Schlagzeilen

Wetter am Freitag: Glätte am Morgen, Milderung im Anmarsch

Nach Frost und Glätte bringt der Tag mehr Wolken und Regen, im Bergland etwas Schnee. Das Wochenende wird deutlich milder.

Stand: 20.02.2026 06:02 Uhr

Großwetterlage für Deutschland

Der Winter kämpft, aber atlantische Tiefausläufer drängen von Westen her vor. Ein Tief über dem Baltikum bringt kalte Luft, während ein Trog von Mitteleuropa bis zum Mittelmeer reicht. In dessen Bereich verstärken Hebungsprozesse die Niederschläge, wobei die Schneefallgrenze von der Intensität abhängt. Im Laufe des Tages wird eine Rest Warmluft zwischen Mosel, Oberrhein und Bodensee getilgt. Doch Vorsicht: Die Warmluft ist heimtückisch, denn sie verabschiedet sich nicht ohne Glätte zu hinterlassen.

Heikel wird die Phase, wenn Niederschlag auf bodennah kalte Luft trifft – dann kippt es örtlich in Glatteis. Wo Schneefall länger anliegt, sind am ehesten spürbare Neuschneemengen drin – vor allem in höheren Lagen. Im Bergland kann Wind die Lage verschärfen, weil Schauer und Verwehungen schneller Wirkung zeigen.

⚡ Lage-Update

  • Verbreitet Frost und Glätte am Morgen, tagsüber Übergang zu Regen und Schneeregen.
  • Glättegefahr besteht bis zum Vormittag besonders im Bergland und Osten Nordrhein-Westfalens sowie in Nordhessen.
  • Bis morgen früh setzt sich die Milderung durch, begleitet von Regen.

Karten-Überblick

🌡️ Temperatur (Max/Min)

Tageshöchstwerte
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🗺️ Wetterkarten (Niederschlag/Wind)

Schauer / Gewitter (24h)
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So wird das Wetter bei uns

Nordrhein-Westfalen

Am Morgen ist es verbreitet frostig und glatt. Im Tagesverlauf zieht von Westen her Bewölkung auf, und ab dem Mittag fällt zeitweise leichter Regen, im höheren Bergland Schneeregen oder Schnee mit Glätte. Die Temperaturen steigen auf 3 bis 7 Grad, im Hochsauerland bleibt es um 0 Grad. In der Nacht zum Samstag verstärken sich die Regenfälle, im Bergland fällt anfangs noch Schnee.

Hessen

Nordhessen

Bis zum Vormittag herrscht verbreitet Frost und Glätte. Im Tagesverlauf gibt es zeitweise leichten Regen, im höheren Bergland vereinzelt Schneefall. Die Höchstwerte liegen bei 2 bis 6 Grad, in Hochlagen um 0 Grad. In der Nacht zum Samstag ziehen von Nordwesten Regenfälle auf, die anfangs im höheren Bergland als Schnee fallen können.

Rhein-Main

Der Freitag beginnt mit Frost und Glätte. Tagsüber ziehen Wolken auf, und es kommt zeitweise zu leichtem Regen. Die Temperaturen erreichen 2 bis 6 Grad. In der Nacht zum Samstag setzt Regen ein, und es wird milder.

Südhessen

Auch in Südhessen gibt es am Morgen Frost und Glätte. Im Tagesverlauf ziehen Wolken auf und es kommt zu leichtem Regen. Die Temperaturen erreichen 2 bis 6 Grad. Die Nacht zum Samstag bringt Regen und mildere Temperaturen.

Rheinland-Pfalz

Am Morgen gibt es abseits des äußersten Südwestens verbreitet Frost und Glätte. Im Tagesverlauf verdichtet sich die Bewölkung rasch, und ab dem Mittag fällt zeitweise leichter Regen, anfangs im höheren Bergland als Schneeregen oder Schnee mit Glätte. Die Temperaturen steigen auf 4 bis 7 Grad, in Hochlagen auf etwa 2 Grad. In der Nacht zum Samstag ziehen von Nordwesten Regenfälle auf, die anfangs im höheren Bergland als Schneeregen fallen können.

