Ein kräftiges Hochdruckgebiet bestimmt zur Wochenmitte das Wettergeschehen im Vorhersagegebiet. Neben landesweit wolkenfreiem Himmel sorgt ein ausgeprägter Luftdruckunterschied für einen spürbar auffrischenden, teils starken Wind aus östlichen Richtungen. Während die Temperaturen am Nachmittag milde bis warme Werte erreichen, kühlt es nach Sonnenuntergang bei ungehinderter Ausstrahlung rasch ab. Besonders in windgeschützten Tal- und Muldenlagen muss in den frühen Morgenstunden mit leichtem Frost und Bodenfrost gerechnet werden. Niederschläge bleiben in den kommenden Tagen vollständig aus.
Die aktuelle Großwetterlage über Deutschland, es ändert sich was.
Derzeit verlagert sich ein umfangreiches Hochdruckgebiet nach Mitteleuropa. Das Geopotential und der Bodendruck steigen kontinuierlich an, was zu einer weitreichenden Stabilisierung der Atmosphäre und wolkenlosem Himmel führt. Am Südrand dieser Antizyklone baut sich zeitgleich ein starker Bodendruckgradient von etwa 12 Hektopascal auf 450 Kilometern auf. Diese Konstellation zwingt die Luftmassen zu einer raschen Ausgleichsströmung, wodurch der Wind aus Ost bis Nordost in weiten Teilen des Vorhersagegebiets zeitweise stark böig auffrischt. In den höheren Luftschichten wird zudem nochmals kältere Luft in den nordöstlichen Randbereich der Republik geführt.

Die aktuelle synoptische Konstellation zeigt ein klassisches, stark ausgebildetes Strahlungswetter, das durch den markanten Gradienten am Hochdruckrand modifiziert wird. Die sehr trockene Luftmasse – meteorologisch messbar durch eine große Taupunktdifferenz von teils über 20 Kelvin und eine bis 800 Hektopascal gut durchmischte Grenzschicht – führt zu einer stark erhöhten Waldbrandgefahr der Stufen 3 bis 4. Sobald zum Abend hin die thermische Durchmischung in den Niederungen endet, entkoppelt sich der Wind dort rasch vom starken Höhenwind. Auf den exponierten Kammlagen bleibt die böige Ostströmung jedoch auch nachts bestehen. In windstillen Tälern bilden sich hingegen Kaltluftseen, welche die nächtliche Ausstrahlung maximieren und die Temperaturen in den Frostbereich absinken lassen.
Regionale Vorhersagen mit wenigen Änderungen am Mittwoch
Nordrhein-Westfalen: Entlang der Kölner Bucht und am Niederrhein steigen die Höchstwerte bei ungetrübtem Sonnenschein auf 20 bis 22 Grad. In den Hochlagen des Rothaargebirges und in der Eifel werden 17 Grad erreicht. Der Ostwind weht mäßig, im Bergland frischt er stark böig auf. In der sternenklaren Nacht sinken die Werte im Ruhrgebiet auf 6 Grad. In den windgeschützten Tälern des Sauerlands, beispielsweise um Winterberg, kühlt es bis auf 1 Grad ab, hier herrscht örtlich Gefahr von Bodenfrost.


Hessen: In der Mainmetropole und ihrem Umland sowie im Hessischen Ried werden milde 17 bis 22 Grad erwartet. Auf den Höhen des Taunuskamms und am Vogelsberg liegen die Maxima zwischen 15 und 18 Grad. Der Wind um Ost frischt zeitweise stark böig auf. In der Nacht zum Donnerstag sinken die Temperaturen im Raum Baunatal und in Felsberg auf 3 Grad. Im osthessischen Bergland sowie in den Tälern der Rhön bildet sich Frost bis -1 Grad, gebietsweise tritt Bodenfrost auf.

Rheinland-Pfalz: Im rheinhessischen Hügelland und am Deutschen Eck bei Koblenz klettern die Temperaturen auf 17 bis 22 Grad. Der Ostwind weht mäßig bis frisch und bleibt im Pfälzerwald sowie entlang des Hunsrück-Kamms auch nachts stark böig. Nach Sonnenuntergang kühlt es in der Rheinniederung auf 7 Grad ab. In den tief eingeschnittenen Tälern der Vulkaneifel und im Islek sinken die Werte auf bis zu 1 Grad, verbunden mit örtlicher Bodenfrostgefahr.

Nordbayern: Von der Domstadt an der Donau über das fränkische Weinland bis nach Aschaffenburg erreichen die Höchstwerte angenehme 19 Grad. Frischer bleibt es mit 13 Grad auf den Höhen des Fichtelgebirges und rund um den Schneeberg. Am ostbayerischen Grenzkamm beim Großen Arber werden 7 Grad gemessen. Der frische Nordostwind bringt zeitweise starke Böen mit sich. Nachts kühlt es im weiten Obermaintal auf 0 Grad ab. In den ungünstigen Lagen des Oberpfälzer Waldes und im Arberland tritt mäßiger Frost bis -2 Grad auf.
Das Fazit und die Fakten
Die hochdruckdominierte und niederschlagsfreie Wetterlage bleibt auch in der zweiten Wochenhälfte stabil. Die Kombination aus ungetrübter Sonneneinstrahlung, sehr trockener Luft und dem frischen Ostwind lässt die Waldbrandgefahr auf einem kritischen Niveau verharren. Da mit einer raschen Milderung in den Nachtstunden vorerst nicht zu rechnen ist, bleibt die lokale Bodenfrostgefahr in den Tälern weiterhin bestehen.
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