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DWD löst höchste Warnstufe für Teile von Deutschland aus.

Der DWD ist der staatliche Wetterdienst für Deutschland, welcher für amtliche Unwetterwarnung zuständig ist. Schon seit dem gestrigen Dienstag gibt es primär für die Mitte und den Süden von Deutschland eine Vorabinformation zu einer bevorstehenden Unwetterlage in Form von starkem Schneefall und Glatteis.

Die ersten Warnungen des DWD werden derzeit im Internet veröffentlicht, wobei einige Gebiete die höchste Warnstufe (Extreme Unwetter) aktivieren. Wann die Front aus Südwesten auf die kalte Luft aus Nordosten treffen wird und welche Gefahren dabei herrschen, erkläre ich Ihnen in diesem Bericht.

2. März 2024 DWD löst höchste Warnstufe für Teile von Deutschland aus. um 0:15 Uhr
Wetterwarnkarte Deutschland: Unwetter vor Glatteis und starkem Schneefall Zur Live Ansicht nutzen Sie diesen Link

Eine Luftmassengrenze wird vor allem die Mitte und den Süden des Landes beschäftigen, dabei ist regional mit einer extremen Unwetterlage durch starken Schneefall und/oder extremen Glatteis zu rechnen. Bevor ich erneut ins Detail gehe, möchte ich Ihnen die aktuelle Einschätzung des DWD aufzeigen. Eine deutliche Botschaft steckt in der Warnung der staatlichen Behörde, ich kann Ihnen nur ans Herz legen, nehmen Sie diese ernst.

Am MITTWOCH ausgewachsene UNWETTERLAGE mit der Gefahr von zum Teil erheblicher Behinderungen im Straßen- und Schienengefahr und erhöhter Gefahr von Schnee- und Eisbruch! (!)

Gefahr vor extremen Glatteis!

Ab der zweiten Nachthälfte zum Mittwoch im Südwesten aufkommender Regen, dabei im südlichen Baden-Württemberg und in Schwaben erhöhte Gefahr von gefrierendem Regen. Bis in die Abendstunden des Mittwochs hauptsächlich entlang und südlich von Main und Mosel lang anhaltender gefrierender Regen mit Glatteisbildung.

Vom südlichen Rheinland-Pfalz und Saarland bis nach Südhessen und Nordwestbayern Mengen zwischen 20 und 30 l/qm in Form von gefrierendem Regen. Extremer Eisansatz an Gegenständen, Bäumen und Oberleitungen sowie erhöhte Eisbruchgefahr! Am südlichen Oberrhein und südlich der Alb im Laufe des Mittwochs allmähliche Entspannung der Glatteislage.

In der zweiten Nachthälfte auf Donnerstag mit Übergang der Niederschläge in Schnee, allgemeine Entspannung der Glatteissituation. Glatteisregen am längsten wahrscheinlich in Teilen Ostbayerns.

Warnung vor starkem Schneefall mit Verwehungen!

Ab den Frühstunden des Mittwochs von Südwesten her bis zur Mitte ausgreifende Niederschläge. Nördlich einer Linie Saarbrücken-Mannheim-Nürnberg einsetzender Schneefall, dabei bis Mittwochmittag 3 bis 5 cm Neuschnee. Nördlich des Mains anhaltende und teils kräftige Schneefälle. Dabei bis Donnerstagfrüh unwetterartige Neuschneemengen zwischen 10 und 25 cm in 6 bis 12 Stunden bzw. bis 30 cm in 24 Stunden. Erhebliche Verkehrsbehinderungen und Schneebruchgefahr!

In der Nacht auf Donnerstag vom Main langsam südwärts ausgreifend, allmählicher Übergang der Niederschlag in Schnee. Von Rheinland-Pfalz und Südhessen bis nach Thüringen und Sachsen 5 bis 10, örtlich bis 15 cm Neuschnee in 6 bis 12 h.

Warum ist diese Wetterlage so gefährlich?

An der besagten Luftmassengrenze prallen zwei Gegensätze zusammen. Zum einen die milde Luft aus dem Süden und die polare Kaltluft aus dem Nordosten. In dessen Bereich kommt es an der Nordseite der Luftmassengrenze zu starken Schneefällen. Auf der Südseite wird es bei Plusgraden regnen. Im Übergangsbereich von der warmen in die kalten Luftmassen ist mit extremem Eisansatz zu rechnen. Dies liegt mitunter daran, dass die Temperaturen in der Nacht zum Mittwoch im ganzen Land deutlich unter die 0 Grad Grenze sinken wird.

2. März 2024 DWD löst höchste Warnstufe für Teile von Deutschland aus. um 0:15 Uhr
Animation Siginifkantes Wetter von Mittwoch 10.00 Uhr bis Donnerstag 18.00 Uhr (c) kachelmannwetter

Diese Animation zeigt die aktuelle Rechnung des signifikanten Wetters Icon D2 des Deutschen Wetterdienstes. Am Morgen wird eine Front aufziehen, welche im Verlauf in den südlichen Landesteilen als Eisregen fallen und sofort gefrieren wird. Weiter Nordwärts sind starke Schneefälle bis in den Unwetterbereich zu erwarten.

Klarheit werden wir morgen Früh bekommen, wenn die Front auf dem Radar zu erkennen ist. Bis dahin müssen wir uns auf das verlassen, was die Wettermodelle simulieren. Weitere Updates folgen im Tagesverlauf.

Peter Richter

Mein Name ist Peter M. Richter und seit mehr als zwei Jahrzehnten bin ich in der Welt der Lokalnachrichten zu Hause. Als freier Journalist begann mein beruflicher Weg im Jahr 1999, und seither habe ich mich mit Leib und Seele den Themen Wettervorhersage, Synoptik sowie der Beurteilung von Gefahrenlagen durch Sturm und Unwetter gewidmet. Seit 2021 engagiere ich mich ehrenamtlich für die Meteoleitstelle Hessen. Hier setze ich mein Wissen und meine Erfahrung ein, um die Öffentlichkeit präzise und rechtzeitig über Wetterumschwünge und deren potenzielle Gefahren zu informieren.Mit meiner Arbeit möchte ich nicht nur informieren, sondern auch das Bewusstsein für den Respekt gegenüber den Naturgewalten stärken. Ich freue mich, mein Wissen und meine Leidenschaft für das Wettergeschehen mit Ihnen zu teilen und zu einer sichereren und informierten Gemeinschaft beizutragen.

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