Panorama

Gefrierender Regen im Nordwesten – Blockade verhindert großflächige Wetteränderung

Eine markante Zweiteilung bestimmt das Wettergeschehen in Deutschland. Während der Nordosten des Landes von kalten, kontinentalen Luftmassen geprägt ist, die strengen Nachtfrost mit sich bringen, beeinflussen atlantische Tiefausläufer den Westen und Südwesten mit feuchter und vergleichsweise milder Luft. Im Übergangsbereich dieser unterschiedlichen Luftmassen besteht die Gefahr von gefrierendem Regen und lokaler Glatteisbildung, insbesondere im Nordwesten. …

Eine markante Zweiteilung bestimmt das Wettergeschehen in Deutschland. Während der Nordosten des Landes von kalten, kontinentalen Luftmassen geprägt ist, die strengen Nachtfrost mit sich bringen, beeinflussen atlantische Tiefausläufer den Westen und Südwesten mit feuchter und vergleichsweise milder Luft. Im Übergangsbereich dieser unterschiedlichen Luftmassen besteht die Gefahr von gefrierendem Regen und lokaler Glatteisbildung, insbesondere im Nordwesten. Die übergeordnete Wetterlage wird durch eine hartnäckige Blockade bestimmt, die großräumige Veränderungen verhindert.

Die Wetterlage wird dominiert von dem Hochdruckgebiet DANIEL, dessen Zentrum über Skandinavien und Westrussland liegt. Dieses Hoch erweist sich als widerstandsfähig gegenüber den vom Nordatlantik heranziehenden Tiefdrucksystemen. Ein Keil hohen Luftdrucks, der sich vom Balkan bis nach Westskandinavien erstreckt, verstärkt diese Blockadewirkung. Tiefdruckgebiete werden somit daran gehindert, weiter nach Mitteleuropa vorzudringen, während sie über dem Mittelmeer eine alternative Zugbahn finden müssen. Tief PATRICIA I liegt über Nordwesteuropa.


🎧 Audio-Briefing

Meteorologische Analyse

Die persistente Hochdrucklage über Skandinavien und Westrussland, verstärkt durch den Keil hohen Luftdrucks, unterbindet die Verlagerung atlantischer Tiefdruckgebiete nach Mitteleuropa. Die Folge ist eine Zweiteilung Deutschlands: Im Nordosten dominieren kontinentale Kaltluftmassen, während im Westen und Südwesten der Einfluss atlantischer Tiefausläufer mit feuchter und milder Luft überwiegt. Im Grenzbereich zwischen diesen Luftmassen kommt es zur Ausbildung von Frontensystemen, deren Niederschläge in den kalten Luftschichten als gefrierender Regen fallen können, was zu erheblicher Glatteisbildung führt. Die Höhenströmung weist über Deutschland eine aufgeweichte südöstliche Komponente auf, die nach Südwesten hin an Intensität verliert.
[ml_dashboard verkehr=“GELB|Örtlich Glatteis durch gefrierenden Regen.“ wind=“GELB|An der See steife bis stürmische Böen aus Ost.“ natur=“GELB|Glatteisgefahr im Nordwesten, Frost im Nordosten.“]

Stadt Trend Tag Nacht
Frankfurt Leicht steigend 4°C 0°C
Köln Stabil 6°C 1°C
Saarbrücken Leicht steigend 6°C 1°C
Münster Fallend 4°C -1°C
Nürnberg Stabil 2°C -2°C

Regionale Entwicklung

In Nordrhein-Westfalen besteht ab dem späten Nachmittag im äußersten Norden und Nordosten örtlich die Wahrscheinlichkeit von gefrierendem Regen und damit Glatteisbildung. Hingegen lockert es westlich des Rheins ab dem Mittag auf. Die Höchsttemperaturen liegen im Westen bei 6 bis 9 Grad, in Ostwestfalen bei 1 bis 4 Grad und im Hochsauerland um 1 Grad.

In Hessen ist es heute bedeckt oder stark bewölkt, gebietsweise mit etwas Regen. Im äußersten Norden besteht ab dem frühen Abend Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Die Höchsttemperaturen liegen im Südwesten bei 3 bis 6 Grad, sonst bei 2 bis 4 Grad und auf der Wasserkuppe um 0 Grad.

[ml_map url=“https://meteozentrale.de/wp-content/uploads/2026/01/hessen_max-34-scaled.png“ caption=“Höchstwerte am heutigen Tag.“]

Die Karte zeigt, dass Trier mit 6 Grad die höchste Temperatur in der Region aufweist, während es in Marburg lediglich 2 Grad erreicht.

Auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland überwiegt starke Bewölkung, örtlich neblig-trübes Wetter und zeitweise etwas Regen. Die Höchsttemperaturen liegen im Süden und Westen bei 5 bis 9 Grad, in höheren Lagen um 3 Grad.

In Nordbayern ist es oft stark bewölkt oder trüb. Im westlichen Franken kann es nachts vereinzelt zu geringem Regen oder Schnee kommen.

Ursachenforschung

Die Zweiteilung der Wetterlage resultiert aus dem Zusammenspiel zwischen dem blockierenden Hochdruckgebiet über Nordosteuropa und den atlantischen Tiefausläufern. Die Kaltluft im Nordosten wird durch die östliche Strömung verstärkt, während die mildere Luft im Westen und Südwesten durch die atlantischen Tiefs herangeführt wird. Die Ausbildung von gefrierendem Regen im Übergangsbereich ist eine Folge des Temperaturprofils in der Atmosphäre, bei dem eine dünne Schicht mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Bodennähe vorhanden ist, während es in höheren Luftschichten milder ist.

Bewertung der Lage

Die Wetterlage in Deutschland ist durch eine markante Zweiteilung gekennzeichnet, die durch eine persistente Hochdruckblockade verursacht wird. Während im Nordosten strenger Frost herrscht, besteht im Nordwesten die Gefahr von gefrierendem Regen und Glatteisbildung. Verkehrsteilnehmer sollten sich auf schwierige Bedingungen einstellen.

Abend und Nachtstunden

In der kommenden Nacht muss insbesondere im Nordwesten mit Glatteis durch gefrierenden Regen gerechnet werden. Im Nordosten ist mit strengem Frost zu rechnen.

[ml_map url=“https://meteozentrale.de/wp-content/uploads/2026/01/hessen_min-29-scaled.png“ caption=“Tiefstwerte der kommenden Nacht.“]

Die Karte verdeutlicht die deutlichen Temperaturunterschiede innerhalb der Region, wobei in den Hochlagen des Berglands die tiefsten Temperaturen zu erwarten sind.

Region Wind (km/h) Niederschlag Risiko
Nordwesten 20-40 Gefrierender Regen Hohe Glättegefahr
Nordosten 10-20 Kein Strenger Frost
Südwesten 10-20 Regen Örtliche Glätte
Bayern 10-20 Schnee/Regen Frost/Glätte

Trend für die Folgetage

Auch in den kommenden Tagen zeichnet sich keine grundlegende Änderung der Wetterlage ab. Die Hochdruckblockade bleibt bestehen, und die Zweiteilung Deutschlands wird weiterhin dominieren. Im Nordwesten besteht weiterhin die Gefahr von gefrierendem Regen, während im Nordosten mit strengem Frost zu rechnen ist. Im weiteren Verlauf der Woche könnte sich die Luftmassengrenze langsam nach Süden verschieben, wodurch sich die Glatteisgefahr ausweiten könnte.
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