Am Donnerstag überquert ein schwaches, okkludiertes Frontensystem die westlichen und zentralen Landesteile. Es sorgt im Tagesverlauf für wechselnde Bewölkung, vereinzelt leichte Schauer und ein geringes Risiko für lokal begrenzte Gewitter. Die Höchsttemperaturen erreichen in der Spitze milde 22 Grad. In der Nacht zum Freitag beruhigt sich das Wettergeschehen rasch, wobei sich bei aufklarendem Himmel gebietsweise dichter Nebel bildet.
Die aktuelle Wetterlage für den Donnerstag
Ein stabiler Höhenkeil über Mitteleuropa stützt eine umfangreiche Hochdruckbrücke, die von den Azoren bis in das Weiße Meer reicht. Ein von Schottland in Richtung Südnorwegen ziehender Höhentrog sowie ein blockierendes Cut-Off-Tief über der Ostsee schwächen den Keil vorübergehend geringfügig ab. Ein in die Strömung eingelagertes Frontensystem greift auf den Westen über, verliert unter zunehmendem antizyklonalen Einfluss jedoch stark an Wetterwirksamkeit.
Die vorderseitig herangeführte Luftmasse weist eine leichte Labilität auf, quantifiziert durch marginale CAPE-Werte von 100 bis 400 Joule pro Kilogramm. Da es sowohl im bodennahen Windfeld an Konvergenz als auch in der mittleren Troposphäre an einem markanten synoptischen Hebungsimpuls mangelt, bleiben konvektive Entwicklungen stark gedämpft. Etwaige Schauer oder Gewitterzellen sind auf lokale orografische Unterstützung angewiesen und überschreiten voraussichtlich nicht das Niveau von Windböen der Stärke 7 (bis 60 km/h).
Regionale Vorhersagen und Prognosen für die nächsten 24 Stunden
Nordrhein-Westfalen: Am Donnerstag dominieren anfangs dichte Wolkenfelder, bevor sich aus Richtung Rheinland und Niederrhein allmählich größere Auflockerungen durchsetzen. Es bleibt überwiegend niederschlagsfrei, lediglich vereinzelt entwickeln sich schwache Schauer. Die Temperaturen steigen in der Kölner Bucht und dem Ruhrgebiet auf 17 bis 20 Grad, in den Kammlagen von Eifel und Sauerland auf 15 bis 17 Grad. Der schwache bis mäßige Wind dreht von Südwest auf Nordwest. In der Nacht kühlt es bei örtlicher Nebelbildung auf 10 bis 4 Grad ab.


Hessen: Ein schwaches Frontensystem passiert Hessen im Tagesverlauf. Zwischen dem Großraum Kassel und der Mainmetropole und ihrem Umland zeigt sich der Himmel wechselnd, zeitweise auch stark bewölkt. Örtliche Schauer sowie kurze Gewitter mit Böen um 50 km/h sind mit geringer Wahrscheinlichkeit möglich. Die Maxima liegen an der mittleren Lahn sowie in den südhessischen Ballungsräumen zwischen 18 und 22 Grad, rund um den Hoherodskopf im Vogelsberg bei 15 bis 18 Grad. Nachts sinken die Werte bei Nebelneigung auf 9 bis 4 Grad.

Rheinland-Pfalz: Im Tagesverlauf ist vom rheinhessischen Hügelland bis an den Nordrand des Pfälzerwaldes mit wechselnder Bewölkung zu rechnen. Einzelne Schauer oder kurze Gewitter treten nur vereinzelt auf. Die Temperaturen erreichen 18 bis 22 Grad, auf den rauen Eifelhöhen werden 15 bis 18 Grad gemessen. Der Wind weht schwach bis mäßig und dreht auf Nordwest. In der niederschlagsfreien Nacht zum Freitag bilden sich bei Werten zwischen 9 und 5 Grad teils zähe Talnebel.
Nordbayern: Zunächst fällt besonders in den östlichen Bereichen und entlang des ostbayerischen Grenzkamms etwas Regen. Im Tagesverlauf lockert die Bewölkung auf. Im weiten Obermaintal sowie in der mittelfränkischen Metropolregion sind vereinzelt Schauer sowie im nördlichen Franken auch kurze Gewitter nicht ausgeschlossen. Die Höchstwerte liegen zwischen 16 und 20 Grad, im Maindreieck werden bis zu 22 Grad erreicht. Auf dem Großen Arber bleibt es mit 9 Grad deutlich kühler. In der Nacht ziehen letzte Schauer in Richtung der nördlichen Oberpfalz ab, danach entsteht gebietsweise dichter Nebel bei 9 bis 4 Grad.

Fazit und Fakten für den Donnerstag
Der antizyklonale Einfluss konsolidiert sich zum Wochenende hin wieder. Die Niederschlagsneigung nimmt in den kommenden Tagen landesweit weiter ab, während die Tageshöchsttemperaturen auf einem sehr milden Niveau verharren. Besonders in den Flussniederungen bleibt die teils zähe Inversions- und Nebelbildung in den Nacht- und Vormittagsstunden das dominierende meteorologische Element.
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