen auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 50 l/m² und 70 l/m² erwartet. In Staulagen werden Mengen um 80 l/m² erreicht.

Wettervorhersage

Am Donnerstag fließt rückseitig kühlere Meeresluft ein. Bis Donnerstagvormittag wird anhaltender Regen mit dem Schwerpunkt der Niederschläge in der Nacht zum Donnerstag erwartet.

  • Niederschlagsmengen:
    • Außer im Südosten werden verbreitet 30 bis 50 l/qm prognostiziert.
    • In der Eifel und Hunsrück sind sogar 50 bis 70 l/qm möglich.
    • Vereinzelt, in Staulagen im Bergland, könnte es bis zu 80 l/qm geben, jedoch ist dies gering wahrscheinlich.

Gewittergefahr

Im Tagesverlauf des Donnerstags könnte es im Süden zu einzelnen Gewittern kommen, die mit Böen von etwa 50 km/h verbunden sind. Diese Wetterentwicklung kann insbesondere für Personen, die sich im Freien aufhalten oder reisen, eine gewisse Gefahr darstellen.

Fazit

Die aktuellen Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für die Eifel erfordern erhöhte Aufmerksamkeit. Obwohl die Niederschläge nicht das Ausmaß der verheerenden Hochwasserereignisse im Juli 2021 erreichen werden, sind örtliche Überflutungen möglich. Die angekündigten Regenmengen von bis zu 80 l/m² in Staulagen sowie die Gefahr von Gewittern mit Böen von ca. 50 km/h stellen ein Risiko dar, speziell für Personen, die sich im Freien aufhalten. Es ist ratsam, sich auf die wechselhaften Bedingungen einzustellen, Aktivitäten im Freien sorgfältig zu planen und die aktuellen Wetterwarnungen zu verfolgen, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten.

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Thomas Arnold

Thomas Arnold (Jahrgang 1966) ist ein renommierter Nachrichtenjournalist und verfügt über mehr als 30 Jahre Expertise in der regionalen Berichterstattung sowie der Kommunikation von Sicherheits- und Gefahrenlagen. Nach seiner fundierten Ausbildung in namhaften Verlagshäusern baute er seine Laufbahn als Lokal- und Krisenreporter für diverse Tageszeitungen im In- und Ausland sukzessive aus. Diese tiefgreifende journalistische Praxis schärfte seinen Blick für präzise, faktenbasierte Informationsvermittlung. Heute verantwortet er als profilierter Redakteur das Ressort Lokalnachrichten und Regionalberichterstattung der Meteozentrale. Mit seiner Fähigkeit, komplexe meteorologische Sachverhalte und kritische Warnlagen schnell, klar und handlungsorientiert aufzubereiten, ist er eine maßgebliche journalistische Stimme für Öffentlichkeit und Medienpartner. More »
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