Die Wetterlage in Hessen präsentiert sich an diesem Sonntag, dem 4. Januar 2026, tief winterlich und atmosphärisch zweigeteilt, was auf eine komplexe Druckkonstellation über dem europäischen Kontinent zurückzuführen ist. Verantwortlich für die derzeitige Kälte ist ein umfangreiches Tiefdrucksystem, dessen Kern sich hartnäckig über der Ostsee hält und beständig polare Meeresluft in unsere Breitengrade lenkt. Diese Strömung sorgt dafür, dass die Temperaturen auch tagsüber kaum über den Gefrierpunkt steigen, während sich von Süden her ganz allmählich ein schwacher Hochdruckeinfluss bemerkbar macht, der für die kommenden Tage eine Wetterberuhigung, aber auch verschärften Frost ankündigt.

Wer heute in den nördlichen Landkreisen, etwa im Waldeck-Frankenberg oder rund um Kassel, aus dem Fenster blickt, sieht sich meist noch mit dichter Bewölkung und einer ungemütlichen Witterung konfrontiert. Hier, sowie in den zentralen Mittelgebirgsregionen wie dem Vogelsberg und der Rhön, treibt der frische Südwestwind immer wieder Schneeschauer über das Land, die kurzzeitig für winterlich weiße Straßen sorgen können. Autofahrer auf der A44 oder der A7 sollten sich insbesondere in den Vormittagsstunden auf glatte Straßenabschnitte einstellen, da die Temperaturen im Bergland zwischen minus vier und minus zwei Grad verharren und Nässe schnell gefriert.

Anders gestaltet sich der Sonntag für die Bewohner in Südhessen: Durch den zunehmenden Einfluss des Hochs dürfen sich die Menschen an der Bergstraße, im Ried und im Großraum Frankfurt über freundlichere Phasen freuen. Zwar ziehen auch hier Wolkenfelder durch, doch bleibt es weitgehend trocken und die Sonne kommt zeitweise zum Vorschein, wobei die Höchstwerte selbst im Flachland kaum die Zwei-Grad-Marke überschreiten.
Spürbar unangenehm wird der Aufenthalt im Freien heute durch den Wind, der schwach bis mäßig weht, in Böen jedoch auffrischt. Besonders auf den exponierten Gipfeln wie dem Großen Feldberg im Taunus oder der Wasserkuppe verstärkt dieser Wind den Kälteeindruck massiv, sodass gefühlte Temperaturen deutlich unter den gemessenen Werten liegen. Wenn sich die Nacht zum Montag über das Land legt, sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen, denn die Wetterlage beruhigt sich auf trügerische Weise. Während im Norden letzte Schneeflocken fallen, lockert die Bewölkung von Südwesten her großflächig auf.

Dieses Aufklaren führt in Verbindung mit der einfließenden Polarluft zu einem rapiden Temperatursturz. Verbreitet müssen wir uns auf Tiefstwerte zwischen minus drei und minus sieben Grad einstellen. In den schneebedeckten Tallagen des Upland oder des Odenwalds kann das Quecksilber sogar bis auf minus neun Grad abrutschen. Überfrierende Nässe, Reif und gefrierender Schneematsch werden auf vielen Nebenstrecken und Brücken zu einer ernstzunehmenden Gefahr für den morgendlichen Berufsverkehr.
Der Start in die neue Woche am Montag verspricht dann eine langsame Stabilisierung, wenngleich auf sehr kaltem Niveau. Südhessen profitiert weiterhin am stärksten vom Hochdruckeinfluss und darf mit längeren sonnigen Abschnitten rechnen, während sich im Rest des Landes ein Wechselspiel aus Sonne und Wolken einstellt. Niederschläge werden seltener und beschränken sich auf einzelne, kurze Schneeschauer, doch die Temperaturen bleiben im “Eisschrank”-Modus mit Höchstwerten von minus vier bis minus ein Grad – ein klassischer Eistag steht uns bevor. Auch der Dienstag setzt diesen Trend fort: Ein meist trockener Mix aus teils dichten Wolken, zähem Nebel und Sonnenschein prägt das Bild, wobei sich der Dauerfrost festigt. Rüsten Sie sich für anhaltende Kälte, denn auch zur Wochenmitte bleiben die Nächte mit Werten bis minus neun Grad streng frostig.
Keine Unwetterwarnung mehr verpassen!
Unterstützen Sie unsere unabhängige Redaktion: Fügen Sie die Meteozentrale mit nur einem Klick als bevorzugte Nachrichtenquelle in Ihrer Google-Suche hinzu. So erhalten Sie unsere Warnungen bei kritischen Wetterlagen garantiert immer sofort als Erstes.
⭐ Bei Google als bevorzugt markieren





