Es gibt ihn also wirklich, den gefürchteten „Kälteloch“ – und nein, es handelt sich nicht um den geheimen Aufenthaltsort von schaurigen Schneemännern, die darauf warten, die Welt mit Winterwundern zu beglücken. Stattdessen könnte man meinen, dass diese meteorologische Kuriosität die rechtmäßige Konkurrenz zu einem schäbigen Freizeitpark ist, der das Motto „Erlebe den Winter auf die unerwartetste Art und Weise“ trägt. Während ein Sturmtief über Skandinavien sein Unwesen treibt und uns mit einem Mix aus Sturmböen und möglicherweise launischen Schneeflocken erfreut. Bleibt uns nur die Hoffnung, dass das Wetter nicht mehr Drama gibt als eine missratene Soap-Opera – nach diesem Gipsüberzug unablässig auf uns erdrückt. Also schnallen Sie sich an, denn die kommenden Tage versprechen eine chaotische Wetterfahrt, die vom Kälteloch über einen flüchtigen Wärmeberg mit einem Abstecher zu lokalem Regen und Gewitter führt. Willkommen in der Welt des unberechenbaren Wetters!
Die Einleitung hat zwischen den Zeilen ein wenig Ironie versteckt, das sollte Sie jedoch nicht davon abhalten, diesen Zwischentext mit einer gewissen Ernsthaftigkeit weiterzulesen. Unser Sturmtief fegt uns aktuell den Wind um die Ohren, welcher in den Bergen und primär in der Nähe von Gewittern und kräftigen Schauern Böen bis 90 km/h erreichen.
Das ist kein Humbug, sondern eine Kaltfront, welche die milden Temperaturen, welche derzeit noch auf der Agenda stehen, bis heute Nacht vertreiben wird. Es wird tatsächlich in vielen Landesteilen unter 0 Grad kalt werden und es wird buchstäblich Schneeflocken geben, doch seien Sie sicher, dass Sie noch keinen Drang verspüren müssen, die Schneeschaufel und die Schlitten aus dem Keller zu holen. Denn im Flachland wird die weiße Pracht sich sehr rasch in Schall und Rauch auflösen. Zumindest ab einer Höhe von ca. 400 bis 500 Meter besteht eine reale Chance auf eine geschlossene Schneedecke. Schauen wir uns das “Kälteloch” auf der Temperaturkarte an.
Die Wetterlage entwickelt sich in den nächsten Tagen dynamisch und bringt einige bedeutende Veränderungen mit sich. Auf der aktuellen Wetterkarte ist deutlich erkennbar, dass ein als „Kälteloch“ bezeichnetes Phänomen an Einfluss gewinnt. Momentan steigen die Temperaturen in einigen Regionen auf bis zu 10 Grad. Diese milden Werte werden jedoch von einer Kaltfront gefolgt, die zu einem spürbaren Temperaturabfall führen wird. In den Nächten ist mit Temperaturen zwischen 0 und –5 Grad zu rechnen. Diese Abkühlung wird durch das Absinken kalter Luftmassen begünstigt.
Zusätzlich zur Temperaturänderung wird es auch Niederschlag in Form von Schneeflocken geben. Es ist zu erwarten, dass diese Flocken bis in tiefere Lagen rieseln werden. Allerdings wird sich eine durchgehende Schneedecke nach dem aktuellen Stand der Vorhersagen voraussichtlich nur in den Mittelgebirgen bilden können. Dort könnte sich die Schneedecke jedoch nicht lange halten.
Ab Samstag wird sich die Wetterlage erneut ändern, da die Strömung in eine Westwetterlage umschwenkt. Der Jetstream, der für viel Bewegung in der Atmosphäre sorgt, könnte ein neues Sturmtief mit sich bringen. Diese Turbulenzen können sich auf das Wetter in den kommenden Wochen auswirken, und die meteorologischen Bedingungen müssen genau beobachtet werden. Insgesamt ist mit einer interessanten und wechselhaften Wetterentwicklung zu rechnen, die sowohl tiefe Temperaturen als auch potenziellen Schneefall mit sich bringt.