Haben Sie die warmen Spätsommertage genossen? Dann heißt es jetzt: Jacken herausholen und den Regenschirm bereithalten. Der Herbst meldet sich in Deutschland mit Nachdruck zurück. Das stabile Hochdruckgebiet „Oldenburgia“, das uns viel Sonnenschein bescherte, räumt das Feld für einen deutlich ungemütlicheren Gegenspieler. Ein kräftiges Tiefdrucksystem über Frankreich nimmt Kurs auf uns und bringt einen radikalen Wetterwechsel mit sich. Wir blicken auf ein Wochenende, das mit einem markanten Temperatursturz, kräftigen Regenfällen und sogar der Gefahr von Hochwasser das Ende des Sommers besiegelt.
Die Großwetterlage: Ein Tiefdruckgebiet übernimmt das Ruder
Aus meteorologischer Sicht erleben wir gerade einen klassischen Wetterwechsel. Während das Hoch nach Osteuropa abzieht, etabliert sich über Frankreich ein sogenanntes Höhentief. Das ist ein Tiefdruckgebiet in mehreren Kilometern Höhe, das wie ein riesiger Kreisel kalte und feuchte Luftmassen gegen den Uhrzeigersinn nach Deutschland lenkt.

Am heutigen Sonntag, dem 21. September 2025, schiebt sich die dazugehörige Kaltfront einmal quer über das Land. Sie ist die vordere Begrenzung der kalten Luft und sorgt für die spürbarste Veränderung. Diese Front bringt nicht nur kühlere Temperaturen, sondern auch erhebliche Niederschläge mit sich, die uns bis in die neue Woche hinein begleiten werden.

Der Sonntag: Ein geteiltes Deutschland
Der heutige Tag zeigt eindrücklich die Zweiteilung des Wetters. Während in Bayern und den angrenzenden Regionen mit Temperaturen von bis zu 29 Grad noch einmal spätsommerliches Flair aufkommt, hat der Herbst in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bereits Einzug gehalten. Hier liegen die Werte bei nur noch kühlen 17 bis 18 Grad.

Mit der überquerenden Kaltfront setzen in diesen südwestlichen Bundesländern kräftige und anhaltende Regenfälle ein. Insbesondere im Schwarzwald und im Breisgau können sich die Regenmengen summieren. Vereinzelt sind auch schon erste kräftige Gewitter mit Sturmböen und Hagel möglich. Seien Sie hier also besonders vorsichtig bei Aktivitäten im Freien! Auch an der Nordseeküste frischt der Wind deutlich auf und sorgt für stürmische Böen.
Der Wochenstart: Nass, kühl und unbeständig
In der Nacht zum Montag verstärken sich die Niederschläge und breiten sich weiter aus. Besonders in Sachsen und den östlich angrenzenden Gebieten ist mit länger anhaltendem Regen zu rechnen. Tagsüber zieht von Südwesten her bereits das nächste Regengebiet auf. Eine kurze nächtliche Pause zum Dienstag bringt kaum Entspannung.

Am Dienstag verlagert sich der Schwerpunkt der Niederschläge erneut. Von den Alpen her ziehen neue, teils schauerartig verstärkte Regenfälle auf, die wiederum den Südwesten Deutschlands treffen. Die Wolkendecke bleibt dicht, die Sonne hat kaum eine Chance. Die Temperaturen verharren deutschlandweit auf einem für die Jahreszeit kühlen Niveau.
Gefahren-Check: Starkregen, Hochwasser und Gewitter
Die erwarteten Regenmengen sind beachtlich. Von Sonntag bis Dienstag können verbreitet 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. In den Staulagen des Schwarzwaldes und in Richtung der Alpen sind sogar Spitzenwerte von 50 bis 80 Litern pro Quadratmeter möglich.
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Fazit: Der Herbst ist da – und er meint es ernst
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Spätsommer verabschiedet sich mit einem Paukenschlag. Ein markanter Temperatursturz beendet die warme Phase, und wir müssen uns auf durchweg unbeständiges und nasses Herbstwetter einstellen. Die kommenden Tage erfordern Vorsicht im Freien und im Straßenverkehr. Bitte verfolgen Sie die lokalen Wetterwarnungen aufmerksam, besonders wenn Sie in den stark betroffenen Regionen im Süden und Südwesten Deutschlands leben.
Kurz und knapp: FAQ zur aktuellen Wetterlage
1. Welche Regionen sind vom Starkregen am stärksten betroffen? Der Schwerpunkt der kräftigen und langanhaltenden Regenfälle liegt eindeutig im Südwesten Deutschlands. Besonders Baden-Württemberg, Teile von Bayern (vor allem am Alpenrand) und die Staulagen der Mittelgebirge wie der Schwarzwald müssen mit den größten Regenmengen rechnen.
2. Wie kalt wird es genau? Der Temperatursturz beträgt regional bis zu 20 Grad. Während am Sonntag im Südosten noch sommerliche Werte um 28 Grad erreicht werden, liegen die Höchstwerte zum Wochenstart in vielen Landesteilen nur noch bei kühlen 14 bis 18 Grad.
3. Muss ich mir Sorgen um Hochwasser machen? In den Regionen mit den höchsten Regenmengen ist die Gefahr von lokalen Überflutungen und dem Ansteigen kleinerer Flüsse real. Es ist ratsam, die Pegelstände und offizielle Warnungen der lokalen Behörden im Auge zu behalten, insbesondere in der Nähe von Gewässern.
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