Saarland

Der Freitag startet mit Frost und Glätte. Im Tagesverlauf verdichtet sich die Bewölkung rasch, und ab dem Mittag fällt zeitweise leichter Regen, anfangs im höheren Bergland als Schneeregen oder Schnee mit Glätte. Die Temperaturen steigen auf 4 bis 7 Grad, in Hochlagen auf etwa 2 Grad. In der Nacht zum Samstag ziehen von Nordwesten Regenfälle auf.

Bayern (Nordbayern)

Nach anfänglichem Frost und Glätte zeigt sich zeitweise die Sonne. Später ziehen von Westen wieder Wolken auf, und zum Abend fallen erste Tropfen. Die Temperaturen erreichen 1 bis 5 Grad. In den Kammlagen um 0 Grad, auf dem Großen Arber -4 Grad. In der Nacht zum Samstag nimmt der Regen von Nordwesten her zu, an den östlichen Mittelgebirgen fällt bis in tiefere Lagen Schnee. Vereinzelt ist Glatteis durch gefrierenden Regen nicht ausgeschlossen. Hier sollte man den Tag also nicht zu optimistisch beginnen.

⚠️ Gefahren & Einordnung

Amtliche Warnkarte (Hessen)
Amtliche Warnkarte (Hessen)

Bis zum Vormittag besteht verbreitet Glättegefahr durch überfrierende Nässe in allen genannten Regionen, besonders im Bergland und im Osten Nordrhein-Westfalens sowie in Nordhessen. Am Nachmittag und Abend kann es oberhalb von etwa 600 Metern Höhe örtlich zu Glätte durch leichten Schneefall kommen. In der Nacht zum Samstag sind im Osten Bayerns örtlich Glatteis durch gefrierenden Regen nicht ausgeschlossen.

🚦 Regionale Übersicht

RegionStatusZeitfensterKurzbegründungTrend
Nordrhein-WestfalenMäßigBis VormittagGlätte durch Frost
Hessen – NordhessenMäßigBis VormittagGlätte durch Frost
Hessen – Rhein-MainMäßigBis VormittagGlätte durch Frost
Hessen – SüdhessenMäßigBis VormittagGlätte durch Frost
Rheinland-PfalzMäßigBis VormittagGlätte durch Frost
SaarlandMäßigBis VormittagGlätte durch Frost
Bayern (Nordbayern)MäßigBis VormittagGlätte durch Frost
Wettercode-Video

🧠 Wetter-Wissen kompakt

  • Baroklinität: Ein Zustand in der Atmosphäre, bei dem Flächen gleichen Drucks und gleicher Temperatur nicht parallel verlaufen, was oft zu verstärkter Wetteraktivität führt.
  • Warum heute wichtig: Die Baroklinität trägt zur Intensivierung der Niederschläge bei, die als Regen, Schneeregen oder Schnee fallen können.
  • Woran merkt man’s draußen: Unterschiedliche Windrichtungen in verschiedenen Höhenlagen und eine Zunahme der Wolkenbildung.

💡 Fazit

In Hessen ist bis zum Vormittag mit Glätte zu rechnen. Im Tagesverlauf geht der Frost in Regen über, im Bergland fällt Schnee. Während Nordhessen am längsten von den winterlichen Einflüssen betroffen ist, setzt sich die Milderung in Rhein-Main und Südhessen schneller durch. Morgen wird es überall regnerisch. In Nordrhein-Westfalen gestaltet sich der Übergang ähnlich, wobei es im Bergland länger schneien kann.

Unterm Strich ist das kein Dauer-Drama, aber ein klassischer Winter-Fallensteller: Timing + Temperatur entscheiden. Wer oberhalb der Mittelgebirgslagen unterwegs ist, bekommt eher die weiße Variante – darunter pendelt es schnell zwischen Matsch und Schnee. Kritisch wird es dort, wo Niederschlag in die kälteren Nachtstunden fällt: Dann reichen kleine Mengen, um Wege und Straßen spiegelglatt zu machen. Dazu kommt zeitweise Wind – das macht es auf Höhenlagen unangenehm und kann Schneeverwehungen begünstigen. Die beste Nachricht: Zwischendurch gibt es auch ruhigere Phasen. Die weniger gute: Das nächste Niederschlagsfenster steht schon wieder bereit.

Transparenz: Erstellt auf Basis der DWD-Quellen (Warnlagebericht / Vorhersage). DWD-Zeitstempel: 19.02.2026 19:00 Uhr.

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