Die aktuellen Berechnungen der Wettermodelle zeigen ein zweigeteiltes Bild für den Süden. Während ein schwaches Hochdruckgebiet in vielen Regionen für trockene Phasen und Sonnenschein sorgt, lenken Tiefdruckgebiete kühle und labile Atlantikluft zu uns. An den Alpen staut sich zudem die Feuchtigkeit eines Adriatiefs, was dort für anhaltenden Regen sorgt.
Die aktuelle Wetterlage über Bayern und Baden Württemberg
Der Samstag präsentiert sich in Bayern und Baden-Württemberg unbeständig. Tief GISELA, aktuell über der Adria und dem Balkan aktiv, macht sich besonders an den Alpen bemerkbar. Gleichzeitig schaufelt ein Skagerrak-Tief von Nordwesten kühle Meeresluft heran. Das Resultat: Ein klassisches Aprilwetter im Mai. Sonne und Wolken wechseln sich ab, flankiert von regionalen Schauern und vereinzelt auch kurzen, knackigen Gewittern. Die Temperaturen bleiben für die Jahreszeit gedämpft und laden noch nicht zum ausgiebigen Baden ein.


Lokale Vorhersagen für den Süden von Deutschland
Bayern: Von Regensburg bis Berchtesgaden: Im Freistaat ist heute der Regenschirm ein guter Begleiter, besonders wenn man sich den Alpen nähert. Im Werdenfelser Land, dem Chiemgau und den Berchtesgadener Alpen halten sich dichte Wolken, die immer wieder Regen abladen. Die Höchstwerte pendeln hier zwischen frischen 8 Grad in den Tälern und frostigen -1 Grad auf 2000 Metern (z.B. auf der Zugspitze). Abseits der Berge, etwa entlang der Donau-Achse von Ingolstadt bis Passau oder im Raum Regensburg, blitzt häufiger die Sonne durch. Hier werden mit bis zu 16 Grad auch die mildesten Werte erreicht. Allerdings können sich im Tagesverlauf, etwa über der Fränkischen Alb oder dem Fichtelgebirge, immer wieder Schauer bilden.

Baden-Württemberg: Kurpfalz, Schwarzwald und Oberschwaben: In Baden-Württemberg präsentiert sich das Wetter ähnlich dynamisch. Besonders entlang des Oberrheingrabens, von Mannheim über Karlsruhe bis nach Freiburg, wechseln sich sonnige Abschnitte mit vereinzelten Schauern ab. Die Kurpfalz markiert mit bis zu 15 Grad den Wärmeschwerpunkt. Deutlich ungemütlicher ist es in den Hochlagen des Schwarzwalds. Rund um den Feldberg klettern die Temperaturen kaum über 8 Grad, in den Gipfellagen mischen sich sogar einzelne Schneeflocken unter die Schauer. Bei Schauern und lokalen Gewittern, die im ganzen Land auftreten können, warnt der DWD vor frischen bis starken Böen (bis 60 km/h) aus West bis Nordwest.

Warum ist die Wetterlage aktuell wechselhaft und kühl?
Die aktuelle Wetterlage wird von zwei Systemen dominiert. Ein langgestreckter Höhentrog, gefüllt mit kalter Polarluft, erstreckt sich von Nordwesteuropa bis zu uns. Diese Höhenkaltluft sorgt für eine labile Schichtung der Atmosphäre – die Grundvoraussetzung für das Aufquellen von Schauer- und Gewitterwolken (Konvektion). An den Alpen greift zudem das Adriatief GISELA ein. Seine feuchten Luftmassen gleiten auf die kühlere Luft im Norden auf, was zu länger anhaltenden Niederschlägen führt.

Ausblick: Die Nacht und der Sonntag
In der Nacht zum Sonntag beruhigt sich das Wetter zusehends. Die Schauer klingen ab, und bei Aufklaren kühlt es stark ab. In Alpentälern, dem Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb droht örtlich leichter Frost (bis -1 Grad), in Bodennähe auch verbreiteter. Oberschwaben muss zudem mit lokalen Nebelfeldern rechnen. Der Sonntag selbst startet freundlicher, bevor am Nachmittag das Schauerrisiko wieder leicht ansteigt. Mit Höchstwerten zwischen 15 und 19 Grad, im Bergland um 14 Grad, wird es aber insgesamt spürbar wärmer.
Keine Unwetterwarnung mehr verpassen!
Unterstützen Sie unsere unabhängige Redaktion: Fügen Sie die Meteozentrale mit nur einem Klick als bevorzugte Nachrichtenquelle in Ihrer Google-Suche hinzu. So erhalten Sie unsere Warnungen bei kritischen Wetterlagen garantiert immer sofort als Erstes.
⭐ Bei Google als bevorzugt markieren





