Barcelona wurde am Samstag, dem 12. Juli 2025, von einem heftigen Unwetter heimgesucht. Innerhalb weniger Stunden verwandelten sich Straßen in reißende Bäche, Autos wurden mitgerissen, Bahnstrecken lahmgelegt und Menschen zur Flucht in höhere Stockwerke gezwungen. Der Auslöser: ein sogenanntes DANA-Tief, ein isoliertes Tiefdrucksystem in höheren Luftschichten, das für extreme Regenmengen in kurzer Zeit sorgte.
Sintflutartige Regenmengen in kurzer Zeit
Die katalanische Metropole erlebte am Nachmittag eine regelrechte Sintflut. In Teilen der Stadt fielen innerhalb von nur einer Stunde bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Besonders betroffen waren die Viertel rund um das Stadtzentrum sowie Gemeinden im Südwesten wie Cubelles. Dort liefen Keller voll, Straßen wurden unterspült und zahlreiche Fahrzeuge einfach von den Wassermassen fortgespült.
Zwischen 15 und 17 Uhr gingen bei Feuerwehr und Katastrophenschutz über 700 Notrufe ein. Die katalanische Regierung hatte bereits im Vorfeld die höchste Warnstufe ausgerufen. In Cubelles gelten zwei Personen als vermisst. Taucher, Spürhunde und Hubschrauber kamen zum Einsatz, um die Vermissten zu finden. In mehreren Stadtteilen Barcelonas fiel der Strom aus, ein Krankenhaus musste zeitweise neue Patienten abweisen.
Auch der Verkehr war massiv betroffen. Der Nah- und Fernverkehr kam nahezu vollständig zum Erliegen. Renfe und Rodalies stellten den Betrieb ein, auch die Hochgeschwindigkeitsstrecken wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Auf vielen Straßen ging nichts mehr: Tunnel standen unter Wasser, Ampeln fielen aus, Staus erstreckten sich kilometerweit.
Militärische Hilfe und regionale Auswirkungen
Zur Unterstützung der lokalen Einsatzkräfte wurde die spanische Militeinheit UME (Unidad Militar de Emergencias) aktiviert. Auch in den Regionen Aragonien, Navarra und im Baskenland kam es zu ähnlich dramatischen Szenen. In Tarazona etwa wurden in einer Stunde knapp 100 Liter pro Quadratmeter gemessen – eine Menge, die sonst in einem Monat fällt.
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