Panorama

Wieso stellt sich Deutschland jetzt auf Schnee und Frost ein?

Guten Abend, haben Sie es bereits bemerkt? Deutschland hat sich fest in nasskaltes Spätherbstwetter gehüllt. In den höheren Lagen, wie im Harz oder im Schwarzwald, zeigt sich bereits ein erster Hauch von Winter. Verantwortlich dafür ist ein Zustrom kühler Meeresluft aus polaren Regionen, die das Wettergeschehen bei uns nun maßgeblich bestimmt. Wir analysieren für Sie, was das für die kommende Nacht und die nächsten Tage bedeutet.

Die aktuelle Lage: Kaltluft überquert den Südosten

Aktuell überquert der Kern dieser Kaltluftzone den Südosten Deutschlands und erreicht in den kommenden Stunden die Alpen. Obwohl die Schauer insgesamt nicht sehr ergiebig sind, kann es vor allem an den Nordhängen der Mittelgebirge kräftiger schneien oder graupeln. Dies kann örtlich zu Glätte durch Schneematsch führen. Am Nachmittag reichte es in den mittleren Landesteilen hier und da sogar für ein kurzes Graupelgewitter.An den Alpen staut sich die Feuchtigkeit, was dort inzwischen auch in den meisten Tälern für Schneefall sorgt.

Guten Abend, haben Sie es bereits bemerkt? Deutschland hat sich fest in nasskaltes Spätherbstwetter gehüllt. In den höheren Lagen, wie im Harz oder im Schwarzwald, zeigt sich bereits ein erster Hauch von Winter. Verantwortlich dafür ist ein Zustrom kühler Meeresluft aus polaren Regionen, die das Wettergeschehen bei uns nun maßgeblich bestimmt. Wir analysieren für Sie, was das für die kommende Nacht und die nächsten Tage bedeutet.
Die Chancen auf Schneefall bis zum Donnerstag akkumuliert.

Die kommende Nacht: Strenge Frostgefahr im Süden, neue Schauer im Norden

Für die Nachtstunden stellt sich die Wetterlage zweigeteilt dar:

Im Süden und in der Mitte: Von Frankreich her weitet sich ein kräftiger Ausläufer hohen Luftdrucks in die Südhälfte Deutschlands aus. Dies sorgt für eine rasche Wetterberuhigung. Die letzten Schauer klingen am Abend ab.

  • Bergland: Im Erzgebirge und im Schwarzwald können in höheren Lagen noch wenige Zentimeter Neuschnee fallen.
  • Alpen: Im Stau der Alpen schneit es noch bis in die zweite Nachthälfte hinein. Dort sind durchaus noch 5 bis 15 cm Neuschnee möglich.
  • Frost: Ansonsten klart der Himmel in der Südhälfte vielfach auf. In der einströmenden Polarluft sinkt die Temperatur fast überall unter den Gefrierpunkt. In einigen Tälern Süddeutschlands kann es auch mäßigen Frost geben. Seien Sie besonders im Bergland sowie im Alpenvorland vorsichtig: Es besteht Glättegefahr durch Überfrieren von Nässe.

Im Norden: Weniger ruhig verläuft die Nacht in der Nordhälfte. Hier bleibt die Atmosphäre instabil. Da der Wind auf Nordwest bis West dreht, kann feuchtere Nordseeluft weit in die norddeutsche Tiefebene vordringen. Eine kleine Störung von oben sorgt zusätzlich für Bewegung in der Luft.

Die Folge sind weitere Schauer, die aktuell bereits Ostfriesland erfassen und sich im Laufe der Nacht auf Teile von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ausweiten. Zwar wird die Luft etwas milder, doch besonders nach Osten hin könnte bei einem kräftigeren Schauer auch kurzzeitig Schnee mit im Spiel sein. Der Wind bleibt im Nordseeumfeld ein Thema, wo es noch für einzelne steife Böen reicht. Auf dem Brocken sind stürmische Böen möglich.

Der Ausblick auf Dienstag: Wechselhaft im Norden, sonnig im Süden

Am Dienstag überquert uns eine weitere Störung.

  • Nordwesten und Norden: Sie müssen hier mit einem wechselhaften Tag und wiederkehrenden Schauerstaffeln rechnen. Vereinzelt kann es, am ehesten im Nordseeumfeld und in Schleswig-Holstein, kurze Graupelgewitter geben.
  • Mittelgebirge: In den westlichen und nördlichen Mittelgebirgen (wie Eifel, Sauerland oder Harz) fällt oberhalb von etwa 400 bis 600 Metern Schnee. Die Intensität nimmt am Nachmittag im Westen zu, sodass im Bergischen Land oder im Sauerland kleinräumig mehrere Zentimeter Neuschnee möglich sind.
  • Süden: Deutlich freundlicher bleibt es im Süden. Von der Pfalz bis ins östliche Oberbayern scheint häufig die Sonne und es bleibt trocken.
  • Temperaturen: Die Höchstwerte erreichen im Norden und Westen 4 bis 8 Grad. Im Süden wird es trotz Sonnenschein nicht milder, teils bleibt es sogar kühler.

