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20 Grad auf den Bergen, 8 Grad im Tal: Erleben wir in Deutschland eine geteilte Wetterwoche?

Der November zeigt sich oft von seiner trüben Seite: Nebel, Hochnebel und kühle Temperaturen bestimmen häufig das Geschehen in den tieferen Lagen. Doch in der kommenden Woche steht uns aus meteorologischer Sicht eine faszinierende Wetterkonstellation bevor. Diese wird Deutschland wettertechnisch sprichwörtlich zweigeteilt.

Der November zeigt sich oft von seiner trüben Seite: Nebel, Hochnebel und kühle Temperaturen bestimmen häufig das Geschehen in den tieferen Lagen. Doch in der kommenden Woche steht uns aus meteorologischer Sicht eine faszinierende Wetterkonstellation bevor. Diese wird Deutschland wettertechnisch sprichwörtlich zweigeteilt.
Für Köln, Nordrhein-Westfalen zeigt sich in den nächsten 16 Tagen ein wechselhafter Verlauf. Die Spanne reicht von nächtlichen Tiefstwerten um -2°C bis zu 18°C am 13.11.. In Summe wirkt der Trend gleichbleibend. Die höchste Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 96% um den 11.11.. Nutzen Sie Diagramm, Highlights und Tageskarten für die Planung.

Während viele von Ihnen sich weiterhin auf typisches Novembergrau einstellen müssen, dürfen sich Bewohner und Besucher der mittleren Höhenlagen, unserer Mittelgebirge und der Alpen auf überraschend milde, fast frühlingshafte Tage freuen. Wir erwarten dort Spitzenwerte von bis zu 20 Grad – und das an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.

In diesem Artikel erklären wir als Wetterredaktion, wie sich diese ungewöhnliche Wetterlage entwickelt, was genau dahintersteckt und was dies für Ihre Wochenplanung bedeutet.

Diese Milderung kommt jedoch nicht überall gleichermaßen an:

  • Dienstag und Mittwoch: Die Spaltung wird deutlich. Während es im Norden und Osten Deutschlands hier und da noch für leichte Regenschauer reichen kann, bleibt es im Süden des Landes oft ganztags neblig. Dort, wo die Sonne keine Chance hat, klettern die Temperaturen kaum über kühle 8 Grad. Ganz anders in den mittleren Höhenlagen: Dort, oberhalb der Nebelschicht, werden bereits bis zu 18 Grad erreicht.
  • Donnerstag und Freitag: Der Höhepunkt der Wärme: An diesen beiden Tagen erreicht uns die wärmste Luft. In den mittleren Höhenlagen der Gebirge erwarten wir die angekündigten 20 Grad Celsius. Für alle, die sich dort aufhalten, fühlt sich dies eher nach Ende April als nach Mitte November an. Darunter, in den Niederungen und Tälern, bleibt es durch den festsitzenden Nebel und die kaum bewegte Kaltluft deutlich kühler und feuchter.
Der November zeigt sich oft von seiner trüben Seite: Nebel, Hochnebel und kühle Temperaturen bestimmen häufig das Geschehen in den tieferen Lagen. Doch in der kommenden Woche steht uns aus meteorologischer Sicht eine faszinierende Wetterkonstellation bevor. Diese wird Deutschland wettertechnisch sprichwörtlich zweigeteilt.
Am Donnerstag sin im Westen bis zu 18 Grad möglich.
Der November zeigt sich oft von seiner trüben Seite: Nebel, Hochnebel und kühle Temperaturen bestimmen häufig das Geschehen in den tieferen Lagen. Doch in der kommenden Woche steht uns aus meteorologischer Sicht eine faszinierende Wetterkonstellation bevor. Diese wird Deutschland wettertechnisch sprichwörtlich zweigeteilt.
Am Freitag vor allem in den Alpen Föhn mit bis zu 10 Grad.

Für den Norden Deutschlands zeichnet sich ein etwas anderer Verlauf ab. Hier wird es zwar nicht markant kalt, aber auch nicht frühlingshaft mild. Stattdessen bleibt das Wetter eher trüb, oft wolkenverhangen und zeitweise kann etwas Nieselregen fallen.

