Hallo und herzlich willkommen zu unserem heutigen Podcast! Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute sprechen wir über ein Thema, das uns alle gerade ziemlich beschäftigt: die aktuelle Hitzewelle in Deutschland. Ja, ihr habt richtig gehört – die Hitze ist da, und sie zeigt sich von ihrer allerbesten, aber auch herausfordernden Seite. Wir tauchen tief ein in die Wetterlage, was uns die kommenden Tage und Wochen erwartet, und was das alles für uns bedeutet. Also, lehnt euch zurück, macht es euch bequem, vielleicht mit einem kühlen Getränk, und lasst uns gemeinsam in die Welt der Temperaturen eintauchen.
Die Hitze ist angekommen – ein erster Blick
Gestern war der Startschuss: Im Südwesten Deutschlands wurden bereits Temperaturen über 30 Grad gemessen. Heute sieht es noch heißer aus, denn über weite Teile des Landes klettern die Temperaturen ebenfalls über die 30-Grad-Marke – und das bleibt erst einmal so. Die Hitze bleibt bis zum Wochenende, und erst dann wird es ansatzweise etwas kühler. Aber Vorsicht: „kühler“ ist hier ein sehr relativer Begriff, denn selbst dann bewegen wir uns noch auf ziemlich hohen Temperaturen.
Ein spannendes Bild zeigt die sogenannte Temperaturanomalie für den kommenden Donnerstag. Das ist ein Vergleich der erwarteten Temperaturen mit dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Und was sieht man da? Teilweise sind die Temperaturen um 10 bis 13 Grad über dem Durchschnitt! Das ist ein krasser Wert und verdeutlicht, wie außergewöhnlich die Hitze aktuell ist.
Gestern, heute und morgen: Wie heiß ist es wirklich?
Schauen wir zurück auf gestern: Baden-Württemberg, der Saarland, Rheinland-Pfalz und Bayern meldeten Höchstwerte über 30 Grad. Der Spitzenwert lag bei 32 Grad in Rheinfelden. Aber auch an anderen Orten wie Mannheim, Kaiserslautern und Karl am Main wurden über 30 Grad gemessen.
Interessanterweise waren die Nächte und frühen Morgenstunden teilweise noch recht frisch. In Thüringen und Hessen wurden Werte um 7 bis 8 Grad gemessen. Aber gleichzeitig gab es auch Orte, wo die Nacht schon fast tropisch warm war, wie etwa auf fast 1500 Metern Höhe im Schwarzwald mit 19,3 Grad – das ist wirklich ungewöhnlich warm für so eine Höhe in der Nacht.
Jetzt mal kurz eine kleine Wetterkunde am Rande: Was bedeutet eigentlich eine „Tropennacht“? Das ist eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt – also richtig schwül und warm. Ein „Hitzetag“ ist ein Tag, an dem die Höchsttemperatur über 30 Grad liegt. Und ein „Wüstentag“ ist sogar noch extremer, da liegen die Temperaturen über 35 Grad. Wer mehr über solche Begriffe wissen will, dem kann ich nur mein Buch ans Herz legen, in dem all das ausführlich erklärt wird.
Der August 2025 – ein heißer Monat?
Bislang ist der August 2025 meteorologisch gesehen noch recht entspannt, was die Durchschnittstemperaturen angeht. Aber das ändert sich gerade rapide. Die kommenden Tage werden deutlich wärmer, und am Wochenende könnten wir Werte sehen, die zu den höchsten Augusttemperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gehören. Das heißt, der Sommer 2025 reiht sich ein in die Hitzejahre, die wir in den letzten Jahren immer häufiger erleben.
Auch der gesamte Sommer liegt bisher im oberen Bereich der Temperaturstatistik seit 1881 – seit Beginn der Aufzeichnungen. Es ist also klar, dass wir uns in einem Trend befinden, der nach oben zeigt, und das nicht nur punktuell, sondern nachhaltig.
Und wie sieht’s im September aus?
Der Blick in den September ist etwas weniger dramatisch, zumindest was die Temperaturen angeht. Die Prognosen zeigen keine großen Abweichungen vom Durchschnitt – mit einer kleinen Ausnahme im Westen, wo es etwas wärmer werden könnte. Spannender wird es bei den Niederschlägen: Auch im September könnte es trockener bleiben als üblich. Besonders in vielen Teilen Deutschlands wird mit weniger Regen gerechnet, was natürlich Auswirkungen auf Landwirtschaft, Wasserreserven und die allgemeine Natur haben kann. Nur im Südosten sieht es etwas besser aus, da sind die Niederschläge etwas ausgeglichener.
Lokale Wetterprognosen – Köln, Berlin und Co.
Kommen wir zu ein paar Beispielen aus dem Alltag: In Köln wird die Hitze in den nächsten Tagen deutlich spürbar sein. Erst richtig heiß, dann bleiben die Temperaturen meist zwischen 28 und 30 Grad. Regen ist kaum zu erwarten. Ähnlich sieht es in Berlin aus, wo die Temperaturen auch über 30 Grad steigen, bevor sie auf 25 bis 28 Grad zurückgehen. Auch hier sind Niederschläge eher Mangelware.
