Schlagzeilen

Glatteisgefahr in der Nacht und morgen – Milderung in Sicht?

🌀 Isobaren & Strömung

Stand: 05.02.2026 17:24 Uhr. Die Wetterlage über Deutschland ist weiterhin von einem komplexen Zusammenspiel zwischen milderer Höhenluft und bodennaher Kaltluft geprägt. Ein umfangreicher Trogkomplex westlich der Britischen Inseln lenkt südliche Strömungen nach Norden, während sich in den tieferen Luftschichten noch Kaltluft kontinentalen Ursprungs hält. Diese Konstellation führt regional zu gefrierendem Regen und Glatteisbildung.

Die bevorstehende Nacht und der morgige Tag bringen eine allmähliche Verlagerung der Warmluft in Richtung Nordosten mit sich, was die Glättesituation im Laufe des Freitags tendenziell entspannen dürfte. Allerdings muss besonders in Nordhessen und Ostwestfalen weiterhin mit gefrierendem Regen gerechnet werden. Passend dazu meldet der WDR einen Großeinsatz der Feuerwehr in Herford aufgrund eines Hallenbrandes. Eventuelle Beeinträchtigungen durch Glatteis könnten die Löscharbeiten erschweren.

**Heute:** Wechselhaft mit teils sonnigen Abschnitten im Westen und Südwesten, sonst trüb mit Nebel. Temperaturen zwischen 5 und 13 Grad.
**Heute Nacht:** Gebietsweise Frost und Glätte, örtlich Nebel. Tiefstwerte zwischen 0 und -4 Grad.
**Morgen:** Zunehmend mildere Temperaturen, aber weiterhin Glatteisgefahr, besonders in Nordhessen und Ostwestfalen.

Hintergründe einfach erklärt

Inversion

Die aktuelle Wetterlage ist durch eine Inversion gekennzeichnet: In der Höhe strömt milde Luft ein, während in Bodennähe noch Kaltluft liegt. Wenn Niederschlag aus der wärmeren Luft in die kalte Schicht fällt, gefriert er am Boden – es entsteht Glatteis.

Kurzwellentrog

Ein Kurzwellentrog ist eine kleine, aber energiereiche Störung in der Atmosphäre. Er bringt Feuchtigkeit und Niederschlag mit sich. Wenn dieser Niederschlag auf gefrorenen Boden trifft, entsteht die Gefahr von gefrierendem Regen.

🚦 Warn-Überblick

Region Zeitraum Status Hauptpunkt Trend
NRW Nacht/Morgen Warnung Glatteis
Hessen Nacht/Morgen Warnung Glatteis
RLP/Saarland Nacht Mäßig Frost/Nebel
Nordbayern Nacht Mäßig Frost/Glatteis
Einordnung auf Basis Warnlage + Modelltrend, Stand: 17:26 Uhr.


HESSEN_REGEN
HESSEN_SCHNEE
HESSEN_WIND
HESSEN_SATELLIT

So wird das Wetter bei uns

Nordrhein-Westfalen

In NRW ist in der Nacht zum Freitag mit Frost und Glätte durch Reifbildung oder überfrierende Nässe zu rechnen, besonders im Norden und Osten. Am Freitagmorgen besteht im äußersten Nordwesten die Möglichkeit von gefrierendem Regen. Ab dem Abend breitet sich die Glatteisgefahr vom Mindener Land über Ostwestfalen bis ins Sauerland aus.

Hessen

Auch in Hessen ist in der Nacht zum Freitag gebietsweise mit Glättegefahr durch Reifbildung oder gefrierende Nebelnässe zu rechnen. Ab Freitagabend besteht in Nord- und Osthessen die Gefahr von gefrierendem Regen und Glatteis. Im äußersten Nordosten hält sich heute örtlich leichter Dauerfrost.

Rheinland-Pfalz & Saarland

In Rheinland-Pfalz und im Saarland ist in der Nacht zum Freitag gebietsweise mit leichtem Frost und örtlichem Nebel zu rechnen. Am Freitagmorgen ist in den höheren Lagen der Eifel vereinzelt gefrierender Regen nicht ausgeschlossen.

