Ganz ehrlich: Viele hatten sich bereits auf das große Schwitzen eingestellt. Die Wettermodelle malten vor wenigen Tagen noch ein glühend heißes Wochenende mit Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke an die Wand – Sonnencreme, Ventilator und Freibadtickets wurden vorsorglich in Stellung gebracht. Doch nun kam alles anders: Das Tiefdruckgebiet Gabriel hat die Pläne durchkreuzt und sorgt für eine atmosphärische Kehrtwende. Wer sich schon auf eine kostenlose Sauna unter freiem Himmel gefreut hatte, darf seine Eintrittskarte jetzt symbolisch zurückgeben.
Statt Hitzeschock: Gewittergeplänkel in der Nacht
Bereits am heutigen Abend und in der ersten Nachthälfte zum Sonntag könnte es in Teilen Nordhessens vereinzelt zu kurzen, aber kräftigen Gewittern kommen. Die Starkregenraten liegen dabei zwischen 15 und 25 Millimeter pro Stunde – genug für eine nasse Überraschung, aber weit entfernt von Unwetterpotenzial. Die gute Nachricht: Diese Zellen sind nicht besonders hartnäckig und ziehen rasch durch.

Der Sonntag: Mehr Sonne, mehr Wärme, mehr gute Laune
Am Sonntag präsentiert sich das Wetter über Hessen dann versöhnlicher. Zwar müssen wir auch tagsüber mit einzelnen Schauern oder Gewittern rechnen, besonders in Nord- und Mittelhessen, aber flächendeckende Unwetter bleiben aus. Stattdessen setzt sich vielerorts die Sonne durch – vor allem in Südhessen kann man sich auf ausgedehnte Sonnenphasen freuen.
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Temperaturtechnisch verabschiedet sich das Frühlings-Feeling: Während im höhergelegenen Upland rund um Willingen maximal 22 Grad erreicht werden, steigt das Thermometer im Rhein-Main-Gebiet und rund um Darmstadt auf bis zu 30 Grad. Ein Sommertag also, wie er im Buche steht – nicht zu heiß, nicht zu nass, sondern angenehm lebendig.
Gabriel der Spielverderber? Nicht ganz.
Trotz seines Rufes als Hitze-Verhinderer hat Tief Gabriel auch etwas Gutes: Es hat uns zumindest in Hessen den „Höllensommer“ erspart. Keine schlaflosen Nächte mit tropischer Luft, keine Hitzerekorde im Anmarsch. Dafür ein bisschen Regen, ein paar Gewitter und ein Sommerwochenende, das sich durchaus sehen lassen kann.

Die Moral von der Wettergeschichte?
Nicht jede abgesagte Hitzewelle ist ein Verlust. Manchmal ist weniger einfach mehr: mehr Schlaf, mehr Energie, mehr Genuss bei 28 Grad im Schatten. Und wer unbedingt ins Schwitzen kommen will, dem bleibt ja immer noch das Fitnessstudio – oder der Gedanke an den nächsten Saharaluft-Vorstoß.
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