Ein kräftiger Tiefdruckkomplex über Nordeuropa hält Hessen weiter in herbstlicher Schauerlaune. Die Luft kommt vom Atlantik, ist feucht und labil – die Zutaten für wechselhaftes Sonntagswetter sind damit gegeben. Für Sie heißt das: Wolken dominieren, immer wieder fallen Schauer, und der Wind greift zeitweise spürbar durch. Die freundlichsten Momente sind am ehesten im Rhein-Main-Gebiet drin, während rund um Kassel Schauer häufiger durchziehen.

Tagsüber zeigt sich der Himmel meist grau bis dicht bewölkt, nur kurz blitzt mal die Sonne durch. Im Rhein-Main-Fenster sind 1 bis 3 Sonnenstunden möglich, andernorts bleibt es oft trübe, mit einzelnen, teils schauerartig verstärkten Regenfällen. Die Temperaturen passen dazu: In Frankfurt am Main sind mit etwas Sonne knapp 16 Grad erreichbar, in höheren Lagen – etwa an der Wasserkuppe – bleibt es mit 7 bis 11 Grad deutlich kühler. Der Wind weht häufig mäßig, in Schauerstaffeln lebhaft, auf den Bergen sind stürmische Böen bis etwa 70 km/h möglich; in den Niederungen reichen die Böen gebietsweise bis um 60 km/h. Zum späten Nachmittag schwächt sich der Wind Schritt für Schritt ab.

In der Nacht zum Montag lockert es zunächst nur zögerlich auf, ein paar Schauer sind noch unterwegs. Gegen Morgen nimmt die Bewölkung vielerorts wieder zu; stellenweise setzt leichter Regen oder Sprühregen ein. Die Tiefstwerte liegen zwischen 9 und 5 Grad, in den Kammlagen etwas darüber, dort sind weiterhin starke bis stürmische Böen möglich.
Und der Ausblick? Der Montag präsentiert sich überwiegend grau, mit zeitweiligem Regen oder Nieselphasen. Die Höchstwerte verharren meist zwischen 12 und 15 Grad, in den Hochlagen um 9 Grad – klassisches „November-Feeling“ im frühen Oktober.

Zum Mitnehmen für heute in Hessen:
Planen Sie Ihre Draußen-Zeit flexibel. Für eine trockene Laufrunde oder den Spaziergang bieten sich vor allem die längeren Wolkenlücken im Rhein-Main-Gebiet an; ein Blick aufs Regenradar vor dem Start lohnt sich. Im Taunus, im Vogelsberg und an der Rhön ist es merklich rauer: Dort pfeifen die Böen zeitweise kräftig, sichern Sie daher lose Gegenstände auf Balkon und Terrasse und halten Sie beim Radfahren die Böen im Hinterkopf. Wer mit dem Auto unterwegs ist, rechnet in Schauerstraßen mit nassen Fahrbahnen und wechselnder Sicht – kurz warten, bis die Zelle durch ist, spart Nerven. Insgesamt ein Tag für die Übergangsjacke, eine Kapuze – und etwas Geduld.
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