Wer am heutigen Samstag, dem 6. Dezember, auf glitzernden Frost oder winterlichen Sonnenschein zum Nikolaustag gehofft hat, wird beim Blick nach draußen enttäuscht, denn über ganz Hessen liegt eine dichte, graue Wolkendecke, die kaum Lücken für die Sonne lässt. Verantwortlich für diese trübe Witterung ist ein beständiger Tiefdruckeinfluss, der das Wettergeschehen fest im Griff hat und zunehmend milde, aber sehr feuchte Luftmassen aus Südwesten in unsere Region lenkt. Diese meteorologische Konstellation sorgt dafür, dass Sie den Regenschirm heute griffbereit halten sollten, denn im gesamten Landesgebiet fällt immer wieder Regen, wobei die Intensität durchaus variieren kann.

Während es in den Niederungen – etwa im Rhein-Main-Gebiet rund um Frankfurt oder in der Wetterau – durchgehend regnet, gestaltet sich die Lage in den höchsten Erhebungen noch etwas differenzierter. In Lagen oberhalb von 700 bis 800 Metern, wie etwa auf der Wasserkuppe in der Rhön oder dem Großen Feldberg im Taunus, mischen sich anfangs noch Schneeflocken unter den Niederschlag, doch auch hier setzt sich durch die einfließende Milderung zunehmend Regen durch. Die Temperaturen erreichen dabei Werte zwischen 4 und 8 Grad, was für die Jahreszeit durchaus mild ist, sich durch den mäßigen Südwestwind jedoch oft kühler anfühlt. Besonders wenn Sie einen Ausflug in die hessischen Mittelgebirge planen, ist Vorsicht geboten, da dort mit starken bis stürmischen Böen zu rechnen ist, die den Aufenthalt im Freien ungemütlich machen können.
Auch in der Nacht zum Sonntag bleibt uns die dichte Bewölkung zunächst erhalten, und der Regen setzt sich in vielen Landkreisen fort, bevor die Niederschläge in der zweiten Nachthälfte allmählich nachlassen und die Wolkendecke hier und da kurzzeitig aufreißen kann. Die Tiefstwerte sinken auf 5 bis 1 Grad ab, wobei es in den Gipfellagen weiterhin sehr windig bleibt. Der Sonntagvormittag bietet dann eine kurze Verschnaufpause. In der sich neben vielen Wolken und einzelnen Schauern auch kurzzeitig die Sonne zeigen kann, bevor im Laufe des Nachmittags von Südwesten her erneut kompakte Wolkenfelder aufziehen und den nächsten Regen im Gepäck haben.

Die Temperaturen steigen dann bereits spürbar an und erreichen Höchstwerte von 7 bis 11 Grad. Zum Wochenstart am Montag verstärkt sich dieser Trend zur Milderung weiter, sodass wir bei meist trockenem, aber wolkenverhangenem Himmel für den Dezember ungewöhnlich hohe Werte von 10 bis 15 Grad erwarten dürfen.
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