Pünktlich zum Wochenende dominiert weitreichender Hochdruckeinfluss große Teile der Bundesrepublik. Bei anhaltendem Sonnenschein und ungewöhnlich hohen Tagestemperaturen stellen sich frühlingshafte Wetterbedingungen ein. Zeitweise trübt jedoch feiner Saharastaub in höheren Luftschichten den Himmel. Nach Sonnenuntergang drohen zudem signifikante Temperaturrückgänge mit teils deutlicher Frostgefahr, die insbesondere in Tälern und lokalen Senken auftreten.

Ein stabiles Hochdruckgebiet über Osteuropa bestimmt derzeit maßgeblich das Wettergeschehen. Ein ausgedehnter Höhenrücken erstreckt sich von Norditalien über den Alpenraum bis in die Benelux-Staaten und blockiert niederschlagsreiche Tiefdrucksysteme. Ein schwacher Ausläufer eines Tiefs am nördlichen Rand streift Norddeutschland, bringt jedoch lediglich harmlose hohe Schleierwolken mit sich. Die einfließende Luftmasse ist außergewöhnlich mild, führt aber feine Partikel von Saharastaub mit, die für eine leicht milchige Trübung des ansonsten blauen Himmels sorgen. Der zuletzt dominierende Ost-Südostwind verliert zunehmend an Kraft. Dadurch fallen lokale, temperatursteigernde Überströmungseffekte weg, dennoch verbleibt das Temperaturniveau landesweit auf einem überdurchschnittlichen Niveau.
Regionale Prognosen und Vorhersagen mit Überraschungen
Nordrhein-Westfalen: Zwischen dem Rheinland und Ostwestfalen-Lippe präsentiert sich der Freitag mit wenigen durchziehenden Schleierwolken überwiegend sonnig. Die Thermometer klettern im Flachland auf milde 18 bis 21 Grad. In den Hochlagen von Sauerland und Eifel werden noch 14 bis 17 Grad erreicht. Ein schwacher Wind weht aus unterschiedlichen Richtungen. In der klaren Nacht zum Samstag kühlt es spürbar ab. Die Werte sinken auf 8 bis 1 Grad, in Senken und Flusstälern rutscht das Quecksilber auf bis zu minus 1 Grad ab, begleitet von lokalem Bodenfrost.


Hessen: Vom Kasseler Becken über das Lahntal bis in den Rhein-Main-Ballungsraum bleibt es trocken und sonnig, vereinzelt ziehen hohe Wolkenfelder durch. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 und 19 Grad, während in exponierten Höhenlagen des Taunus und am Hoherodskopf im Vogelsberg 14 bis 16 Grad gemessen werden. Die darauffolgende Nacht verläuft sternenklar. Während auf den Höhen der Rhön milde 6 Grad registriert werden, fallen die Temperaturen in Senken entlang von Fulda und Eder auf plus 4 bis minus 3 Grad. Es muss verbreitet mit Bodenfrost gerechnet werden.
Rheinland-Pfalz: Von der Vulkaneifel bis in die Vorderpfalz dominiert ungestörter Sonnenschein. Entlang des Mittelrheins und im Moseltal klettern die Temperaturen auf 17 bis 20 Grad. Kühlere 15 Grad werden in den Hochlagen des Hunsrücks rund um den Erbeskopf sowie im Pfälzerwald erwartet. Nachts kühlt die klare Luft rasch aus. Die Tiefstwerte liegen zwischen 8 und 1 Grad. In den Tälern der Nahe und der Ahr herrscht leichte Frostgefahr bei bis zu minus 1 Grad und stellenweisem Frost in Bodennähe.

Nordbayern: In Mainfranken rund um Würzburg sowie im Nürnberger Becken löst sich morgendlicher Nebel zügig auf und macht einem wolkenlosen Himmel Platz. Die Temperaturen steigen auf sehr milde 14 bis 19 Grad. Auf den Kämmen des Fichtelgebirges werden bis zu 14 Grad, auf dem Großen Arber im Bayerischen Wald rund 10 Grad erreicht. In der Nacht auf Samstag bilden sich besonders im Donautal rund um Regensburg dichte Nebelbänke. In den mittelhohen Lagen der Fränkischen Schweiz werden plus 5 Grad gemessen, während die Werte in den Niederungen und Flusstälern verbreitet auf bis zu minus 3 Grad sinken.
Fazit und Weitblick
Das stabile Hochdruckwetter setzt sich über das Wochenende fort. Tagsüber dominiert in allen genannten Regionen der Frühling mit viel Sonnenschein und ungewöhnlich hohen Temperaturen für diese Jahreszeit. Die Nächte bleiben jedoch eine Herausforderung, da bei Aufklaren und Windstille weiterhin mit teils empfindlichen Minusgraden und Bodenfrost zu rechnen ist.
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