Großwetterlage für Deutschland
Ein letztes Aufbäumen des Winters steht bevor, bevor milde Atlantikluft einsetzt. Aktuell liegt die Region im Bereich eines Hochdruckrückens, aber ein Tiefdruckgebiet über Westeuropa schickt einen Frontenzug nach Deutschland. Dieser zieht langsam nordostwärts, wobei die Niederschläge teils als Schnee fallen. Unterstützung kommt von einem Tief über Norditalien. Ab Samstag übernehmen dann Westwetterlagen mit milderer Luft die Regie, aber bis dahin gibt es noch einiges an winterlichem Getöse. Spannend wird es allemal – vor allem für Pendler.
Die Luftmassengrenze bleibt der Dreh- und Angelpunkt: sie entscheidet lokal über Schnee, Schneeregen oder Regen. Heikel wird die Phase, wenn Niederschlag auf bodennah kalte Luft trifft – dann kippt es örtlich in Glatteis. Wo Schneefall länger anliegt, sind am ehesten spürbare Neuschneemengen drin – vor allem in höheren Lagen. Im Bergland kann Wind die Lage verschärfen, weil Schauer und Verwehungen schneller Wirkung zeigen.
⚡ Lage-Update
- Heute gibt es gebietsweise Schneefall und Glätte.
- Vor allem im Bergland und im Norden drohen Glätte und Windböen am Vormittag.
- Bis morgen früh beruhigt sich das Wetter, es bleibt aber kalt.
- Schnee bleibt ein Thema: je nach Höhenlage nass bis winterlich.
- Glätte-Risiko: vor allem nachts/morgens und dort, wo Niederschlag auf kalte Flächen trifft.
- Wind nimmt zeitweise zu – besonders in freien Lagen und im Bergland.
Karten-Überblick
🌡️ Temperatur (Max/Min)
🗺️ Wetterkarten (Niederschlag/Wind)
So wird das Wetter bei uns
Nordrhein-Westfalen
Heute Vormittag fällt abseits des Münsterlandes und Ostwestfalens Schnee, besonders im Bergland und am Niederrhein sind bis zu 10 cm Neuschnee möglich. Am Nachmittag lässt der Schneefall nach. Es bleibt stark bewölkt bis bedeckt bei Höchstwerten zwischen -2 Grad im Hochsauerland und +5 Grad im Südwesten.
Hessen
Nordhessen
In Nordhessen schneit es heute Vormittag, vor allem im Bergland können bis zu 10 cm Neuschnee fallen. Glätte ist wahrscheinlich – vor allem in den kälteren Nachtstunden. Am Nachmittag klingt der Schneefall ab.
Rhein-Main
Auch im Rhein-Main-Gebiet gibt es heute Vormittag Schneefall mit Glätte. Die Temperaturen steigen auf bis zu +5 Grad. Am Nachmittag lässt der Schneefall nach.
Südhessen
In Südhessen fällt weniger Schnee als in den nördlichen Landesteilen. Trotzdem ist auch hier mit Glätte zu rechnen. Am Nachmittag wird es trockener.
Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz schneit es vor allem in den nördlichen Landesteilen am Vormittag. Glätte ist wahrscheinlich – vor allem in den kälteren Nachtstunden. Am Mittag geht der Schnee in Regen über. Die Temperaturen steigen auf 3 bis 7 Grad, im Nordosten bleibt es kälter.
Saarland
Im Saarland ist heute mit Regen zu rechnen, der besonders am Vormittag im Nordosten auch als Schneeregen fallen kann. Die Temperaturen steigen auf 3 bis 7 Grad.
Bayern (Nordbayern)
In Nordbayern fällt heute Schnee, vor allem in Unter- und Mittelfranken sind 5 bis 10 cm Neuschnee möglich. Glätte ist wahrscheinlich – vor allem in den kälteren Nachtstunden. Zum Abend hin kommt von Süden weiterer Schneefall hinzu. Die Temperaturen liegen zwischen -2 und +4 Grad. In den Kammlagen weht ein frischer Wind.
⚠️ Gefahren & Einordnung
Die größte Gefahr geht heute von Glätte durch Schnee und überfrierende Nässe aus. Betroffen sind vor allem die Bergregionen und der Norden von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz, sowie ganz Nordbayern. Autofahrer sollten besonders am Morgen vorsichtig sein. In den Hochlagen der Mittelgebirge sind zudem Windböen bis 70 km/h möglich. Am Nachmittag lässt der Wind nach, die Temperaturen sinken.
🚦 Regionale Übersicht
| Region | Status | Zeitfenster | Kurzbegründung | Trend |
|---|---|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | Warnung | Bis Mittag | Schneefall, Glätte | ↘ |
| Hessen – Nordhessen | Warnung | Bis Mittag | Schneefall, Glätte | ↘ |
| Hessen – Rhein-Main | Mäßig | Bis Mittag | Schneefall, Glätte | ↘ |
| Hessen – Südhessen | Mäßig | Bis Mittag | Glätte | ↘ |
| Rheinland-Pfalz | Mäßig | Bis Mittag | Schneefall, Glätte im Norden | ↘ |
| Saarland | Ruhig | Ganztägig | Regen | ↔ |
| Bayern (Nordbayern) | Warnung | Ganztägig | Schneefall, Glätte | ↔ |
🧠 Wetter-Wissen kompakt
- Antizyklonal: Beschreibt eine Wetterlage, die durch Hochdruckgebiete geprägt ist.
- Warum heute wichtig: Antizyklonale Strömungen sorgen für ruhiges Wetter, werden aber von Tiefdruckgebieten abgelöst, was zu Niederschlägen führt.
- Woran merkt man’s draußen: Dichte Wolken und Schneefall, obwohl es gestern noch sonnig war.
💡 Fazit
In Hessen ist am Donnerstagvormittag mit Schnee und Glätte zu rechnen. In Nordhessen und den höheren Lagen fällt mehr Schnee als im Rhein-Main-Gebiet und in Südhessen. Ab dem Mittag lassen die Niederschläge nach. Morgen früh wird es dann wieder frostig. In Nordbayern hingegen hält der Schneefall den ganzen Tag an.
Unterm Strich ist das kein Dauer-Drama, aber ein klassischer Winter-Fallensteller: Timing + Temperatur entscheiden. Wer oberhalb der Mittelgebirgslagen unterwegs ist, bekommt eher die weiße Variante – darunter pendelt es schnell zwischen Matsch und Schnee. Kritisch wird es dort, wo Niederschlag in die kälteren Nachtstunden fällt: Dann reichen kleine Mengen, um Wege und Straßen spiegelglatt zu machen. Dazu kommt zeitweise Wind – das macht es auf Höhenlagen unangenehm und kann Schneeverwehungen begünstigen. Die beste Nachricht: Zwischendurch gibt es auch ruhigere Phasen. Die weniger gute: Das nächste Niederschlagsfenster steht schon wieder bereit.
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