Faktencheck

Faktencheck: Temperatursturz und Regenfront am Sonntag

THEMA DES TAGES: Ein durchziehendes Tiefdruckgebiet beendet die kurzzeitige Wärmeperiode und führt spürbar kühlere Luftmassen heran. Während am Vortag in Städten wie Baden-Baden noch fast 25 Grad Celsius gemessen wurden, bestimmen nun Regengüsse und lokale Gewitter das Wetterbild. Erst im Verlauf der kommenden Tage sorgt ein nachfolgendes Hochdruckgebiet wieder für eine Wetterberuhigung.

AICON DWD Radarvorschau 24 Stunden.

Wie entwickeln sich die Nachttemperaturen?

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz kühlt es in der Nacht am stärksten ab, hier werden Tiefstwerte von 5 bis 6 Grad Celsius erwartet. In Bayern sowie in Sachsen und Brandenburg bleiben die Temperaturen mit 10 bis 11 Grad Celsius zunächst noch deutlich milder.

Welche Wetterphänomene prägen den Tag?

Ein Frontensystem überquert das Land und bringt Regengüsse mit sich. Besonders in Bayern, Baden-Württemberg sowie in Sachsen und Brandenburg kommt es im Tagesverlauf zu Gewittern. Von Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ausgehend beruhigt sich das Wetter zwar zunächst, bevor nachfolgende Höhenkaltluft für weitere Schauer sorgt.

Wie groß sind die Temperaturunterschiede am Nachmittag?

Es gibt ein starkes Temperaturgefälle. In Baden-Württemberg werden vor der Wetterfront noch bis zu 19 Grad Celsius erreicht. In Sachsen und Brandenburg fallen die Werte bei Dauerregen dagegen auf bis zu 9 Grad Celsius.

Warum kam es am Bodensee zu optischen Verzerrungen?

In Überlingen am Bodensee wurde eine Lichtbrechung beobachtet, die Fährschiffe optisch verfälscht darstellte. Ursache hierfür ist der hohe Temperaturunterschied zwischen dem kalten Wasser mit 11 Grad Celsius und der deutlich wärmeren, darüber liegenden Luftschicht mit rund 20 Grad Celsius.

Wie gestaltet sich der Start in die neue Woche?

In Schleswig-Holstein und Niedersachsen bleibt das Wetter regnerisch und kühl. In den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg zeigt sich die Witterung nach Abzug der Front hingegen wieder von einer deutlich freundlicheren Seite.

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Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 komplexe Wetterlagen mit Schwerpunkt auf Synoptik, Gewitterlagen, Starkregen und der Erstellung regionaler Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 war er dort als Chef-Meteorologe für die fachliche Bewertung von Wetterlagen und Warnsituationen mitverantwortlich. Heute leitet Angelo D'Alterio die Fachredaktion der Meteozentrale. Sein Schwerpunkt liegt auf der Auswertung von Wettermodellen, Radar- und Nowcastingdaten sowie der verständlichen Einordnung von Wettergefahren für Deutschland, insbesondere für Hessen und angrenzende Regionen. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig über die Meteozentrale sowie auf seinen öffentlichen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
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