Ein dominanter Tiefdruckeinfluss bestimmt aktuell die Wetterlage in Deutschland und sorgt für teils erhebliche Niederschlagsmengen. Besonders in der Mitte und den westlichen Mittelgebirgen besteht durch den anhaltenden Starkregen ein erhöhtes Risiko für lokale Überflutungen. Die Wetterlage bleibt bis in die zweite Wochenhälfte dynamisch.
Wo fallen in der Nacht die größten Niederschlagsmengen? Der Schwerpunkt des kräftigen Regens liegt in einem Streifen vom Sauerland über das nördliche Hessen und den Harz bis in das westliche Thüringen und das westliche Sachsen-Anhalt. In diesen Regionen werden flächendeckend Niederschlagsmengen von mindestens 20 bis 25 Litern pro Quadratmeter erwartet. Lokal sind in der Nacht Spitzenwerte von 60 bis 100 Litern pro Quadratmeter möglich.

Welche konkreten Gefahren gehen von diesen Regenmengen aus? Durch die immensen Wassermassen in sehr kurzer Zeit besteht eine deutliche Gefahr von lokalen Überflutungen. Besonders in den topografisch anspruchsvollen Regionen wie dem Harz oder dem nordhessischen Bergland kann das rasch abfließende Wasser in den Tälern zusammenlaufen und Überschwemmungen verursachen.
Wie entwickelt sich die Niederschlagslage im Laufe des Mittwochs? Am Tag fällt weiterhin Regen, der jedoch in seiner flächigen Intensität im Vergleich zur Nacht leicht nachlässt. Ein weiterer Schwerpunkt mit kräftigen Niederschlägen verlagert sich im Tagesverlauf in das Gebiet vom nordöstlichen Nordrhein-Westfalen bis nach Niedersachsen.
In welchen Regionen muss mit starken Gewittern gerechnet werden? Im Laufe des Nachmittags bilden sich aus Südwesten kommend einzelne, aber sehr intensive Schauer und Gewitter. Besonders der Süden Baden-Württembergs sowie Bayern sind von diesen kräftigen konvektiven Entwicklungen betroffen, bei denen lokal auch Sturmböen auftreten können.

Welche Temperaturen werden im Tagesverlauf erreicht? Die Temperaturverteilung zeigt ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. An den Küsten und im Norden werden bei teils sonnigen Abschnitten kühle 10 bis 16 Grad Celsius gemessen. Im Süden steigen die Werte bei schwachem bis mäßigem Wind aus unterschiedlichen Richtungen auf 17 bis 23 Grad Celsius an.
Wie sind die Wetteraussichten für den Norden Deutschlands? Richtung Nord- und Ostsee zeigt sich der Himmel in der Nacht noch locker bewölkt, was in Schleswig-Holstein zu einem Temperaturrückgang auf bis zu 3 Grad Celsius führt. Am Mittwoch tagsüber gibt es an den Küsten längere sonnige Phasen und es bleibt dort weitgehend niederschlagsfrei.

Was ist der Trend für die kommenden Tage? Am Donnerstag bleibt die Wetterlage insbesondere im Süden und Osten Deutschlands weiterhin niederschlagsgeprägt. Erst zum Freitag hin zeichnet sich eine langsame Wetterberuhigung ab.
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