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Steht uns im Südosten ein gefährliches Glatteis-Wochenende bevor?

Willkommen zur aktuellen Wetteranalyse. Während wir uns auf das erste Adventswochenende zubewegen, zeigt sich die Atmosphäre über Deutschland zweigeteilt und durchaus turbulent. Besonders in den südöstlichen Landesteilen ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Als erfahrener Meteorologe möchte ich Ihnen die komplexe Wetterlage aufschlüsseln, damit Sie sicher durch die kommenden Tage kommen. Wir befinden uns derzeit in einem …

Willkommen zur aktuellen Wetteranalyse. Während wir uns auf das erste Adventswochenende zubewegen, zeigt sich die Atmosphäre über Deutschland zweigeteilt und durchaus turbulent. Besonders in den südöstlichen Landesteilen ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Als erfahrener Meteorologe möchte ich Ihnen die komplexe Wetterlage aufschlüsseln, damit Sie sicher durch die kommenden Tage kommen. Wir befinden uns derzeit in einem Übergangsbereich zwischen milder Atlantikluft und hartnäckiger Kälte in Bodennähe.

Zum Ausklang der Arbeitswoche geraten wir zunehmend unter den Einfluss einer südwestlichen Strömung. Ein Tiefdruckgebiet zieht weit im Norden in Richtung Skandinavien, was für uns bedeutet, dass eine sogenannte Warmfront über den Norden und Osten zieht, gefolgt von einer Kaltfront.

Was bedeutet das konkret für Sie? Im Norden, beispielsweise in der Holsteinischen Schweiz oder im Emsland, dominieren Wolken und zeitweiliger Regen das Bild. Es wird ungemütlich, aber nicht winterlich kalt. Ganz anders stellt sich die Situation im Süden dar. Hier hält sich noch der Einfluss eines Hochdruckgebiets. In Regionen wie dem Landkreis Traunstein oder dem Allgäu startete der Tag teils frostig und neblig. Zwar gab es dort am Vormittag stellenweise Glätte durch leichten Sprühregen, doch im Tagesverlauf setzt sich hier, abseits der Flusstäler, häufig die Sonne durch. Die Temperaturen bleiben in diesen südlichen Gefilden jedoch verhalten und bewegen sich, je nach Sonnenschein, oft nur knapp über dem Gefrierpunkt.

Der Wind spielt heute vor allem in exponierten Lagen eine Rolle. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge, wie etwa im Hochsauerland, müssen Sie mit stürmischen Böen rechnen.

Die kritische Nacht zum Samstag: Unwettergefahr durch Glatteis

In der Nacht zum Samstag sollten Sie, insbesondere wenn Sie im Südosten Deutschlands unterwegs sind, höchste Vorsicht walten lassen. Die zuvor erwähnte Kaltfront verlagert sich langsam, aber stetig in Richtung Südosten. Das Tückische an dieser Situation ist die Temperaturschichtung: Während in höheren Luftschichten (etwa auf 1.500 Metern Höhe) bereits mildere Luft einfließt, hält sich am Boden noch die schwere, kalte Luft.

Willkommen zur aktuellen Wetteranalyse. Während wir uns auf das erste Adventswochenende zubewegen, zeigt sich die Atmosphäre über Deutschland zweigeteilt und durchaus turbulent. Besonders in den südöstlichen Landesteilen ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Als erfahrener Meteorologe möchte ich Ihnen die komplexe Wetterlage aufschlüsseln, damit Sie sicher durch die kommenden Tage kommen. Wir befinden uns derzeit in einem Übergangsbereich zwischen milder Atlantikluft und hartnäckiger Kälte in Bodennähe.
LAGEBERICHT v13.30 | 14:26 | Traunstein (83278)

Wenn der Regen nun auf die gefrorenen Böden trifft, entsteht augenblicklich eine Eisschicht. Meteorologisch sprechen wir hier von einer klassischen Glatteislage. Besonders betroffen hiervon sind die Gebiete vom Landkreis Cham bis hinunter ins Berchtesgadener Land. Da hier teilweise mehrere Millimeter Niederschlag erwartet werden, ist die Gefahr von signifikantem Glatteis sehr hoch; wir stufen dies als potenzielle Unwetterlage ein. Bitte passen Sie Ihre Fahrweise entsprechend an oder vermeiden Sie unnötige Fahrten in diesen Regionen. Im restlichen Land, etwa im Ruhrgebiet oder der Kölner Bucht, lockert die Bewölkung nach Abzug des Regens auf, und es bleibt weitgehend frostfrei.

Der Samstag: Ruhiges Zwischenhoch mit großen Kontrasten

Am Samstag beruhigt sich das Wettergeschehen vorübergehend. Ein schwaches Zwischenhoch sorgt für Wetterberuhigung. Nachdem die Niederschläge im Südosten abgezogen sind, bleibt es meist trocken. Allerdings kann sich durch die feuchte Luft vielerorts zäher Hochnebel halten.

Die Temperaturgegensätze sind bemerkenswert: Während wir im Westen, etwa im Aachener Raum oder am Niederrhein, bei guter Durchmischung der Luftmassen milde Werte um 10 bis 11 Grad erreichen können, verharrt die Kaltluft im Südosten. In der Oberpfalz oder im Landkreis Regen kommen die Temperaturen kaum über 1 bis 4 Grad hinaus, da hier der Wind fehlt, um die kalte Luft am Boden auszuräumen. An der Küste, etwa auf den Ostfriesischen Inseln, bleibt der Wind spürbar, aber größtenteils nicht stürmisch.

Fazit und meteorologischer Hintergrund

Warum ist das aktuell so? Die aktuelle Wetterlage ist ein Lehrbuchbeispiel für eine Inversionswetterlage in Verbindung mit einer Frontpassage. Normalerweise nimmt die Temperatur mit der Höhe ab. Aktuell schiebt sich jedoch warme Luft in der Höhe über die kalte Luft am Boden (eine sogenannte Warmluftadvektion). Wenn Regen aus der warmen oberen Schicht in die frostige untere Schicht fällt, gefriert er beim Aufprall am Boden sofort. Dies nennen wir gefrierenden Regen oder umgangssprachlich Blitzeis.

Zusammenfassung:

  • Vorsicht im Südosten: In der Nacht zum Samstag droht im Bereich Niederbayern und den angrenzenden Mittelgebirgen gefährliches Glatteis.
  • Milde im Westen: Der Westen und Nordwesten profitiert von der atlantischen Luft und bleibt mild.
  • Ausblick: In der Nacht zum Sonntag kündigt sich von Westen her bereits das nächste Tief an, das erneut Regen und an der Nordseeküste stürmischen Wind bringen kann.

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