Aktuell bestimmt ein Hochdruckgebiet, das seinen Schwerpunkt langsam nach Südosteuropa verlagert, unser Wetter in Deutschland. An seiner Westflanke strömt aus südwestlicher Richtung sehr warme, beinahe schon hochsommerliche Luft zu uns. Dies beschert uns am heutigen Samstag, den 20. September 2025, verbreitet Temperaturen zwischen 25 und beeindruckenden 32 Grad. Genießen Sie also die letzten Stunden dieses herrlichen Spätsommerwetters, denn ein markanter Umschwung steht bereits in den Startlöchern. Eine Kaltfront nähert sich von der Nordsee und wird in der Nacht zum Sonntag das Wettergeschehen grundlegend verändern.
Der Wettersturz kommt – von Sommerhitze zu Herbstfrische in 24 Stunden
Die bevorstehende Wetteränderung kündigt sich bereits ab heute Abend an. Von der Nordseeküste bis zum Niederrhein müssen Sie mit ersten, vereinzelten, aber teils kräftigen Gewittern rechnen. Diese Gewitterfront zieht in der Nacht weiter südostwärts und erreicht am Sonntag auch die Mitte sowie die östlichen Landesteile.

Wettergefahren im Detail: Bitte seien Sie besonders achtsam, denn lokal besteht die Gefahr von Starkregen. Es können Mengen um 20 Liter pro Quadratmeter in nur einer Stunde und bis zu 30 Liter innerhalb weniger Stunden fallen. Begleitet werden die Gewitter von Sturmböen, die Geschwindigkeiten bis zu 85 km/h erreichen können.

Der Temperatursturz, der dieser Front folgt, ist beachtlich. Während Sie heute noch die Wärme genießen, erwarten uns am Sonntag und besonders am Montag nur noch Werte um oder sogar unter 15 Grad. Besonders drastisch fällt die Abkühlung im Oberrheingraben und im Rhein-Main-Gebiet aus, wo die Thermometer von bis zu 32 Grad auf kühle 12 bis 15 Grad am Montag fallen. Das ist ein direkter Übergang in eine Vollherbstwoche.
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Die neue Woche startet dann nicht nur kühl, sondern auch sehr nass. Besonders am Dienstag zieht von Südwesten kräftiger Regen auf, der die Temperaturen kaum über 9 bis 12 Grad steigen lässt. Lediglich in den nordöstlichen Bundesländern könnte es mit bis zu 18 Grad noch etwas milder bleiben. Die Regensummen sind beachtlich: Bis Mittwochmorgen können beispielsweise in der Region um Leipzig über 40 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen, in Frankfurt am Main knapp 30 Liter und im Raum Mannheim sogar bis zu 45 Liter. In Teilen von Baden-Württemberg und Bayern sind punktuell sogar bis zu 80 Liter möglich.


Hinter den Kulissen: Was genau steuert unser Wetter?
Viele von Ihnen fragen sich sicher, was wir Meteorologen mit einer „Großwetterlage“ meinen. Vereinfacht gesagt, beschreibt dies das großräumige Muster aus Hoch- und Tiefdruckgebieten, das unser Wetter über mehrere Tage oder gar Wochen bestimmt. Ein Hochdruckgebiet sorgt meist für ruhiges und sonniges Wetter, da die Luft absinkt und sich erwärmt. Ein Tiefdruckgebiet hingegen ist ein Motor für wechselhaftes Wetter mit Wolken und Niederschlag. Wussten Sie schon, dass Sie sogar Wetterpate werden können? Über die Freie Universität Berlin kann man die Namenspatenschaft für Hoch- oder Tiefdruckgebiete übernehmen und so dem Wetter eine persönliche Note verleihen.

Fazit: Der Herbst übernimmt das Zepter
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wir erleben an diesem Wochenende eine der schnellsten und spürbarsten Wetteränderungen des bisherigen Jahres. Der Spätsommer verabschiedet sich mit einem lauten Knall in Form von Gewittern und macht Platz für einen kühlen und nassen Herbstbeginn. Obwohl dieser Wetterumschwung nun bevorsteht, wird der September 2025 statistisch als einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen eingehen – ein weiteres Indiz für die fortschreitende Klimaerwärmung. Stellen Sie sich in der kommenden Woche auf deutlich kühlere Tage und regnerisches Wetter ein.
Kurzes FAQ: Ihre wichtigsten Fragen beantwortet
1. Was ist die größte Gefahr beim Wetterwechsel? Die größte unmittelbare Gefahr geht von den Gewittern am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag aus. Achten Sie bitte auf die lokalen Warnungen vor Starkregen, der zu Überflutungen führen kann, und vor Sturmböen, die Äste abbrechen lassen können.
2. Wie kalt wird es in der kommenden Woche wirklich? Die Temperaturen fallen deutlich. Ab Montag liegen die Tageshöchstwerte in den meisten Regionen nur noch zwischen 9 und 15 Grad. In den Nächten wird es entsprechend frisch. Der Temperaturunterschied zum heutigen Samstag beträgt teilweise bis zu 20 Grad.
3. Bleibt das kalte Wetter jetzt länger? Die Prognosen deuten darauf hin, dass die Woche vom 22. bis 29. September in ganz Deutschland kühler als im langjährigen Mittel ausfallen wird. Für die erste Oktoberhälfte gibt es Anzeichen für eine leichte Milderung, extreme Temperaturschwankungen sind aber vorerst nicht in Sicht.
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