Schlagzeilen

Donnerstag: Letztes Winter-Aufbäumen mit Schnee und Glätte

Stand: 19.02.2026 05:19 Uhr

Großwetterlage für Deutschland

Ein letztes Aufbäumen des Winters steht bevor, bevor milde Atlantikluft einsetzt. Aktuell liegt die Region im Bereich eines Hochdruckrückens, aber ein Tiefdruckgebiet über Westeuropa schickt einen Frontenzug nach Deutschland. Dieser zieht langsam nordostwärts, wobei die Niederschläge teils als Schnee fallen. Unterstützung kommt von einem Tief über Norditalien. Ab Samstag übernehmen dann Westwetterlagen mit milderer Luft die Regie, aber bis dahin gibt es noch einiges an winterlichem Getöse. Spannend wird es allemal – vor allem für Pendler.

Die Luftmassengrenze bleibt der Dreh- und Angelpunkt: sie entscheidet lokal über Schnee, Schneeregen oder Regen. Heikel wird die Phase, wenn Niederschlag auf bodennah kalte Luft trifft – dann kippt es örtlich in Glatteis. Wo Schneefall länger anliegt, sind am ehesten spürbare Neuschneemengen drin – vor allem in höheren Lagen. Im Bergland kann Wind die Lage verschärfen, weil Schauer und Verwehungen schneller Wirkung zeigen.

⚡ Lage-Update

  • Heute gibt es gebietsweise Schneefall und Glätte.
  • Vor allem im Bergland und im Norden drohen Glätte und Windböen am Vormittag.
  • Bis morgen früh beruhigt sich das Wetter, es bleibt aber kalt.
  • Schnee bleibt ein Thema: je nach Höhenlage nass bis winterlich.
  • Glätte-Risiko: vor allem nachts/morgens und dort, wo Niederschlag auf kalte Flächen trifft.
  • Wind nimmt zeitweise zu – besonders in freien Lagen und im Bergland.

Karten-Überblick

🌡️ Temperatur (Max/Min)

Tageshöchstwerte
Tageshöchstwerte
Tiefstwerte / Nacht
Tiefstwerte / Nacht

🗺️ Wetterkarten (Niederschlag/Wind)

Schauer / Gewitter (24h)
Schauer / Gewitter (24h)
Regensumme (24h)
Regensumme (24h)
Neuschnee / Schneehöhen
Neuschnee / Schneehöhen
Windspitzen (max)
Windspitzen (max)

So wird das Wetter bei uns

Nordrhein-Westfalen

Heute Vormittag fällt abseits des Münsterlandes und Ostwestfalens Schnee, besonders im Bergland und am Niederrhein sind bis zu 10 cm Neuschnee möglich. Am Nachmittag lässt der Schneefall nach. Es bleibt stark bewölkt bis bedeckt bei Höchstwerten zwischen -2 Grad im Hochsauerland und +5 Grad im Südwesten.

Hessen

Nordhessen

In Nordhessen schneit es heute Vormittag, vor allem im Bergland können bis zu 10 cm Neuschnee fallen. Glätte ist wahrscheinlich – vor allem in den kälteren Nachtstunden. Am Nachmittag klingt der Schneefall ab.

Rhein-Main

Auch im Rhein-Main-Gebiet gibt es heute Vormittag Schneefall mit Glätte. Die Temperaturen steigen auf bis zu +5 Grad. Am Nachmittag lässt der Schneefall nach.

Südhessen

In Südhessen fällt weniger Schnee als in den nördlichen Landesteilen. Trotzdem ist auch hier mit Glätte zu rechnen. Am Nachmittag wird es trockener.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz schneit es vor allem in den nördlichen Landesteilen am Vormittag. Glätte ist wahrscheinlich – vor allem in den kälteren Nachtstunden. Am Mittag geht der Schnee in Regen über. Die Temperaturen steigen auf 3 bis 7 Grad, im Nordosten bleibt es kälter.

Saarland

Im Saarland ist heute mit Regen zu rechnen, der besonders am Vormittag im Nordosten auch als Schneeregen fallen kann. Die Temperaturen steigen auf 3 bis 7 Grad.