Die Großwetterlage – Hoch Julia hält die Zügel in der Hand
Das Wetter wird derzeit vom Hoch Julia bestimmt, einem typischen Sommerhoch, das über Deutschland liegt und für trockene, sonnige Bedingungen sorgt. Gleichzeitig bringt es heiße Luftmassen aus der Sahara über Südwesteuropa bis zu uns nach Mitteleuropa. Diese sehr warme Luft ist verantwortlich für die extremen Temperaturen.
Am heutigen Dienstag erwarten wir Temperaturen zwischen 27 und 33 Grad im Norden und Osten, entlang des Mains und südlich davon sogar bis zu 37 Grad. Die kommende Nacht wird warm mit Temperaturen zwischen 16 und 22 Grad, größtenteils sternenklar.

Am Mittwoch geht es richtig zur Sache: Temperaturen von 31 bis knapp 39 Grad sind möglich. Damit könnte ein neuer Hitzerekord für das Jahr 2025 aufgestellt werden. Der bisherige Spitzenwert lag bei 39,3 Grad am 2. Juli in Andernach.
Am Donnerstag bleibt es heiß, mit 33 bis 38 Grad. Einzelne Hitzegewitter sind möglich, aber eher lokal begrenzt und nicht flächendeckend. Freitag wird es ähnlich heiß, mit Temperaturen bis zu 39 Grad, vor allem im Rhein-Main-Gebiet. Die Hitze ist dabei drückend und schwül, was das Ganze noch unangenehmer macht.

Was passiert am Wochenende?
Kommt die ersehnte Abkühlung? Na ja, zumindest im Norden und Osten wird es etwas angenehmer mit Temperaturen zwischen 25 und 33 Grad, aber im Süden bleibt es heiß mit 33 bis 36 Grad. Auch am Sonntag hält die Hitze im Süden an, mit 31 bis 35 Grad.
Im Norden und Osten sind die Bedingungen etwas „wohlfühlmäßiger“ mit Temperaturen um die 25 bis 29 Grad. Aber auch hier dominiert viel Sonnenschein. Der Montag bleibt dann ähnlich, mit angenehmen Temperaturen im Norden und Osten, während es im Süden weiterhin heiß bleibt.
Blick in die nächste Woche – Hitze bleibt uns erhalten
Auch in der nächsten Woche bleibt es heiß. Besonders in der Südhälfte Deutschlands werden täglich Temperaturen über 30 Grad erwartet. Das bedeutet: jeden Tag ein Hitzetag. Die längste Hitzewelle des Jahres 2025 steht uns also noch bevor!
Und auch die Regenlage bleibt angespannt: Niederschläge sind bis zum 22. oder 23. August kaum in Sicht, erst danach könnten sich mal wieder Schauer und Gewitter entwickeln. Die Regenmengen sind gering, meistens nur ein bis zwei Liter pro Quadratmeter, was bei einem kräftigen Gewitter natürlich viel mehr sein kann, aber eben nur lokal begrenzt.
Ausblick auf die weitere Entwicklung
Das GFS-Modell, eine der wichtigsten Wetterprognosen weltweit, zeigt für den 19. August weiterhin sehr warme Luftmassen in etwa 1500 Metern Höhe, besonders im Südwesten. Das könnte erneut Temperaturen um die 35 Grad und mehr bringen. Die Hitze zieht also nach einer kleinen Verschnaufpause am Wochenende wieder an.
Somit verabschiedet sich der Sommer 2025 nicht so schnell von uns. Nach den eher wechselhaften Juliwochen kommt Hoch Julia jetzt richtig in Fahrt und bringt uns den Hochsommer in voller Pracht.
Fazit – Sommer, Sonne, Schwitzen
Also, was nehmen wir mit aus diesem ausführlichen Wetterbericht? Die Hitzewelle ist da, sie wird uns mindestens bis Mitte August begleiten und sorgt für Temperaturen, die wir in den letzten Jahren immer öfter erleben. Die Nächte werden wärmer, die Tage heißer und die Nächte schwüler. Erholung bringt erst das Wochenende, aber auch da bleibt es vor allem im Süden heiß.
Wir müssen uns darauf einstellen, dass dieser Sommer uns noch einige schwitzige Tage bringen wird. Für viele bedeutet das, viel trinken, Schatten suchen und vielleicht auch mal den Ventilator anwerfen. Für die Natur und Landwirtschaft ist das eine Herausforderung, vor allem wenn es weiter so trocken bleibt.
Damit sind wir auch schon am Ende unserer heutigen Wetterfolge angekommen. Vielen Dank fürs Zuhören! Bleibt cool und passt auf euch auf. Wir hören uns beim nächsten Mal wieder. Bis dahin – macht’s gut und bleibt gesund!
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