Deutschland erlebt in diesen Tagen eine markante Zweiteilung des Wetters. Während ein stabiles Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln der Nordhälfte trockene und kühle Herbstluft beschert, gerät der Süden zunehmend unter den Einfluss eines Tiefs, das sich über Frankreich festgesetzt hat. Diese Konstellation pumpt feuchte und labile Luftmassen nach Süddeutschland und bereitet die Bühne für eine außergewöhnliche Wetterlage, die in den kommenden Stunden und Tagen vor allem eines bringt: sehr viel Regen.
Ein Blick auf die Wetterkarten verrät die Brisanz der Lage. Die herangeführte Luft ist nicht nur feucht, sondern auch von herbstlicher Kühle geprägt. Dies schafft die idealen Bedingungen für lang anhaltende und teils unwetterartige Niederschläge. Insbesondere in einem breiten Streifen vom Saarland bis nach Nordbayern müssen sich die Menschen auf eine erhebliche Regenmenge einstellen. Unsere Meteorologen beobachten die Entwicklung rund um die Uhr, um die Vorhersagen kontinuierlich zu präzisieren und rechtzeitig zu warnen.
Die Entwicklung der kommenden Tage
Dienstag, 23. September: Der Tag beginnt in der Südhälfte oft noch verhalten, doch die Wolken verdichten sich zusehends. Ab den späten Nachmittags- und Abendstunden setzt dann von Baden-Württemberg und dem Saarland her kräftiger und anhaltender Regen ein. In diese ersten Regenfälle können lokal auch Gewitter eingelagert sein, die mit Starkregen von 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter (l/m2) in kurzer Zeit für erste kleinräumige Überflutungen sorgen könnten. Die Temperaturen bleiben gedämpft.
Mittwoch, 24. September: Die Nacht zum Mittwoch und der gesamte Tag stehen im Zeichen des Dauerregens. Der Schwerpunkt der Niederschläge verlagert sich dabei langsam. Besonders betroffen ist anfangs die Region vom Saarland über die Pfalz bis in den Kraichgau. Hier sind gebietsweise markante Niederschlagssummen zwischen 30 und 50 l/m2 innerhalb von 24 bis 30 Stunden zu erwarten. Regional, insbesondere in Staulagen der Mittelgebirge, können die Mengen auch auf 50 bis 70 l/m2 ansteigen, was einer Unwetterwarnung entspricht. Örtlich sind sogar extreme Mengen bis 90 l/m2 nicht gänzlich ausgeschlossen. Straßen und Keller könnten überflutet werden, und Bäche und kleinere Flüsse schnell ansteigen.

Donnerstag, 25. September: In der Nacht zum Donnerstag weitet sich das Regengebiet weiter aus und erfasst auch Teile von Südthüringen und Nordbayern, hier insbesondere Unterfranken bis an die tschechische Grenze. Auch wenn die Intensität langsam nachlässt, hält der Regen bis in den Donnerstag hinein an. In diesen Gebieten sind immer noch Mengen zwischen 20 und 30 l/m2 möglich, örtlich auch bis zu 50 l/m2. Erst im Laufe des Donnerstagnachmittags ist mit einer allmählichen Wetterberuhigung zu rechnen.
Fazit und Ausblick
Die kommenden 48 Stunden erfordern in den genannten Regionen erhöhte Aufmerksamkeit. Der anhaltende Dauerregen führt zu einer Sättigung der Böden, was die Gefahr von Hochwasser und lokalen Überflutungen deutlich steigert. Es ist ratsam, die Wetterwarnungen aufmerksam zu verfolgen und Vorkehrungen zu treffen. Während der Süden mit den Wassermassen kämpft, bleibt der Norden weitgehend verschont und erlebt ruhiges, wenn auch kühles Herbstwetter. Zum Wochenende hin deuten die Modelle eine Beruhigung der Gesamtwetterlage in ganz Deutschland an.
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