Ein Tiefausläufer, der uns in der Nacht überquert hat, zieht nun weiter Richtung Ostsee und macht Platz für eine Wetterberuhigung. Für Sie in Hessen bedeutet das: Der heutige Donnerstag, der 30. Oktober, startet zwar regional noch windig, wird im Tagesverlauf aber zunehmend freundlicher und trockener. Ein Zwischenhoch stabilisiert die Atmosphäre spürbar, bevor zum Wochenende bereits die nächste Front anklopft.

Am Vormittag halten sich im Osten Hessens zunächst noch die letzten Schauer des nächtlichen Ausläufers, diese ziehen aber rasch ab. Von Westen her lockert die Bewölkung bereits auf. Das dominierende Thema bleibt heute früh allerdings der Wind. Insbesondere in tiefen Lagen Nordhessens sowie im Bergland müssen Sie noch mit starken Böen bis 60 km/h aus westlicher Richtung rechnen. In den Kammlagen, etwa auf der Wasserkuppe oder dem Großen Feldberg im Taunus, sind anfangs auch noch stürmische Böen um 70 km/h möglich. Wir raten hier bei Fahrten durch Waldgebiete zu erhöhter Aufmerksamkeit.
Im Laufe des Nachmittags lässt der Wind von Westen her spürbar nach und dreht allmählich auf südliche Richtungen. Der Tag gestaltet sich dann hessenweit freundlich. Wir erwarten einen Wechsel aus Sonnenschein und einigen Wolkenfeldern, wobei die sonnigen Anteile zum Nachmittag hin zunehmen. Es bleibt niederschlagsfrei. Die Temperaturen erreichen für die Jahreszeit milde Werte: Im Raum Kassel klettert das Thermometer auf 12 bis 14 Grad, während es im Rhein-Main-Gebiet und an der Bergstraße mit 14 bis 16 Grad noch etwas wärmer wird. In den höchsten Lagen des Landes bleibt es bei Werten um 9 Grad kühler.
Nachtfrost und Nebel im Anmarsch
Die kommende Nacht zum Freitag wird ruhig, aber deutlich kühler als die Vornacht. Bei geringer Bewölkung oder teils klarem Himmel sinken die Temperaturen verbreitet auf 4 bis 1 Grad. Nun ist Vorsicht geboten: In ungünstigen Tal- und Muldenlagen des Berglandes, etwa im Vogelsberg oder Odenwald, kann es leichten Frost bis -1 Grad geben. Auch Bodenfrost bis -3 Grad ist lokal möglich. Schützen Sie also empfindliche Pflanzen, falls diese noch draußen stehen. Örtlich kann sich in den Niederungen zudem Nebel bilden.

Der Freitag selbst präsentiert sich meist trocken bei einer Mischung aus Sonne und mal dichteren Wolkenfeldern. Die Höchstwerte liegen dann zwischen 10 und 15 Grad. Zum Samstag hin ändert sich die Lage erneut: Während es im Osten zunächst noch trocken bleibt, ziehen von Westen her dichte Wolken mit Regen auf. Es wird mit 12 bis 17 Grad wieder milder.
Wettereinblicke für Hessen
Das nächtliche Frostpotenzial ist ein typisches Phänomen für den Spätherbst unter Zwischenhocheinfluss. Wenn der Himmel aufklart und der Wind nachlässt, strahlt die Erdoberfläche die Wärme schnell ab. In Senken und Tälern sammelt sich die schwere, kalte Luft – man spricht von sogenannten “Kaltluftseen”. Genau dort, etwa in den Tälern von Lahn oder Eder, ist die Gefahr für den ersten Luftfrost der Saison in dieser Nacht am größten, während es auf den Hügeln oft frostfrei bleibt.
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