Am heutigen Mittwoch bestimmt ein weitreichendes Hochdruckgebiet das Wetter in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Bei viel Sonnenschein und sehr trockener Luft steigen die Temperaturen im Binnenland spürbar an, während auflandiger Wind an den Küsten für deutlich kühlere Werte sorgt. Ab dem späten Nachmittag ziehen von der Nordsee erste dichte Wolkenfelder auf.
Die aktuelle Wetterlage über dem Norden von Deutschland
Ein stabiler Höhenkeil erstreckt sich von Westeuropa bis in die Irminger See, gestützt von einem kräftigen Bodenhoch, das von Grönland über Mitteleuropa bis zum Balkan reicht. Diese Konstellation führt kühle, aber extrem trockene Luftmassen nach Norddeutschland. Durch das anhaltende Absinken der Luft und die ungestörte Sonneneinstrahlung erwärmt sich die untere Troposphäre im Tagesverlauf deutlich. Die Luftfeuchtigkeit ist aktuell zu gering für die Bildung von Quellbewölkung, weshalb verbreitet ein wolkenloser Himmel dominiert.

Die aktuelle Wetterlage bringt markante thermische Gegensätze zwischen den Küstengebieten und dem tiefen Binnenland mit sich. Aktuelle Analysen der Seewetterdaten belegen, dass der Wind an den Küsten auf Nordwest dreht. Dort, wo er direkt vom kalten Meer auf das Land trifft – etwa in Nordfriesland oder an der Mecklenburger Bucht –, verharren die Tageshöchstwerte bei 11 bis 14 Grad. Die Wassertemperaturen liegen in der Deutschen Bucht meist zwischen 9 und 10 Grad (Helgoland 8 Grad), in der Ostsee bei 6 bis 9 Grad.


Weht der Wind hingegen ablandig, wie an der Flensburger Förde oder der Ostseite Rügens, wird die wärmere Landluft auf das Wasser geschoben, wodurch auch in Küstennähe bis zu 18 Grad erreicht werden. Im Laufe des späten Nachmittags und Abends wird von der Nordsee her zunehmend tiefer Stratus oder Seenebel erwartet, der sich im Bereich der Ostfriesischen Inseln, über Helgoland bis nach Nordfriesland ausbreiten kann. In der Nacht zum Donnerstag verstärkt ein Tiefdruckgebiet über dem norwegischen Gebirge den Druckgradienten, was exponiert an der schleswig-holsteinischen Westküste zu einzelnen stürmischen Böen führen kann.


Regionale Prognosen für den heutigen Mittwoch
Niedersachsen und Bremen:
Nach einer kalten Nacht mit flächendeckendem Bodenfrost scheint vom Emsland bis in den Harz ungestört die Sonne. Die Tageshöchstwerte erreichen 15 Grad im Raum Wittmund und bis zu 18 Grad im Wendland bei Lüchow. Im Oberharz werden 11 bis 13 Grad erwartet, an den Stränden der Ostfriesischen Inseln 12 bis 14 Grad. Am Abend zieht von der See her Hochnebel in das Elbe-Weser-Dreieck und nach Ostfriesland. In der klaren Nacht sinken die Werte in Südniedersachsen, beispielsweise bei Bovenden, auf -1 Grad. Auf den Inseln, wie etwa Baltrum, bleibt es bei 7 Grad frostfrei.

Schleswig-Holstein und Hamburg:
Nach lokaler Nebelauflösung am Morgen dominiert in der Metropole Hamburg und von der Unterelbe bis zur dänischen Grenze die Sonne. Im Hamburger Stadtgebiet, von Niendorf bis Reitbrook, klettert das Thermometer auf 17 bis 18 Grad. Ähnlich mild wird es im Herzogtum Lauenburg bei Schwarzenbek. An der Westküste, von Dithmarschen bis Nordfriesland, treibt der mäßige Nordwestwind am Nachmittag teils dichtere Seenebelfelder landeinwärts. Die Temperaturen erreichen 15 Grad in Leck, direkt auf Sylt und Föhr bleibt es kühler (12 bis 15 Grad). In der Nacht frischt der Wind an den Küsten merklich auf.

Mecklenburg-Vorpommern:
Zwischen der Schweriner Seenlandschaft und der Vorpommerschen Küste herrscht viel Sonnenschein, lediglich gelegentliche Zirruswolken zeigen sich am Himmel. Die Temperaturen steigen im Bereich Penkun auf bis zu 18 Grad. Auf Usedom und an der Ostseite Rügens bleibt es bei ablandigem Wind mit rund 16 Grad ebenfalls mild. Direkt an der Mecklenburger Bucht, etwa in Kühlungsborn oder Warnemünde, liegen die Werte durch auflandigen Wind bei 13 bis 14 Grad. Der Nordwestwind weht schwach bis mäßig, im Bereich Vorpommern-Rügen zeitweise böig. In der Nacht gehen die Temperaturen in Priepert auf 2 Grad zurück, auf Hiddensee auf 5 Grad.

Das Fazit und die Fakten für den Norden
Das beständige Hochdruckwetter sorgt in allen norddeutschen Bundesländern für ruhige und sonnige Verhältnisse. Während das Binnenland angenehme Temperaturen verzeichnet, erfordern die Strände an der Nordsee aufgrund des aufziehenden Seenebels und frischer werdender Winde zum Abend hin etwas mehr Wetterfestigkeit. Bodenfrostgefahr besteht in der kommenden Nacht primär noch in den südlicheren und östlichen Landesteilen Niedersachsens und Mecklenburg-Vorpommerns abseits der Küsten.
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