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Kaltfront beendet die Schwüle mit Gewittern und markanter Abkühlung.

Die drückende Hitze der vergangenen Tage geht am heutigen Mittwochnachmittag spürbar zu Ende. Eine von Westen herannahende Kaltfront führt kühlere Meeresluft heran und verdrängt die feucht-warme Luftmasse schrittweise nach Osten. Auf dem Weg der Front kommt es zu…

Meteozentrale Audio-Briefing Kaltfront beendet die Schwüle mit Gewittern und markanter Abkühlung.
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Die drückende Hitze der vergangenen Tage geht am heutigen Mittwochnachmittag spürbar zu Ende. Eine von Westen herannahende Kaltfront führt kühlere Meeresluft heran und verdrängt die feucht-warme Luftmasse schrittweise nach Osten. Auf dem Weg der Front kommt es zu teils kräftigen Schauern und Gewittern. Was dieser Wetterwechsel für die einzelnen Regionen bedeutet, wie sich die Temperaturen entwickeln und worauf Sie im Alltag jetzt besonders achten müssen, zeigt unser detaillierter Überblick.

Der große Wetterwechsel: Wie frische Atlantikluft das Land aufatmen lässt

Hinter dem spürbaren Umschwung steckt ein sogenannter Luftmassenaustausch. Das Tiefdruckgebiet transportiert auf seiner Rückseite deutlich frischere Luft vom Atlantik herab. Da diese kühle Luft schwerer ist als die warme, schiebt sie sich wie ein Keil unter die träge Warmluftmasse. An dieser Grenze – der Kaltfront – wird die warme Luft gezwungen, rasch aufzusteigen. Die Folge sind Quellwolken, die sich am heutigen Nachmittag mancherorts zu mächtigen Gewitterwolken entwickeln und für den ersehnten Wetterwechsel sorgen.

Der Taupunkt-Effekt: Warum uns die feuchte Luft so träge macht

Dass wir das Wetter der letzten Tage als extrem belastend empfunden haben, liegt am physikalischen Phänomen des Taupunkts. Der Taupunkt beschreibt die Temperatur, auf die Luft abgekühlt werden müsste, damit der in ihr unsichtbar enthaltene Wasserdampf zu kondensieren beginnt – sich also Nebel oder Tau bildet. Liegt dieser Wert über 16 Grad, empfinden wir die Luft als schwül.

Der Grund: Unser Schweiß kann auf der Haut nicht mehr effizient verdunsten, wodurch die natürliche Kühlung des Körpers blockiert wird und der Kreislauf schwer arbeiten muss. Mit dem Durchzug der Front sinkt dieser Feuchtigkeitswert rasant, und die Luft fühlt sich sofort wieder angenehm frisch an.

Entspannung im Westen: Angenehme Atlantikbrise in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen hat sich der Luftmassenaustausch bereits weitgehend vollzogen. Die dichten Wolkenfelder der Kaltfront ziehen nach Osten ab, dahinter fließt spürbar sauberere und kühlere Luft ein. In den rheinischen Ballungsräumen, wie beispielsweise in der Domstadt Köln, klettert das Thermometer am Nachmittag auf angenehme 25 Grad.

Die drückende Hitze der vergangenen Tage geht am heutigen Mittwochnachmittag spürbar zu Ende. Eine von Westen herannahende Kaltfront führt kühlere Meeresluft heran und verdrängt die feucht-warme Luftmasse schrittweise nach Osten. Auf dem Weg der Front kommt es zu teils kräftigen Schauern und Gewittern. Was dieser Wetterwechsel für die einzelnen Regionen bedeutet, wie sich die Temperaturen entwickeln und worauf Sie im Alltag jetzt besonders achten müssen, zeigt unser detaillierter Überblick.

Deutlich frischer präsentiert sich das Wetter dagegen auf den Hochflächen des Sauerlandes: In der exponierten Höhenlage von Winterberg werden heute Höchstwerte von lediglich 20 Grad gemessen. Regen ist hier kaum noch ein Thema, das Wetter beruhigt sich zusehends.