Die Nacht zum Mittwoch: Bringt ein neues Tief Schnee bis ins Flachland?

In der Nacht zum Mittwoch wird es besonders im Nordwesten spannend. Während die Schauer über der Mitte ostwärts ziehen (im Harz kann es kurz kräftiger schneien), nähert sich von der Nordsee ein neues, kleines Tiefdruckgebiet.

Guten Abend, haben Sie es bereits bemerkt? Deutschland hat sich fest in nasskaltes Spätherbstwetter gehüllt. In den höheren Lagen, wie im Harz oder im Schwarzwald, zeigt sich bereits ein erster Hauch von Winter. Verantwortlich dafür ist ein Zustrom kühler Meeresluft aus polaren Regionen, die das Wettergeschehen bei uns nun maßgeblich bestimmt. Wir analysieren für Sie, was das für die kommende Nacht und die nächsten Tage bedeutet.
Für Kiel, Schleswig-Holstein zeigt sich in den nächsten 16 Tagen ein wechselhafter Verlauf. Die Spanne reicht von nächtlichen Tiefstwerten um -3°C bis zu 10°C am 02.12.. In Summe wirkt der Trend gleichbleibend. Die höchste Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 45% um den 19.11.. Nutzen Sie Diagramm, Highlights und Tageskarten für die Planung.

Dieses Tief könnte intensivere Niederschläge bringen. Unsere Redaktion derzeit, ob es nun auch im Flachland für Schnee reicht. Der Grund: Der Wind dreht auf Südost und schneidet die Zufuhr milder Meeresluft ab. Wenn der Niederschlag kräftig genug ist, kühlt er die Luft durch Verdunstung so weit ab, dass der Regen in Schnee übergeht.

Nach aktuellen Berechnungen könnten das nordwestliche Niedersachsen, der Großraum Hamburg und das südliche Schleswig-Holstein betroffen sein. Ein Modell deutet hier eine dünne Schneedecke an. Im Süden Deutschlands bekommen Sie von dieser Entwicklung wenig mit. Dort bleibt es oft klar und es gibt verbreitet Frost, stellenweise unter -5 Grad, mit lokaler Reifglätte.


Warum ist das Wetter aktuell so wechselhaft?

Das aktuelle Wettergeschehen markiert den Übergang vom Spätherbst zum Frühwinter. Wir erleben das, was Meteorologen als “Trog-Rückseite” bezeichnen. Das bedeutet: Nachdem uns eine großräumige Zone kalter Luft in der Höhe (ein sogenannter Trog) überquert hat, strömt nun in dessen Schlepptau Polarluft nach Deutschland.

Gleichzeitig versucht ein Ausläufer stabilen Hochdrucks (ein Hochkeil) von Frankreich aus, den Süden Deutschlands zu beruhigen. Dies gelingt auch, was dort für Frostnächte bei klarem Himmel sorgt.

Der Norden bleibt jedoch im Einflussbereich feuchter Nordseeluft und einer “instabilen Schichtung”. Das heißt, die Temperaturunterschiede zwischen unten und oben sind groß genug, dass die Luft leicht aufsteigt und Schauer bildet. Wenn indessen, wie für Mittwoch erwartet, kleine, aber intensive Störungen (Kurzwellentiefs) auf diese Konstellation treffen, kann dies ausreichen, um die Schneefallgrenze bis in tiefe Lagen zu drücken.

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Peter Richter

Peter M. Richter ist freier Fachjournalist und verfügt über mehr als 25 Jahre Expertise in den Bereichen Lokalnachrichten, Meteorologie und Synoptik. Seit 2021 verstärkt er als profilierter Redakteur die Fachredaktion der Meteozentrale. Hier ist er darauf spezialisiert, komplexe Wetterumschwünge zu analysieren und hochpräzise, datenbasierte Unwetterwarnungen für die Öffentlichkeit und Medienpartner aufzubereiten. Seine Mission ist die strikte Verbindung von fundiertem journalistischen Handwerk mit tiefem meteorologischen Know-how. Mit seinen klaren Vorhersagen sorgt Peter M. Richter dafür, dass Leser und Entscheidungsträger rechtzeitig informiert werden, um die Sicherheit bei extremen Naturgewalten zu gewährleisten. More »
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