Eine Wettersituation von besonderer Brisanz braut sich über Mitteleuropa zusammen und rückt vor allem den Südwesten Deutschlands in den Fokus. Die Meteoleitstelle beobachtet die Entwicklung minütlich, denn die Prognosen deuten auf ein Extremereignis hin: Innerhalb von nur 36 Stunden könnte in manchen Regionen so viel Regen fallen wie sonst im gesamten September. Es ist eine Lage, die höchste Aufmerksamkeit erfordert. Doch was genau macht dieses heranziehende Tiefdruckgebiet so potent?

Zwei Tiefs im unheilvollen Zusammenspiel
Die aktuelle Wetterdynamik lässt sich als ein perfekt aufeinander abgestimmtes, aber leider gefährliches Zusammenspiel zweier Tiefdrucksysteme beschreiben. Über Italien hat sich ein Tief festgesetzt, das wie eine riesige Pumpe agiert. Es schaufelt warme und extrem feuchte Luftmassen aus dem Mittelmeerraum direkt nach Deutschland. Diese feuchte Luft allein ist der Treibstoff für den Regen.

Gleichzeitig nähert sich von Frankreich ein weiteres, sehr ausgeprägtes Tiefdruckgebiet. Dieses System sorgt in höheren Luftschichten für eine starke Hebung der ankommenden feuchten Luft. Man kann es sich wie einen Motor vorstellen, der den Treibstoff ansaugt und zur Explosion bringt: Die feuchte Luft wird gezwungen, schnell aufzusteigen, kühlt dabei ab und entlädt ihre gesamte Fracht in Form von massivem, langanhaltendem Regen. Genau diese Kombination macht die bevorstehenden Niederschläge so ergiebig und potenziell gefährlich.

Was auf uns zukommt: Regenmengen und ihre Folgen
Ab Dienstagabend intensivieren sich die Niederschläge vor allem vom Saarland über die Rheinpfalz und Südhessen bis in das nördliche Baden-Württemberg. Im Laufe des Mittwochs erreicht das Ereignis seinen Höhepunkt. Die Modelle berechnen Regenmengen, die es in sich haben: Lokal können zwischen 50 und 90 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 bis 36 Stunden zusammenkommen. Zum Vergleich: Eine Stadt wie Mannheim erwartet im gesamten September durchschnittlich etwa 50 Liter.

Diese gewaltigen Wassermassen treffen auf Böden, die vielerorts bereits gut gesättigt sind und kaum noch etwas aufnehmen können. Die unmittelbare Folge ist eine stark ansteigende Gefahr von Hochwasser.
„Wir sprechen hier nicht von einem normalen Landregen“, warnt Peter Richter von der Meteoleitstelle. „Das ist eine massive Wasserlast, die auf die Landschaft trifft. Kleinere Bäche und Flüsse können sich binnen weniger Stunden in reißende Ströme verwandeln. Keller, Tiefgaragen und unterführte Straßen sind besonders gefährdet.“
Mit einer Verlagerung des Regenschwerpunkts in Richtung der zentralen Mittelgebirge ist erst im Laufe des Donnerstags zu rechnen, wobei die Intensität dann langsam nachlässt.
Fazit: Informiert bleiben und Vorsorge treffen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kombination zweier Tiefdruckgebiete eine außergewöhnliche Starkregenlage für den Südwesten Deutschlands auslöst. Die erwarteten Regenmengen bergen ein ernsthaftes Risiko für Überflutungen. Die Lage ist dynamisch, weshalb offizielle Unwetterwarnungen unbedingt beachtet werden müssen. Es ist entscheidend, sich regelmäßig über die Warnwetter-App oder die Webseiten der Wetterdienste zu informieren, um auf die Entwicklungen vorbereitet zu sein und sich und sein Eigentum bestmöglich zu schützen.
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