Gewittrige Entladungen über den hessischen Tälern und Höhenzügen

Hessen befindet sich heute Nachmittag genau in der Übergangszone, was zu großen regionalen Gegensätzen führt. Während sich in der nordhessischen Senke rund um Kassel bereits die kühlere Luft durchsetzt und das Thermometer bei 24 Grad einpendelt, staut sich die feuchte Warmluft vor der heranziehenden Gewitterlinie in den südlichen Landesteilen noch einmal kräftig. So werden in der Mainmetropole Frankfurt am Nachmittag schwüle 29 Grad erreicht. Hier entladen sich in den kommenden Stunden lokal kräftige Gewitter, die von stürmischen Böen begleitet werden können.

Frische Luftmassen erreichen das Mittelrheintal und die Eifelhöhen

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland weicht die schwüle Luft ebenfalls einer angenehmen Frische. Direkt am Deutschen Eck in Koblenz werden vor dem vollständigen Eintreffen der kühleren Luft noch einmal wärmere 27 Grad gemessen, bevor der Wind auf West dreht und die Temperaturen sinken lässt.

Die Temperatur legt in den ersten Stunden spürbar zu und erreicht ihren höchsten Wert von rund 28 Grad heute um 16:00 Uhr. Gefühlte und gemessene Temperatur liegen meist nah beieinander.

Auf den rauen Eifelhöhen rund um Gerolstein macht sich der Umschwung dagegen schon deutlich früher bemerkbar – hier werden am Nachmittag nur noch herbe 23 Grad erreicht. Auch an der Saar setzt die Abkühlung ein: In Saarbrücken zeigt das Thermometer heute Höchstwerte von 27 Grad, wobei letzte Schauer zügig nach Osten abziehen.

Schwüle Sommerhitze hält sich am längsten im fränkischen Weinland

Am längsten müssen sich die Menschen in Nordbayern gedulden, da die Kaltfront diese Region erst am späten Abend und in der Nacht erreicht. Im sonnenverwöhnten fränkischen Weinland rund um Würzburg staut sich die feuchte Warmluft am Mittag noch auf 22 Grad auf, während sich die Wolken allmählich verdichten.

Temperaturseitig zeigt die Kurve für Würzburg ein klares Aufwärtssignal: Die frühe Phase liegt im Mittel bei etwa 25 °C, die hintere Phase bei etwa 33 °C. Damit wird die zweite Hälfte des Zeitraums nach aktuellem Stand spürbar wärmer.

Der wärmste Tag wird derzeit für So, 12.07. mit etwa 36 °C berechnet. Die kühlste Nacht liegt nach aktuellem Stand bei etwa 13 °C in der ersten Trendphase. Sommertage mit mindestens 25 °C tauchen 11-mal auf; daraus entsteht ein alltagstaugliches Wärmesignal, aber nicht automatisch eine durchgehende Hitzelage.

Etwas weiter nördlich, im Coburger Land, sorgt der bereits einsetzende böige Wind dafür, dass die Höchstwerte bei kompakter Bewölkung nicht über 19 Grad hinauskommen. In den Abendstunden müssen Sie sich in ganz Franken auf aufziehende Gewitter einstellen, die lokal Starkregen bringen können.

Beruhigung in Sicht: Das neue Zwischenhoch bringt stabiles Sommerwetter

Nach dem nächtlichen Durchzug der Gewitterfront stellt sich das Wetter im Laufe des Donnerstagvormittags rasch um. Ein neues Zwischenhoch breitet sich von Westen her aus und sorgt für sehr freundliches, trockenes und mäßig warmes Sommerwetter. Die Temperaturen pendeln sich in den kommenden Tagen flächendeckend auf sehr angenehme Werte ein – ideal, um die Wohnräume in den kühlen Morgenstunden einmal gründlich querzulüften und die angestaute Hitze der letzten Tage endgültig zu vertreiben.

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