Die Prognose für das kommende Wochenende ist aus heutiger Sicht noch unsicher. Es gibt Anzeichen dafür, dass die milde Luft in den Höhenlagen wieder von kühleren Luftmassen verdrängt wird, doch für verlässliche Details ist es noch zu früh.

Der November zeigt sich oft von seiner trüben Seite: Nebel, Hochnebel und kühle Temperaturen bestimmen häufig das Geschehen in den tieferen Lagen. Doch in der kommenden Woche steht uns aus meteorologischer Sicht eine faszinierende Wetterkonstellation bevor. Diese wird Deutschland wettertechnisch sprichwörtlich zweigeteilt.
Für Pfronten, Bayern zeigt sich in den nächsten 16 Tagen ein wechselhafter Verlauf. Die Spanne reicht von nächtlichen Tiefstwerten um -6°C bis zu 19°C am 13.11.. In Summe wirkt der Trend kühler werdend. Die höchste Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 61% um den 25.11.. Nutzen Sie Diagramm, Highlights und Tageskarten für die Planung.

Fazit: Warum ist das Wetter aktuell so gespalten?

Was Sie in dieser Woche erleben, ist ein klassisches meteorologisches Phänomen, das wir Experten als “Inversionswetterlage” bezeichnen.

Doch was bedeutet das für Sie verständlich erklärt?

Normalerweise nimmt die Temperatur ab, je höher man steigt. Bei einer Inversion ist dieser Vorgang jedoch umgekehrt (invertiert): Es ist oben wärmer als unten.

Die aktuelle Wetterlage lässt sich durch zwei Hauptfaktoren erklären:

  1. Stabiler Hochdruck: Ein kräftiges Hochdruckgebiet wirkt wie ein Deckel auf der Atmosphäre. Es verhindert, dass sich die Luftschichten gut durchmischen. In klaren Herbstnächten kühlt die Luft direkt am Boden stark aus. Diese kalte, feuchte Luft ist schwer und sammelt sich in Tälern und Niederungen – der Nebel entsteht.
  2. Milde Südwestströmung: Gleichzeitig transportiert ein Wind aus Südwesten in den mittleren Höhenlagen (also oberhalb der kalten Bodenschicht) sehr milde Luft, fast wie auf einer “Luftautobahn”, über Deutschland hinweg.

Das Ergebnis: Wir haben zwei völlig getrennte “Wetter-Etagen”. Unten herrscht feuchtkaltes Novemberwetter, während wenige hundert Meter höher in den Bergen die milde Luft für Frühlingsgefühle sorgt.

Für Ihren Alltag bedeutet dies: Wenn Sie in den Nebelregionen unterwegs sind, ist im Straßenverkehr weiterhin Vorsicht geboten. Sollten Sie jedoch die Möglichkeit haben, einen Ausflug in die Mittelgebirge zu planen, könnten Sie am Donnerstag oder Freitag einen unerwarteten Hauch von Frühling erleben.

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Angelo D Alterio

Angelo D'Alterio analysiert seit dem Jahr 2013 komplexe Wetterlagen mit Schwerpunkt auf Synoptik, Gewitterlagen, Starkregen und der Erstellung regionaler Unwetterwarnungen. Im Jahr 2015 war er Mitgründer der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 war er dort als Chef-Meteorologe für die fachliche Bewertung von Wetterlagen und Warnsituationen mitverantwortlich. Heute leitet Angelo D'Alterio die Fachredaktion der Meteozentrale. Sein Schwerpunkt liegt auf der Auswertung von Wettermodellen, Radar- und Nowcastingdaten sowie der verständlichen Einordnung von Wettergefahren für Deutschland, insbesondere für Hessen und angrenzende Regionen. Aktuelle Wetter-Einschätzungen und fachliche Updates veröffentlicht Angelo D'Alterio regelmäßig über die Meteozentrale sowie auf seinen öffentlichen Profilen bei LinkedIn, Twitter/X, Facebook, Threads, Instagram und TikTok. More »
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