Südwetter

Gefrierender Regen und Nebel – Was erwartet Süddeutschland?

Meine Damen und Herren, wir blicken heute auf eine Wetterlage, die durchaus ihre Tücken hat. Stellen Sie sich vor, über uns liegt ein tiefes Becken, gefüllt mit Luftmassen, die sich nicht so recht einigen können. Dieses Becken, ein sogenannter Langwellentrog, erstreckt sich von Westeuropa bis zum Ostatlantik und bringt uns einiges an Unruhe.

Ein Teil dieses Trogs schiebt sich über Deutschland und versucht, in Richtung Osteuropa zu ziehen. Doch da gibt es zwei Hochdruckgebiete, die wie Bollwerke im Osten und Norden stehen und den Trog ausbremsen. Und genau hier, an dieser „Frontlinie“, treffen unterschiedliche Luftmassen aufeinander.

Die Okklusion, ein Zusammentreffen von Kalt- und Warmluft, hat bereits den Südwesten Deutschlands überquert und bewegt sich langsam weiter nach Osten. Die mildere Luft, die sie mitbringt, gleitet auf die kalte Luft auf, die aus Osten herangeführt wird. Das ist wie bei einem Kaltgetränk an einem warmen Tag – es bildet sich Kondenswasser. Nur ist dieses Kondenswasser bei uns eben gefrierender Regen.

Die Nacht verspricht also spannend zu werden. Es ist wie ein Tanz zwischen den Luftmassen, bei dem noch nicht klar ist, wer die Oberhand gewinnt. Die Vorhersagen sind sich nicht ganz einig, ob es wirklich für eine längere Phase mit gefrierendem Regen reicht. Die Modelle zeigen zwar einen leichten Anstieg der Temperaturen in Bodennähe, was auf ein allmähliches Verschwinden der Kaltluft hindeutet, aber ob sich die Luft wirklich nochmal auf Werte unter 0 Grad abkühlt, ist ungewiss. Die Bewölkung, die mit der Okklusion einhergeht, strahlt Wärme zurück zur Erde und könnte eine leichte Erwärmung bewirken.

Ein weiteres Problem ist der Frost, der noch im Boden sitzt. Je nachdem, wie tief er eingedrungen ist, kann er das Gefrieren des Regens noch verstärken. Es ist also wichtig, die Entwicklung genau zu beobachten. Sollte es tatsächlich zu markanter Glätte kommen, werden wir Sie umgehend informieren. Aber keine Sorge, die Regenmengen sind voraussichtlich nicht so groß, dass es zu Unwettern kommt. Und selbst wenn es kurzzeitig Eisregen gibt, wird dieser wahrscheinlich bald in normalen Regen übergehen.

Postfrontal der Okklusion sorgt seichte WLA bei geringer Durchmischung für eine meist trübe Nacht mit zahlreichen Schauern und ausgedehnten Nebelfeldern (Saarland bis zur Oder). Die Minima liegen im Norden und Osten um den Gefrierpunkt, während sie im Westen und Süden knapp darüber liegen (in Richtung Niederrhein +6 Grad). Am kältesten präsentiert sich Mitteldeutschland bei 0 bis -3 Grad. Bei einem aufgefächerten Gradienten ist der Wind weit von eventuellen warnwürdigen Böen entfernt. Dafür bildet sich verbreitet dichter Nebel.

Am Samstag wird sich an dieser Konstellation wenig ändern. Die Okklusion wird mehr oder weniger an Ort und Stelle verharren, und im Bereich der Feuchtigkeit wird es weiterhin trüb bleiben, mit Nebel und Hochnebel.

📡 Aktuelles Radar-Loop

Der Blick hinter die Kulissen

Was passiert da oben?

Um das besser zu verstehen, müssen wir uns die Atmosphäre wie eine mehrschichtige Torte vorstellen. In den oberen Schichten weht der Wind, der die Luftmassen steuert. In den unteren Schichten, nahe der Erdoberfläche, spielen sich die eigentlichen Wetterphänomene ab. Und wenn diese Schichten nicht im Einklang sind, kann es zu solchen komplexen Situationen wie jetzt kommen. Die kalte Luft in Bodennähe und die mildere Luft darüber sorgen für eine instabile Schichtung, die das Entstehen von gefrierendem Regen begünstigt. Es ist wie ein Schichtsalat, bei dem die Zutaten nicht so recht zusammenpassen wollen.

