Der Wonnemonat Mai zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite. Eine massive Kaltfront überquert Deutschland und bringt ab dem heutigen Montag einen spürbaren Wetterumschwung mit sich. Für den Berufsverkehr bedeutet das lokal erhebliche Aquaplaning-Gefahr und starke Böen, während Hobbygärtner in den kommenden Nächten um ihre empfindlichen Pflanzen bangen müssen. Wer in den südlichen Höhenlagen unterwegs ist, muss sich sogar auf eine vorübergehende Rückkehr des Winters mit Schnee und Glätte einstellen.
Auf einen Blick
- Starker Temperatursturz: Die Werte fallen bundesweit auf herbstliche 8 bis 14 Grad.
- Viel Wasser in kurzer Zeit: Ergiebiger Dauerregen im Schwarzwald und Starkregen-Gefahr von der Küste bis in die Mitte.
- Winter-Comeback im Bergland: Neuschnee in den Alpen ab 1000 Metern und nächtliche Frostgefahr in den Tälern der Mittelgebirge.
Der Wonnemonat Mai zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite. Eine massive Kaltfront überquert Deutschland und bringt ab dem heutigen Montag einen spürbaren Wetterumschwung mit sich. Für den Berufsverkehr bedeutet das lokal erhebliche Aquaplaning-Gefahr und starke Böen, während Hobbygärtner in den kommenden Nächten um ihre empfindlichen Pflanzen bangen müssen. Wer in den südlichen Höhenlagen unterwegs ist, muss sich sogar auf eine vorübergehende Rückkehr des Winters mit Schnee und Glätte einstellen.
Warum spielt das Wetter aktuell total verrückt?
Ein mächtiger Kaltlufttropfen hoch oben in der Atmosphäre – von Meteorologen “Trog” genannt – wirkt aktuell wie ein gigantischer Staubsauger. Er saugt kühle Polarluft von der Nordsee ab und lenkt sie direkt zu uns nach Deutschland. Wenn diese massiv einströmende Kaltluft auf die Reste der milderen Frühlingsluft trifft, schiebt sie diese wie ein Schneepflug aggressiv beiseite. Das Ergebnis dieser Kollision ist eine hochexplosive Mischung: Wolken schießen in die Höhe, kräftige Regengüsse entladen sich und der Wind frischt böig bis stürmisch auf.

Regionale Details: Wo es jetzt ungemütlich wird
Ein mächtiger Kaltlufttropfen hoch oben in der Atmosphäre – von Meteorologen “Trog” genannt – wirkt aktuell wie ein gigantischer Staubsauger. Er saugt kühle Polarluft von der Nordsee ab und lenkt sie direkt zu uns nach Deutschland. Wenn diese massiv einströmende Kaltluft auf die Reste der milderen Frühlingsluft trifft, schiebt sie diese wie ein Schneepflug aggressiv beiseite. Das Ergebnis dieser Kollision ist eine hochexplosive Mischung: Wolken schießen in die Höhe, kräftige Regengüsse entladen sich und der Wind frischt böig bis stürmisch auf.
Starkregen und Sturmböen im Norden und Westen Bereits in der ersten Tageshälfte zieht sich ein Band mit ergiebigem Starkregen von Nordrhein-Westfalen über Südniedersachsen und die Altmark bis hinauf nach Mecklenburg. Hier kommen rasch bis zu 35 Liter pro Quadratmeter zusammen. An der ostfriesischen Küste und rund um das Emsland bläst der Wind ab dem Nachmittag kräftig mit stürmischen Böen um 70 km/h.
Explosive Gewitterluft von der Uckermark bis ins Vogtland
Während die Temperaturen in weiten Teilen des Landes bereits auf 9 bis 14 Grad abstürzen, hält sich die warme Luft im Vorfeld der Front noch hartnäckig in einem Streifen von der Uckermark über den Rand des Erzgebirges bis in tiefere Lagen im Südosten. Bei Höchstwerten um 20 Grad ist die Luft hier extrem energiereich. Ab den Nachmittagsstunden drohen besonders südöstlich der Linie Oderbruch bis zum Vogtland heftige Gewitter. Neben Starkregen bis zu 25 Litern pro Quadratmeter sind kleiner Hagel und Sturmböen möglich. Auch eng begrenzte Unwetter lassen sich in dieser Region nicht ausschließen.

Dauerregen im Schwarzwald und Schnee im Allgäu
Besonders nass wird es im Südwesten. An den Westflanken des Schwarzwaldes stauen sich die Wolken. Bis in die Nacht zum Dienstag fallen hier Dauerregenmengen um 40, in den Staulagen sogar bis zu 50 Liter pro Quadratmeter.
Südlich der Donau und besonders in Richtung der Alpen legt der Wind massiv zu. In den freien Lagen des Alpenvorlandes sind stürmische Böen an der Tagesordnung, auf den Gipfeln drohen schwere Sturmböen bis 85 km/h. Am Abend und in der Nacht geht der Regen am Alpenrand in langanhaltende Niederschläge über. Besonders im Allgäu fällt viel Wasser, doch die Form ändert sich rasch: Die Schneefallgrenze sinkt in der Nacht auf 1000 Meter. Bis zum Dienstagmittag müssen Autofahrer oberhalb von 1000 Metern mit Schneematsch und rund 5 Zentimetern Neuschnee rechnen. Ab 1500 Metern kommen sogar bis zu 10 Zentimeter zusammen.
Die weiteren Aussichten: Frostgefahr und Schauerwetter
In der Nacht zum Dienstag reißt der Himmel vom Emsland bis in den Nordosten gebietsweise auf. Das führt zu einem raschen Temperaturabfall. In geschützten Tälern der Mittelgebirge – etwa im Lahntal, in den Senken des Altmühltals oder in der Eifel – droht leichter Bodenfrost.

Auch der Mittwoch bringt keine nachhaltige Besserung. Ein neuer Tiefdruckausläufer erfasst das Land. Bis auf einige sonnige Ausnahmen im äußersten Südwesten dominiert kühles Schauerwetter. Erneut können sich kurze Kaltluftgewitter bilden. Begleitet werden diese Schauer von einem markant auffrischenden Wind, der im zentralen Mittelgebirgsraum – etwa vom Rothaargebirge über den Westerwald bis zum Taunus – in höheren Lagen Sturmstärke erreichen kann. Die Thermometer bleiben dabei im nasskalten Bereich: In tieferen Lagen werden maximal 15 Grad erreicht, im Bergland ist oft schon bei unter 10 Grad Schluss.

Fazit & Tipp für die Woche
Der Frühling macht eine Vollbremsung. Autofahrer in den Alpen und den südlichen Mittelgebirgen sollten ihre Fahrweise in den Passlagen dringend an winterliche Straßenverhältnisse anpassen. Für Balkonbesitzer und Hobbygärtner gilt: Behalten Sie in klaren Nächten das Thermometer im Blick. Empfindliche Setzlinge sollten in den windgeschützten Mittelgebirgstälern vorsichtshalber noch einmal abgedeckt oder nach drinnen geholt werden, um Frostschäden zu vermeiden.
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