In den kommenden Tagen setzt sich das für die Jahreszeit überdurchschnittlich milde Frühlingswetter in weiten Teilen Deutschlands fort. Die Tageshöchstwerte erreichen vielerorts 14 bis 18 Grad Celsius, während die Nächte zwar noch abkühlen, flächendeckender Frost jedoch zunehmend ausbleibt. Im Westen und Südwesten der Republik kann herangeführter Saharastaub kurzzeitig für eine Trübung des Himmels sorgen. Da eine stabile Hochdruckzone über Osteuropa atlantische Tiefdruckgebiete auf Distanz hält, ist ein flächenderdeckender Wetterumschwung oder ein markanter Kaltlufteinbruch vorerst ausgeschlossen.
Die Großwetterlage über Europa
Das aktuelle synoptische Setup wird von einem blockierenden Hochdruckgebiet über Osteuropa dominiert. Dieses zwingt aufkommende atlantische Tiefdruckgebiete auf eine weit nördliche Zugbahn in Richtung Island und dem Nordatlantik. Parallel dazu hat sich über der Iberischen Halbinsel ein abgeschlossenes Höhentief (Cut-off-Tief) isoliert, welches dort für ergiebige Niederschläge sorgt. Mitteleuropa verbleibt zwischen diesen Wettersystemen in einer beständigen, südwestlichen Höhenströmung. Diese Konstellation garantiert einen anhaltenden Zustrom ungewöhnlich milder Frühlingsluftmassen. Da über dem Nordatlantik und Nordeuropa aktuell keine massiven polaren Kaltluftreserven vorhanden sind, fehlt zudem das physikalische Potenzial für eine spätwinterliche Einwinterung.

Nationale Prognosen der aktuellen Wetterlage
Deutschland verzeichnet weiterhin eine signifikante positive Temperaturabweichung von teils mehr als 4 Grad Celsius gegenüber dem klimatologischen Mittel. Die Tageshöchsttemperaturen pendeln sich in der kommenden Woche stabil zwischen 14 und 18 Grad Celsius ein. Die nächtlichen Tiefstwerte sinken zwar im einstelligen Bereich ab, das Risiko für starken Bodenfrost nimmt jedoch ab.
Niederschlag: Weitgehend trocken mit lokalen Ausnahmen
Ein flächendeckendes, ergiebiges Niederschlagsereignis ist in der kommenden Woche nicht zu erwarten. Die zu trockenen Verhältnisse, insbesondere in den östlichen Bundesländern, setzen sich fort. Lediglich zu Wochenbeginn steigt die Labilität der Luftschichtung leicht an. Vor allem über den westlichen Mittelgebirgen wie der Eifel, dem Hunsrück oder dem Westerwald können sich vereinzelt lokale Schauer bilden, in Ausnahmefällen begleitet von kurzen Gewittern.


Trübung durch Saharastaub im Westen
Entlang der westlichen und südwestlichen Landesgrenzen – vom Unteren Moseltal bis zur südlichen Oberrheinebene – werden in den kommenden 48 Stunden leicht erhöhte Konzentrationen von Saharastaub in der Atmosphäre erwartet. Dies äußert sich primär durch dichtere Schleierwolken und eine milchige Eintrübung des Himmels.

Fazit und der weitere Ausblick
Für die übernächste Woche deuten die Ensemble-Vorhersagen auf eine leichte Zunahme des Tiefdruckeinflusses hin, der zumindest im Westen Deutschlands für zeitweilige Niederschläge sorgen könnte. Das blockierende osteuropäische Hochdruckgebiet bleibt jedoch voraussichtlich intakt, sodass eine vollständige Umstellung der Westwetterlage unwahrscheinlich ist. Ein massiver, kurzfristiger Kaltlufteinbruch ist nicht in Sicht, wenngleich ein derzeit stattfindendes Major Warming in der Stratosphäre das troposphärische Zirkulationsmuster gegen Ende März oder Anfang April noch modifizieren könnte.
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