Aktuelle Wetterkarten

Meine Damen und Herren, wir blicken heute auf eine Wetterlage, die durchaus ihre Tücken hat. Stellen Sie sich vor, über uns liegt ein tiefes Becken, gefüllt mit Luftmassen, die sich nicht so recht einigen können. Dieses Becken, ein sogenannter Langwellentrog, erstreckt sich von Westeuropa bis zum Ostatlantik und bringt uns einiges an Unruhe.
Meine Damen und Herren, wir blicken heute auf eine Wetterlage, die durchaus ihre Tücken hat. Stellen Sie sich vor, über uns liegt ein tiefes Becken, gefüllt mit Luftmassen, die sich nicht so recht einigen können. Dieses Becken, ein sogenannter Langwellentrog, erstreckt sich von Westeuropa bis zum Ostatlantik und bringt uns einiges an Unruhe.

Detailbericht für Bayern & BaWü

Nun zu den konkreten Auswirkungen auf Süddeutschland. Heute erleben wir Höchstwerte zwischen 4 Grad in Regensburg und bis zu 12 Grad in Karlsruhe. Der Wind kann dabei Böen von bis zu 60 km/h erreichen.

**Achtung:** Der DWD warnt vor örtlicher Glätte in der Nacht zum Samstag. Besonders in den Morgenstunden kann es gefährlich werden, wenn der gefrierende Regen auf den kalten Boden trifft. Seien Sie also vorsichtig, wenn Sie unterwegs sind!

In den Städten sieht es folgendermaßen aus: In München erreichen wir heute maximal 9 Grad, morgen 7 Grad. Stuttgart meldet heute 11 Grad und morgen 7 Grad, bei geringem Niederschlag. Nürnberg kommt heute auf 7 Grad und morgen auf 6 Grad, auch hier ist mit etwas Niederschlag zu rechnen.

Im Schwarzwald, auf dem Feldberg, bleiben die Temperaturen mit maximal 3 Grad heute und 2 Grad morgen frostig. Hier ist mit etwas mehr Niederschlag zu rechnen, der als Schnee fallen kann.

Auch in den kommenden Tagen bleibt die Wetterlage unbeständig. Es ist wie ein Auf und Ab der Temperaturen, begleitet von gelegentlichem Niederschlag. Die Sonne wird sich rar machen, und der Nebel wird uns weiterhin begleiten.

