Ein massives Höhenhoch namens “Alexander” hat sich wie eine Hitzekuppel über West- und Mitteleuropa gelegt und bestimmt das Wettergeschehen zum Start in die neue Woche vollumfänglich. Nachdem die leichten Saharastaub-Schleier des Wochenendes weitgehend abgezogen sind, steht Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordbayern eine ungestörte, teils extreme Sonnenscheinphase bevor. Die Kombination aus absinkenden Luftmassen und kräftiger Mai-Sonne treibt die Temperaturen in den kommenden 48 Stunden steil nach oben.

Nordrhein-Westfalen: Makellos blauer Himmel und ansteigende Hitze
In Nordrhein-Westfalen dominiert von Ostwestfalen über das Ruhrgebiet bis in die Kölner Bucht makellos blauer Himmel. Die Höchstwerte pendeln sich am heutigen Montag zwischen rund 26 Grad im Raum Paderborn und heißen 29 Grad in der Domstadt Köln ein. Etwas frischer bleibt es in den Hochlagen des Sauerlandes, wo das Quecksilber bei schwachem Nordostwind um die 25-Grad-Marke verharrt. Nach einer klaren Nacht, in der Tal- und Muldenlagen noch einmal auf erfrischende 9 bis 6 Grad abkühlen können, zieht die Hitze am Dienstag an: Verbreitet sind dann schweißtreibende 29 bis 33 Grad zu erwarten.

Hessen: Sonne satt von der nordhessischen Senke bis ins Rhein-Main-Gebiet
Ein ähnliches Bild zeigt sich in Hessen. Von der nordhessischen Senke rund um Baunatal über das Gießener Becken bis hinunter in die Mainmetropole und ihr dichtes Umland scheint die Sonne von früh bis spät. Die Temperaturen klettern auf 27 bis 33 Grad, wobei die südhessischen Ballungsräume die höchsten Werte melden. Selbst auf den Höhenlagen des Taunuskamms oder dem Hoherodskopf werden noch rund 25 Grad erreicht. Wer lüften möchte, sollte die kommende Nacht nutzen, wenn die Werte auf 17 bis 7 Grad sinken – insbesondere in den Tälern von Lahn und Dill wird es angenehm frisch. Am Dienstag steigen die Temperaturen im Dreieck Wiesbaden-Frankfurt-Darmstadt dann rasch auf bis zu 34 Grad an.

Rheinland-Pfalz und Saarland: Frühe Stauhitze entlang der Flusstäler
Westlich des Rheins macht das Sommerwetter ebenfalls keine Kompromisse. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland klettern die Temperaturen am Montag auf 28 bis 33 Grad, wobei Saarlouis und Trier bereits dicht an der 30-Grad-Marke kratzen. Besonders entlang der Rheinaue bei Germersheim und im rheinhessischen Hügelland südlich von Mainz staut sich die erste Wärme, während es auf den rauen Eifelhöhen und rund um den Erbeskopf mit 26 Grad angenehmer bleibt. In der sternenklaren Nacht zum Dienstag kühlt es vor allem in den Städten am Rhein kaum noch unter 19 Grad ab. Der Dienstag bringt dann vom Neuwieder Becken bis in die Barbarossastadt Kaiserslautern pralle Sonne und Hitze bis 34 Grad.

Nordbayern: Sehr warm bis heiß von Mainfranken bis an die Donau
In Nordbayern präsentiert sich der Montag ebenfalls sonnig, wenngleich sich über den östlichen Mittelgebirgen im Tagesverlauf vereinzelte, harmlose Quellwolken bilden können. Vom fränkischen Weinland rund um Würzburg über die mittelfränkische Metropolregion um Nürnberg bis in die Domstadt an der Donau wird es mit 27 bis 32 Grad sehr warm bis heiß.

Deutlich moderater ist die Luft auf den Höhen des Fichtelgebirges und am ostbayerischen Grenzkamm rund um den Großen Arber bei 22 bis 26 Grad. Die sternenklare Nacht bringt im weiten Obermaintal und an der Altmühl eine willkommene Abkühlung auf 15 bis 9 Grad. Am Dienstag staut sich die Hitze dann besonders im Mündungsgebiet von Regen und Naab sowie im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen, wo die Thermometer bis zu 34 Grad anzeigen. Lediglich am Frankenwald bleibt es bei knapp 29 Grad minimal kühler.
Ausblick und Warnlage: Erhöhte Kreislaufbelastung
Da sich die Hitzekuppel in den kommenden Tagen weiter festigt, rückt die gesundheitliche Belastung in den Fokus. Die extreme Sonneneinstrahlung sorgt für einen sehr hohen UV-Index. Trinken Sie in den kommenden Tagen ausreichend und verlegen Sie sportliche Aktivitäten in die noch verhältnismäßig kühlen frühen Morgenstunden. Vor allem in den dicht bebauten Ballungsräumen entlang von Rhein, Main und Regnitz wird die extreme Kreislaufbelastung zum Thema, da auch in den Nachtstunden die drückende Wärme in den Straßenschluchten stehen bleibt.
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