Bayern (Nordbayern)

In Nordbayern fällt heute Schnee, vor allem in Unter- und Mittelfranken sind 5 bis 10 cm Neuschnee möglich. Glätte ist wahrscheinlich – vor allem in den kälteren Nachtstunden. Zum Abend hin kommt von Süden weiterer Schneefall hinzu. Die Temperaturen liegen zwischen -2 und +4 Grad. In den Kammlagen weht ein frischer Wind.

⚠️ Gefahren & Einordnung

Amtliche Warnkarte (Hessen)
Amtliche Warnkarte (Hessen)

Die größte Gefahr geht heute von Glätte durch Schnee und überfrierende Nässe aus. Betroffen sind vor allem die Bergregionen und der Norden von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz, sowie ganz Nordbayern. Autofahrer sollten besonders am Morgen vorsichtig sein. In den Hochlagen der Mittelgebirge sind zudem Windböen bis 70 km/h möglich. Am Nachmittag lässt der Wind nach, die Temperaturen sinken.

🚦 Regionale Übersicht

RegionStatusZeitfensterKurzbegründungTrend
Nordrhein-WestfalenWarnungBis MittagSchneefall, Glätte
Hessen – NordhessenWarnungBis MittagSchneefall, Glätte
Hessen – Rhein-MainMäßigBis MittagSchneefall, Glätte
Hessen – SüdhessenMäßigBis MittagGlätte
Rheinland-PfalzMäßigBis MittagSchneefall, Glätte im Norden
SaarlandRuhigGanztägigRegen
Bayern (Nordbayern)WarnungGanztägigSchneefall, Glätte
Wettercode-Video

🧠 Wetter-Wissen kompakt

  • Antizyklonal: Beschreibt eine Wetterlage, die durch Hochdruckgebiete geprägt ist.
  • Warum heute wichtig: Antizyklonale Strömungen sorgen für ruhiges Wetter, werden aber von Tiefdruckgebieten abgelöst, was zu Niederschlägen führt.
  • Woran merkt man’s draußen: Dichte Wolken und Schneefall, obwohl es gestern noch sonnig war.

💡 Fazit

In Hessen ist am Donnerstagvormittag mit Schnee und Glätte zu rechnen. In Nordhessen und den höheren Lagen fällt mehr Schnee als im Rhein-Main-Gebiet und in Südhessen. Ab dem Mittag lassen die Niederschläge nach. Morgen früh wird es dann wieder frostig. In Nordbayern hingegen hält der Schneefall den ganzen Tag an.

Unterm Strich ist das kein Dauer-Drama, aber ein klassischer Winter-Fallensteller: Timing + Temperatur entscheiden. Wer oberhalb der Mittelgebirgslagen unterwegs ist, bekommt eher die weiße Variante – darunter pendelt es schnell zwischen Matsch und Schnee. Kritisch wird es dort, wo Niederschlag in die kälteren Nachtstunden fällt: Dann reichen kleine Mengen, um Wege und Straßen spiegelglatt zu machen. Dazu kommt zeitweise Wind – das macht es auf Höhenlagen unangenehm und kann Schneeverwehungen begünstigen. Die beste Nachricht: Zwischendurch gibt es auch ruhigere Phasen. Die weniger gute: Das nächste Niederschlagsfenster steht schon wieder bereit.

Transparenz: Erstellt auf Basis der DWD-Quellen (Warnlagebericht / Vorhersage). DWD-Zeitstempel: 18.02.2026 19:00 Uhr.

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Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 professionell komplexe Wetterphänomene. Sein meteorologischer Schwerpunkt liegt auf der Synoptik und der Erstellung präziser Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH, wo er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 als Chef-Meteorologe die fachliche Leitung innehatte. In dieser Zeit kooperierte er unter anderem mit dem Meteorologen Jörg Kachelmann, um präzise Unwetterwarnungen für die Schweiz und Deutschland bereitzustellen (dokumentiert im Wikipedia-Eintrag von Kachelmann). Im Anschluss begleitete er maßgeblich den Aufbau der Meteoleitstelle Hessen, wo er bis heute seine Expertise bei der Auswertung lokaler Wettermodelle und der Herausgabe von verlässlichen Unwetterwarnungen einbringt. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig auf seinen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
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