Die synoptische Entwicklung wird aktuell von einer blockierenden Hochdruckbrücke über dem Ostatlantik und einem Höhentief über Osteuropa geprägt. An der Ostflanke des Hochs strömt labil geschichtete Höhenkaltluft südwärts. Gegen Ende März und in der ersten Aprilwoche etabliert sich nach übereinstimmenden Modellberechnungen ein ausgedehnter Kaltlufttrog über Mitteleuropa. Parallel dazu simulieren einige Hauptläufe eine Zyklonenentwicklung über dem Mittelmeerraum. Bei einer solchen Vb-ähnlichen Zugbahn würde feuchtwarme Luft auf die von Norden eingeflossene Polarluft aufgleiten, was großflächige und intensive Stauniederschläge im Alpenraum zur Folge hätte.

Aktuelle Mittelfrist Prognosen
Ruhige Hochdruckphase und Nachtfrost In den kommenden Tagen dominiert zunächst ruhiges Wetter. Im Rhein-Main-Ballungsraum um Frankfurt und Offenbach sowie im milden Rheinhessen (Mainz, Ingelheim) werden kurzzeitig Spitzenwerte bis 18 Grad erreicht. Nachts tritt bei klarem Himmel verbreitet Bodenfrost auf. In Flusstälern wie am Main, an der Mosel zwischen Bernkastel-Kues und Cochem sowie am Rhein besteht bei Inversionslagen eine erhöhte Neigung zu zähem Nebel.
Temperaturrückgang und Frontdurchgänge Zum Beginn der neuen Woche nähert sich eine Frontalzone. Die Temperaturen sinken bundesweit auf Werte um oder unter 10 Grad. In der Folge kommt es zu teils kräftigen Niederschlägen und zunehmendem Wind. In den höheren Lagen der Eifel (Raum Daun, Prüm) und des Hunsrücks (um den Erbeskopf) gehen die Schauer zunehmend in Graupel und nassen Schnee über.

Winterliche Rückschläge in den Mittelgebirgen Die anhaltend einfließende polare Kaltluft sorgt im weiteren Verlauf der letzten Märzwoche für markante spätwinterliche Phasen. Im Fichtelgebirge um Wunsiedel und im Vogelsberg am Hoherodskopf muss mit Schneeschauern und lokaler Glätte gerechnet werden. Auch in den Hochlagen der Rhön um Gersfeld sowie im Bayerischen Wald (Regen, Zwiesel) sind Neuschneemengen und Verwehungen auf den Kämmen möglich. Im Alpenraum deuten die Modelle auf teils ergiebigen Schneefall hin, abhängig von der exakten Zugbahn des Mittelmeertiefs.

Fazit und Prognosen
Die Langfristmodelle zeigen bis in die erste Aprilwoche hinein anhaltend negative Temperaturabweichungen für Mitteleuropa. Ein nachhaltiger Durchbruch von stabilem, warmem Frühlingswetter wird durch die starke Trogentwicklung vorerst unterbunden. Stattdessen bleibt die Witterung unbeständig und nasskalt, begleitet von einem erhöhten Risiko für Spätfröste sowie winterliche Episoden ab den mittleren Lagen.
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