Nordbayern

In Nordbayern muss in der Nacht zum Freitag mit gebietsweiser Glätte durch gefrierende Nässe gerechnet werden. Örtlich tritt Nebel auf, tagsüber besonders in der Oberpfalz mit Sichten unter 150 Metern.

Amtliche Warnungen
Farbflächen zeigen aktive Warnstufen. Grau/Grün = Keine Warnung.

Worauf Sie achten müssen

Die dominierende Warnung betrifft die Glatteisgefahr. Besonders in Nordrhein-Westfalen und Hessen besteht ab dem späten Freitagnachmittag und in der Nacht zum Samstag die Gefahr von gefrierendem Regen, der zu gefährlichem Glatteis führen kann. Betroffen sind vor allem Nordhessen, Ostwestfalen und das Sauerland. Vermeiden Sie unnötige Autofahrten und seien Sie besonders vorsichtig auf Gehwegen. Auch in den anderen Regionen ist in der Nacht zum Freitag mit Glätte durch Frost zu rechnen.

Temperaturen und Aussichten

Die Höchstwerte liegen heute zwischen 0 Grad im nordöstlichen Bergland und bis zu 11 Grad am Untermain. In der Nacht sinken die Temperaturen auf -5 Grad im nordhessischen Bergland und bis 2 Grad im Rheinland. Am Freitag steigen die Temperaturen allmählich an, wobei die Glatteisgefahr lokal noch anhalten kann.

Tagestiefstwerte (Nacht)

Min Temp

Tageshöchstwerte (Tag)

Max Temp

🗓️ Das signifikante Wetter (48h Vorschau)

Legende: 🔵 Regen | 🟣 Eiskörner/Gefrierender Regen | ⚪ Schnee | 🟠 Gewitter

Ort Tag Nacht Wind Einordnung
Frankfurt (Main) 4°C 1°C Schwach Ruhig
Winterberg (Bergland) 0°C -2°C Leicht Mäßig
Köln (Rheinland) 8°C 2°C Schwach Ruhig
Kassel (Nordhessen) 0°C -3°C Schwach Warnung
Würzburg (Mainfranken) 3°C 1°C Schwach Mäßig
Ortswerte sind Orientierung.

Biowetter & Wohlbefinden

Personen mit Wetterfühligkeit können in den kommenden Tagen mit Kreislaufproblemen rechnen. Auch Kopfschmerzen und Schlafstörungen sind möglich. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft, sofern es die Wetterlage zulässt.

💡 Fazit:

Die Wetterlage bleibt vorerst unbeständig mit regionaler Glatteisgefahr. Besonders in Nordrhein-Westfalen und Hessen ist Vorsicht geboten. Im Laufe des Freitags deutet sich eine allmähliche Milderung an. Achten Sie auf die aktuellen Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes.

Häufige Fragen

Wie entsteht Glatteis?

Glatteis entsteht, wenn Regen auf einen gefrorenen Boden oder eine unterkühlte Oberfläche trifft und sofort gefriert. Dies führt zu einer gefährlichen, spiegelglatten Eisschicht.

Wie verhalte ich mich bei Glatteis?

Vermeiden Sie unnötige Autofahrten. Wenn Sie dennoch unterwegs sein müssen, fahren Sie langsam und vorsichtig. Tragen Sie festes Schuhwerk mit gutem Profil und vermeiden Sie abrupte Bewegungen.

Wo finde ich aktuelle Warnmeldungen?

Die aktuellen Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) finden Sie auf der DWD-Webseite und in der DWD-App.

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Peter Richter

Peter M. Richter ist freier Fachjournalist und verfügt über mehr als 25 Jahre Expertise in den Bereichen Lokalnachrichten, Meteorologie und Synoptik. Seit 2021 verstärkt er als profilierter Redakteur die Fachredaktion der Meteozentrale. Hier ist er darauf spezialisiert, komplexe Wetterumschwünge zu analysieren und hochpräzise, datenbasierte Unwetterwarnungen für die Öffentlichkeit und Medienpartner aufzubereiten. Seine Mission ist die strikte Verbindung von fundiertem journalistischen Handwerk mit tiefem meteorologischen Know-how. Mit seinen klaren Vorhersagen sorgt Peter M. Richter dafür, dass Leser und Entscheidungsträger rechtzeitig informiert werden, um die Sicherheit bei extremen Naturgewalten zu gewährleisten. More »
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