Panorama

Der plötzliche Frühlingsdurchbruch (oder: Warum Ihr Kreislauf gerade streikt)

Das hier, das ist die Wetterkarte. Und die sieht im Moment aus, als hätte jemand einen gigantischen Föhn in der Wüste Sahara auf die höchste Stufe gestellt und zielt damit direkt auf Mitteleuropa. Klingt komisch? Ist aber so. Nachdem wir am vergangenen Wochenende schon gemerkt haben, dass es irgendwie nicht mehr ganz so eisig ist, …

Das hier, das ist die Wetterkarte. Und die sieht im Moment aus, als hätte jemand einen gigantischen Föhn in der Wüste Sahara auf die höchste Stufe gestellt und zielt damit direkt auf Mitteleuropa. Klingt komisch? Ist aber so.

Nachdem wir am vergangenen Wochenende schon gemerkt haben, dass es irgendwie nicht mehr ganz so eisig ist, baut sich da oben am Himmel gerade eine völlig neue Großwetterlage zusammen. Die bisherige Kälte wird einfach weggeschoben. Und zwar von warmer Wüstenluft. Das führt dazu, dass das Thermometer in den nächsten Tagen völlig den Verstand verliert und mal eben zehn bis fünfzehn Grad über den normalen Durchschnitt für diese Jahreszeit springt.

Das hier, das ist die Wetterkarte. Und die sieht im Moment aus, als hätte jemand einen gigantischen Föhn in der Wüste Sahara auf die höchste Stufe gestellt und zielt damit direkt auf Mitteleuropa. Klingt komisch? Ist aber so.
Temperaturen am Mittwoch
Das hier, das ist die Wetterkarte. Und die sieht im Moment aus, als hätte jemand einen gigantischen Föhn in der Wüste Sahara auf die höchste Stufe gestellt und zielt damit direkt auf Mitteleuropa. Klingt komisch? Ist aber so.
Temperaturen am Donnerstag

Für Sie bedeutet das: Der Winter haut erst einmal ab. Sie dürfen sich auf einen unerwartet frühen, ziemlich intensiven Frühlingsbeginn freuen. Die dicken Wintermäntel können Sie jetzt ganz tief in den Schrank verbannen. (Zumindest so lange, bis Sie vergessen haben, wo sie liegen. Aber dazu später mehr).

Schauen wir uns das mal im Detail an. Heute und am Dienstag ist das Wetter noch ein bisschen unentschlossen. Das nennt der Meteorologe „unbeständig“. Wir nennen es: noch kein Grund für Euphorie.

Aber dann kommt der Mittwoch. Pünktlich zur Wochenmitte setzt sich die Sonne durch, radiert die Wolken weg und bringt uns auch am Donnerstag einen knallblauen Himmel. Das Beste daran: Die Temperaturen klettern auf kuschelige 15 bis 20 Grad. Und weil das Wetter heute mal gute Laune hat, gilt das nicht nur für den Westen Deutschlands. Auch der Osten, der letzte Woche noch so tiefgefroren war, dass man die Worte beim Sprechen sehen konnte, wird jetzt aufgetaut. Alle dürfen mitmachen beim großen Schwitzen.

Das hier, das ist die Wetterkarte. Und die sieht im Moment aus, als hätte jemand einen gigantischen Föhn in der Wüste Sahara auf die höchste Stufe gestellt und zielt damit direkt auf Mitteleuropa. Klingt komisch? Ist aber so.
18 Grad in der Spitze am Donnerstag im Südwesten.

Am Freitag wird es dann nochmal spannend. Da kommt von Westen ein Regenband angereist. Ob das uns aber wirklich trifft oder vorher einfach nach Norden abbiegt, weil es keine Lust auf uns hat, weiß es selbst noch nicht so genau. Hier lautet die Devise: Gucken Sie einfach morgens aus dem Fenster oder auf die lokale Wetter-App. Aber keine Panik, pünktlich zum Wochenende hat sich die Lage wieder beruhigt. Sonne, Natur, Ausflüge – alles ist drin.

Jetzt kommt das große „Aber“. So ein Temperatursturz nach oben macht zwar gute Laune, ist aber für die Realität da draußen eine ziemliche Belastungsprobe.

  • Sache 1: Der Matsch. Die rasant gestiegenen Temperaturen haben schon am Wochenende für ordentliches Tauwetter gesorgt. Wo letzte Woche noch romantisch Schnee lag, ist jetzt… nun ja, Wasser. Viel Wasser. Rechnen Sie mit nassen Böden und jeder Menge Schlamm an den Schuhen.
  • Sache 2: Der innere Motor. Wenn die Temperatur plötzlich um 15 Grad in die Höhe schießt, sagt Ihr Körper nicht einfach nur „Danke“. Er ist verwirrt. Für wetterfühlige Menschen ist das eine massive Kreislaufbelastung. Wenn Sie sich also in den ersten warmen Tagen fühlen, als hätten Sie Blei in den Beinen: Das ist normal. Gehen Sie es einfach ein bisschen ruhiger an. Der Frühling läuft nicht weg.

Fazit: Genießen, solange der Vorrat reicht

Zusammenfassend kann man sagen: Der Frühling ist da und tritt die Tür direkt mit Anlauf ein. Genießen Sie diese sonnigen, extrem milden Tage bis über das Wochenende hinaus. Gehen Sie raus, blinzeln Sie in die Sonne.

Warum Sie das jetzt ausgiebig tun sollten? Nun, weil die Natur gerne kleine fiese Streiche spielt. Wenn wir in die Glaskugel – also die langfristigen Modelle – schauen, gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass uns in der zweiten Märzwoche aus dem Norden noch einmal ein Kälteeinbruch erwischt. Sicher ist das noch lange nicht. Aber es ist ein hervorragender Grund, das Hier und Jetzt zu genießen, bevor Sie den Wintermantel vielleicht doch wieder fluchend aus der hintersten Schrankecke wühlen müssen.

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