Der bisher bestimmende Hochdruckeinfluss schwächt sich ab und macht Platz für feuchtere, atlantische Luftmassen. Ab den Mittagsstunden steigen die Temperaturen auf milde 14 bis 19 Grad, vereinzelt werden bis zu 20 Grad erreicht. Gleichzeitig nimmt die Bewölkung zu und es entwickeln sich gebietsweise Schauer. Im Tagesverlauf sind in allen genannten Regionen zudem örtlich Gewitter möglich, die von stürmischen Böen und kurzzeitigem Starkregen begleitet werden können.

Die Großwetterlage im Umbruch
Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet, das weite Teile Ost- und Mitteleuropas dominiert hat, verliert allmählich seinen Einfluss. Gleichzeitig verlagert sich ein Höhentrog, der sich von den Britischen Inseln über Frankreich erstreckt, langsam in Richtung Mitteleuropa. Im Vorfeld einer damit verbundenen Kaltfront strömt eine feuchte, subtropische Luftmasse ein. Diese zeichnet sich durch ein sehr mildes Temperaturprofil aus, weist jedoch eine hohe Labilität auf. In Kombination mit dynamischen Hebungsprozessen in der Atmosphäre führt dies im Tagesverlauf zu einer zunehmenden Neigung für Schauer und Gewitterstrukturen. Am Abend greift die Kaltfront schließlich auf die Vorhersagegebiete über.

Schauer und Gewitter im Tagesverlauf im Regionaltrend
Nordrhein-Westfalen Zwischen Rhein, Ruhr und der Weser zieht ab dem Vormittag zunehmend dichte Bewölkung auf. Ab den Mittagsstunden entwickeln sich gebietsweise Schauer, aus denen örtlich Gewitter entstehen. Dabei sind Windböen bis 60 Kilometer pro Stunde sowie vereinzelt Starkregen mit Mengen um 15 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Auch stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde sind nicht gänzlich ausgeschlossen. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 und 18 Grad. In der Nacht zum Mittwoch klingen die Niederschläge ab, bei Tiefstwerten zwischen 8 und 5 Grad bilden sich streckenweise Nebelfelder.
Hessen Vom Kasseler Becken über das Lahn-Dill-Gebiet bis in den Rhein-Main-Raum beginnt der Tag teils noch heiter und trocken. Ab den Mittagsstunden bilden sich zunehmend Quellwolken. Insbesondere vom Reinhardswald und Kellerwald bis in den Untertaunus sind am Nachmittag und Abend örtlich Gewitter wahrscheinlich, die von Starkregen und Windböen begleitet werden. Die Thermometer zeigen milde Höchstwerte von 15 bis 19 Grad, am Untermain werden lokal bis zu 20 Grad erreicht. In der Nacht beruhigt sich das Wetter, es kühlt auf 7 bis 4 Grad ab. In den Tälern von Fulda, Werra und Lahn entsteht teils dichter Nebel.


Rheinland-Pfalz Von der Eifel über das Moseltal bis nach Rheinhessen beginnt der Tag freundlich und niederschlagsfrei. Im weiteren Verlauf verdichten sich die Wolken. Am Nachmittag muss von Trier über den Koblenzer Raum bis in die Vorderpfalz vereinzelt mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Lokal sind stürmische Böen bis 70 Kilometer pro Stunde möglich. Die Temperaturen erreichen 15 bis 19 Grad. Die Nacht verläuft oft niederschlagsfrei, an Rhein und Mosel sowie in Tallagen kann sich allerdings dichter Nebel bilden. Die Temperaturen sinken auf 7 bis 4 Grad.
Nordbayern Am Vormittag fallen im Bayerischen Wald um Regen und Zwiesel noch letzte Tropfen. Danach wechseln sich in Franken und der Oberpfalz längere Sonnenphasen und dichtere Quellwolken ab. Am Nachmittag bilden sich vom Maindreieck bei Würzburg bis nach Nürnberg und Bamberg einzelne Schauer, bevorzugt in Mainfranken sind auch kurze Gewitter möglich.
Starkregen und markante Böen bleiben hier jedoch gering wahrscheinlich. Die Temperaturen steigen auf 14 bis 19 Grad, auf dem Großen Arber werden 7 Grad erreicht. In der Nacht zum Mittwoch überquert ein zusammenhängendes Regenband die Region von Würzburg bis nach Cham. Die Tiefstwerte liegen zwischen 7 und 0 Grad, wobei es in der südlichen Oberpfalz am kühlsten wird.


Fazit:
Die Wetterentwicklung der kommenden Tage bleibt zyklonal geprägt, wodurch sich der unbeständige Charakter fortsetzt. Weitere atlantische Frontensysteme überqueren die Bundesländer und bringen wiederholt Schauer sowie dichte Bewölkung. Die Temperaturen gehen im weiteren Verlauf leicht zurück, verbleiben aber auf einem für die Jahreszeit insgesamt milden Niveau.
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