Ein Ausläufer des Tiefs Rapunzel führt milde Luftmassen nach Bayern und Baden-Württemberg. Am späten Nachmittag und Abend erreicht eine Kaltfront von Nordwesten her die Region und sorgt punktuell für Schauer sowie teils windintensive Gewitter.
Warum heute im Süden Gewitter möglich sind
Baden-Württemberg und Bayern liegen am heutigen Ostersonntag zunächst in einer südwestlichen Strömung, die deutlich wärmere Luft heranführt. Ein kurzes Zwischenhoch sorgt für längere sonnige Abschnitte. Im Tagesverlauf nähert sich jedoch die Kaltfront des Tiefs Rapunzel, dessen Zentrum von Schottland nach Südnorwegen zieht, und greift ab dem Abend auf Süddeutschland über.


Die meteorologischen Modelle deuten darauf hin, dass sich die stärksten konvektiven Entwicklungen präfrontal, also im Vorfeld der eigentlichen Front, bilden. Auslöser ist eine Windkonvergenz: Hierbei trifft am Nachmittag Südwestwind im Alpenvorland auf nordwestliche Winde weiter nördlich. Aufgrund der vergleichsweise geringen Luftfeuchtigkeit in der Warmluftmasse bleibt die verfügbare Energie (CAPE) limitiert.
Bei entstehenden Gewittern steht daher nicht der Starkregen im Vordergrund, sondern die Gefahr von markanten Sturmböen der Stärke 8 bis 9 Beaufort sowie kleinkörnigem Hagel. In der Nacht zum Ostermontag schwächt sich die Kaltfront durch ansteigenden Luftdruck im Süden rasch ab.
Regionale Prognosen für Bayern und Baden Württemberg
Baden-Württemberg: Im Markgräflerland steigen die Temperaturen auf bis zu 23 Grad, in den höheren Lagen des Schwarzwaldes bleibt es etwas kühler. Nach längeren sonnigen Phasen am Tag erreichen gegen Abend Wolken und Schauer die Region. Präfrontale Gewitter können sich ab dem Spätnachmittag vor allem vom Hochrhein über Oberschwaben entwickeln. Der Westwind frischt kräftig auf und bringt starke Böen mit sich. Am Ostermontag und am Dienstag dominieren im Stuttgarter Raum sowie im gesamten Land wieder sonnige Abschnitte bei Höchstwerten um 20 Grad.


Bayern: Nördlich des Mains, etwa in Unterfranken und Mainfranken, liegen die Höchstwerte zwischen 16 und 19 Grad. Im restlichen Freistaat, insbesondere um München und im Alpenvorland, werden 19 bis 24 Grad erreicht. Nach anfänglichem Nebel ist es zunächst sonnig oder leicht bewölkt. Am Nachmittag ziehen von Nordwesten her Wolken auf. Am Abend sind im Alpenvorland und bis hinüber zum Bayerischen Wald teils kräftige Gewitter möglich. Der Wind frischt lebhaft bis stark auf, in Oberfranken und Mainfranken sind stürmische Böen zu erwarten. In der Nacht fällt am Alpenrand zunächst gebietsweise Regen, bevor es in Nordbayern vermehrt aufklart. Die Tiefstwerte liegen zwischen 9 Grad am unteren Inn und 2 Grad am Fuße der Rhön.

Fazit und Lageeinschätzung
Der Ostersonntag bringt in weiten Teilen Süddeutschlands nochmals Temperaturen von über 20 Grad, schließt jedoch ab dem Abend mit regional begrenzten Windböen und Schauern ab. Die beginnende Woche zeigt sich daraufhin in Baden-Württemberg und Bayern schnell wieder überwiegend sonnig und mild.
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