Ein stabiles Hochdruckgebiet bestimmt das Wetter in Deutschland und führt in den kommenden Tagen zu einem markanten Temperaturanstieg auf bis zu 20 Grad. Während weite Landesteile von anhaltendem Sonnenschein profitieren, hemmen Inversionslagen und zäher Nebel in einigen Flusstälern die Erwärmung deutlich. Zum Beginn der neuen Woche nimmt die Neigung zu konvektiven Ereignissen wie Schauern und Gewittern allmählich zu.
Die aktuelle Großwetterlage, wenig Brisanz dennoch nicht langweilig.
Die synoptische Situation über Europa wird derzeit durch ein weitreichendes Hochdruckgebiet über dem zentralen Kontinent sowie ein Tiefdruckgebiet über dem Atlantik geprägt. Diese Konstellation erzeugt eine anhaltende südliche Strömung, die ungewöhnlich milde Luftmassen nach Deutschland lenkt. Die Hochdruckdominanz bleibt voraussichtlich bis zum 12. März wetterbestimmend. Eine meteorologische Störgröße bilden jedoch sogenannte Kaltlufttropfen (Höhentiefs) in rund 5.500 Metern Höhe. Diese kleinräumigen Kaltluftblasen können regional für eine labile Schichtung sorgen, Auslöser für Schauer sein und lokale Temperaturrückgänge von bis zu 8 Grad in der mittleren Troposphäre verursachen.

Gibt es bald die ersten Gewitter in diesem Jahr?
Sonnenschein und lokales Nebelrisiko In den kommenden Tagen dominiert verbreitet strahlender Sonnenschein. Eine Ausnahme bilden Flusstäler und Niederungen, in denen sich bei zunächst noch stabiler Schichtung zäher Nebel und Stratusbewölkung halten kann. Dies betrifft insbesondere das Donautal bei Regensburg, das Altmühltal sowie Teile des Hessischen Rieds und das untere Moseltal. Unter dem Nebelgrau verharren die Höchstwerte im einstelligen Bereich (um 6 Grad), während sich in den sonnigen Gebieten rasch die Frühlingsluft durchsetzt.


Begünstigt durch Föhneffekte und adiabatische Erwärmung steigen die Temperaturen bis zum Wochenende kontinuierlich an. Bereits am Donnerstag werden in wärmebegünstigten Regionen, etwa im Eifelvorland, bis zu 21 Grad erreicht. Am Samstag und Sonntag prognostizieren die Wettermodelle bundesweite Spitzenwerte von bis zu 22 Grad. Diese Höchstwerte werden vor allem entlang des Rheins, in Rheinhessen und im Ruhrgebiet erwartet. Deutlich gedämpfter bleiben die Temperaturen an der Ostseeküste, wo auflandiger Wind für Abkühlung sorgt.
Aufkommende Konvektion in der neuen Woche
Am Sonntag sickert im Alpenraum zunehmend feuchtere Luft ein, was dort zu erster Konvektion in Form von lokalen Schauern und Gewittern führt. Diese Niederschlagsneigung verlagert sich ab Dienstag auf die westlichen Bundesländer. In Regionen wie der Westpfalz, dem Saarland und dem angrenzenden Mittelrheintal steigt das Risiko für schauerartige Niederschläge, die sich bis zur Wochenmitte weiter ostwärts in Richtung Hessen und Franken ausbreiten.

Fazit und Ausblick
Die Ensemble-Vorhersagen stützen einen Fortbestand des sehr milden Temperaturniveaus bis in die zweite Märzdekade. Erst ab dem 12. und 13. März nehmen die Niederschlagssignale bundesweit signifikant zu, begleitet von einem langsamen Rückgang der Temperaturen auf durchschnittliche Frühjahrswerte. Ein massiver Kälteeinbruch durch einen retrograd (ost-westwärts) ziehenden Kaltlufttropfen wird in den Modellen zwar als extremes Einzelszenario berechnet, gilt synoptisch derzeit jedoch als äußerst unwahrscheinlich.
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