Wetter-Trend & Analyse

[ml_hc_trend temp=”W3sibmFtZSI6Ik5cdTAwZmNybmJlcmciLCJkYXRhIjpbWzE3NzA0MTg4MDAwMDAsNC40XSxbMTc3MDUwNTIwMDAwMCw2LjVdLFsxNzcwNTkxNjAwMDAwLDQuMl0sWzE3NzA2NzgwMDAwMDAsNS40XSxbMTc3MDc2NDQwMDAwMCw5LjhdLFsxNzcwODUwODAwMDAwLDkuMl0sWzE3NzA5MzcyMDAwMDAsNS42XSxbMTc3MTAyMzYwMDAwMCwyLjhdLFsxNzcxMTEwMDAwMDAwLDMuMl0sWzE3NzExOTY0MDAwMDAsNi40XSxbMTc3MTI4MjgwMDAwMCw4LjZdLFsxNzcxMzY5MjAwMDAwLDEuN10sWzE3NzE0NTU2MDAwMDAsNS45XSxbMTc3MTU0MjAwMDAwMCw3LjZdXX0seyJuYW1lIjoiRnJlaWJ1cmciLCJkYXRhIjpbWzE3NzA0MTg4MDAwMDAsMTEuMV0sWzE3NzA1MDUyMDAwMDAsNS44XSxbMTc3MDU5MTYwMDAwMCw3LjJdLFsxNzcwNjc4MDAwMDAwLDEwLjRdLFsxNzcwNzY0NDAwMDAwLDExLjddLFsxNzcwODUwODAwMDAwLDguNl0sWzE3NzA5MzcyMDAwMDAsNy4yXSxbMTc3MTAyMzYwMDAwMCwyLjddLFsxNzcxMTEwMDAwMDAwLDQuMl0sWzE3NzExOTY0MDAwMDAsMTEuMV0sWzE3NzEyODI4MDAwMDAsNy44XSxbMTc3MTM2OTIwMDAwMCw3LjJdLFsxNzcxNDU1NjAwMDAwLDYuOV0sWzE3NzE1NDIwMDAwMDAsOS4wXV19XQ==” rain=”W3sibmFtZSI6Ik5cdTAwZmNybmJlcmciLCJkYXRhIjpbWzE3NzA0MTg4MDAwMDAsMC42XSxbMTc3MDUwNTIwMDAwMCwwLjBdLFsxNzcwNTkxNjAwMDAwLDAuMF0sWzE3NzA2NzgwMDAwMDAsMi4yXSxbMTc3MDc2NDQwMDAwMCwxMS4zXSxbMTc3MDg1MDgwMDAwMCw3LjddLFsxNzcwOTM3MjAwMDAwLDguOF0sWzE3NzEwMjM2MDAwMDAsMy42XSxbMTc3MTExMDAwMDAwMCwwLjRdLFsxNzcxMTk2NDAwMDAwLDMuOF0sWzE3NzEyODI4MDAwMDAsMS4yXSxbMTc3MTM2OTIwMDAwMCwxLjhdLFsxNzcxNDU1NjAwMDAwLDAuNF0sWzE3NzE1NDIwMDAwMDAsMS40XV19LHsibmFtZSI6IkZyZWlidXJnIiwiZGF0YSI6W1sxNzcwNDE4ODAwMDAwLDAuMF0sWzE3NzA1MDUyMDAwMDAsMC4wXSxbMTc3MDU5MTYwMDAwMCwwLjBdLFsxNzcwNjc4MDAwMDAwLDEuOF0sWzE3NzA3NjQ0MDAwMDAsOS4xXSxbMTc3MDg1MDgwMDAwMCw4LjBdLFsxNzcwOTM3MjAwMDAwLDYuOF0sWzE3NzEwMjM2MDAwMDAsMTIuNF0sWzE3NzExMTAwMDAwMDAsMy4wXSxbMTc3MTE5NjQwMDAwMCwxLjZdLFsxNzcxMjgyODAwMDAwLDAuOF0sWzE3NzEzNjkyMDAwMDAsMS4yXSxbMTc3MTQ1NTYwMDAwMCwwLjZdLFsxNzcxNTQyMDAwMDAwLDEuOF1dfV0=” suffix=”Vergleich Nürnberg vs Freiburg” bg=”#e3f2fd”]

Trend-Analyse

Der 14-Tage-Trend

Ein Blick auf den 14-Tage-Trend zeigt, dass die Temperaturen sowohl in Nürnberg als auch in Freiburg tendenziell fallen. Das bedeutet, dass wir uns auf eine kühlere Periode einstellen müssen. In Nürnberg sinkt die Durchschnittstemperatur von 6.4 Grad in der ersten Woche auf 5.2 Grad in der zweiten Woche. In Freiburg fällt sie von 8.9 Grad auf 7.0 Grad. Es ist also wie ein langsamer Abschied vom milden Wetter, hin zu kälteren Tagen.

Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Wetter in Süddeutschland bleibt weiterhin unbeständig und tückisch. Achten Sie auf die Glättegefahr und seien Sie vorsichtig im Straßenverkehr. Und vergessen Sie nicht, sich warm anzuziehen!

Keine Unwetterwarnung mehr verpassen!

Unterstützen Sie unsere unabhängige Redaktion: Fügen Sie die Meteozentrale mit nur einem Klick als bevorzugte Nachrichtenquelle in Ihrer Google-Suche hinzu. So erhalten Sie unsere Warnungen bei kritischen Wetterlagen garantiert immer sofort als Erstes.

Bei Google als bevorzugt markieren

Peter Richter

Peter M. Richter ist freier Fachjournalist und verfügt über mehr als 25 Jahre Expertise in den Bereichen Lokalnachrichten, Meteorologie und Synoptik. Seit 2021 verstärkt er als profilierter Redakteur die Fachredaktion der Meteozentrale. Hier ist er darauf spezialisiert, komplexe Wetterumschwünge zu analysieren und hochpräzise, datenbasierte Unwetterwarnungen für die Öffentlichkeit und Medienpartner aufzubereiten. Seine Mission ist die strikte Verbindung von fundiertem journalistischen Handwerk mit tiefem meteorologischen Know-how. Mit seinen klaren Vorhersagen sorgt Peter M. Richter dafür, dass Leser und Entscheidungsträger rechtzeitig informiert werden, um die Sicherheit bei extremen Naturgewalten zu gewährleisten. More »
- Anzeige -
- Anzeige / Empfehlungen -
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"